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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : M2 H24 2.Tag Frage A99/B80 - Katarakt-OP



Unregistriert
09.10.2024, 14:47
Wenn man beide Augen auf Emmetropie einstellen würde, bräuchte der Patient eine Lesebrille, da er nicht mehr akkommodieren kann.
Antwort B) müsste am ehesten richtig sein (Monovision), obwohl -2 Dpt relativ viel ist.

Unregistriert
09.10.2024, 15:28
Ich bin mir nicht sicher, aber ich würde beide Augen identisch einstellen, und nicht wie in A) B) und C) ein Leseauge und ein Fernauge haben wollen!!

Und lieber habe ich +/-0 auf beiden Augen und muss dann NUR beim Lesen eine Brille aufsetzen, als dass ich mit -1,5Dpt doch recht kurzsichtig bin (und somit im Alltag/beim Autofahren/effektiv fast immer eine Brille tragen muss). Die Fragestellung sagte „weitestgehend ohne Brille leben“.

Antwort B) bei mir ist nicht Monovision. Antwort B) hier ist „Leseauge -2, 2.Auge emmetrop“

Unregistriert
09.10.2024, 15:42
Ich bin mir nicht sicher, aber ich würde beide Augen identisch einstellen, und nicht wie in A) B) und C) ein Leseauge und ein Fernauge haben wollen!!

Und lieber habe ich +/-0 auf beiden Augen und muss dann NUR beim Lesen eine Brille aufsetzen, als dass ich mit -1,5Dpt doch recht kurzsichtig bin (und somit im Alltag/beim Autofahren/effektiv fast immer eine Brille tragen muss). Die Fragestellung sagte „weitestgehend ohne Brille leben“.

Antwort B) bei mir ist nicht Monovision. Antwort B) hier ist „Leseauge -2, 2.Auge emmetrop“

Damit ist das Lese-Auge dann kurzsichtig und sieht somit bei Presbyopie in der Nähe scharf, während das emmetrope Auge presbyop bleibt und somit für die Ferne geeignet bleibt. B sollte also eigentlich stimmen.

https://flexikon.doccheck.com/de/Monovision

Unregistriert
09.10.2024, 15:42
Monovision bedeutet ein Auge auf die Nähe und eines auf die Ferne einzustellen, wenn beide Augen gleich eingestellt sind, braucht der Pat. definitiv eine Lese- oder Fernbrille.

https://www.augenzentrum.net/augen-lasern/monovision-goetheblick/

Unregistriert
09.10.2024, 15:50
Wenn der Patient brillenfreiheit wünscht, ist es ein gängiges Verfahren ein Lese- und ein Fernauge zu machen. -2dpt kann man so machen

Unregistriert
09.10.2024, 16:55
Also ich dachte es wäre Antwort A: Der Patient sagt er sieht in der ferne scharf, lesen ohne brille geht auch. Betont in der ferne scharf sehen und in dem alter keine Lesebrille brauchen? Klingt für mich wie Hyperopie + Presbyopie. Also +1,5 für das scharfe sehen was nicht in der weiten ferne sondern dazwischen liegt und das lese auge emmetrop.

Feuerblick
09.10.2024, 17:04
Mag mir jemand mal die Frage per PN (!) schicken? Vielleicht kann ich etwas Erhellendes beitragen.

Unregistriert
09.10.2024, 17:26
Auch eine Einstellung beider Augen auf -1,5dpt (D) wäre möglich und wird so als Monovison Strategie meines Wissens praktiziert. Ist momentan soweit ich das weiß Operateur und Patienten abhängig ob beide Augen gleich korrigiert werden oder nicht...
Die Frage ist auf jeden fall zweifelhaft und eher Facharzt Wissen finde ich...

Feuerblick
09.10.2024, 17:44
Ah… spannende Frage für ein Stex.
Also:
A) Leseauge emmetrop (definitionsgemäß Fernrefraktion auf 0) kann nicht funktionieren, denn das Auge kann nicht mehr akkommodieren, also auch nicht ohne Brille lesen. Und das andere Auge sieht in der Ferne nichts, weil es mit 1,5 dpt. Weitsichtigkeit mangels Akkommodation nichts anfangen kann. Fernbrille nötig.
B) Leseauge auf -2 dpt und 2. Auge auf Emmetropie für die Ferne. Joa.. wenn der Patient das mitmacht, kann man das so machen, nennt man Monovision.
C) Sicher, dass das so formuliert war? Ein Auge auf -1,5 wäre das Leseauge und das emmetrope das Fernauge… Bitte nochmal nachschauen. Wäre dann auch Monovision, aber vermutlich für die Nähe nur bedingt ausreichend.
D) Dann könnte der Mensch zwar in der Nähe große Schrift bei guter Beleuchtung lesen, aber die Ferne wäre sehr unscharf. Also mindestens Fernbrille nötig.
E) Dann braucht er eine Lesebrille.

Auch wenn man in der Realität vermutlich eher eine EDOF-Linse oder eine multifokale Linse einsetzen würde als an Monovision zu denken, ist hier die sinnvolle Antwort B.
Denn damit kann man mit dem -2 dpt-Auge in der Nähe weitestgehend lesen (Medikamentenbeipackzettel/sehr kleine Schrift bei schlechter Beleuchtung halt nicht) und mit dem emmetropen Auge in der Ferne gut sehen.
Ob das so verträglich ist? Ich würde zu „meistens nein“ tendieren. Die wenigsten Leute kommen mit 2 dpt. Unterschied zwischen den beiden Augen klar, wenn sie nicht vorher schon mit diesem Unterschied gelebt haben (was man hier natürlich nicht ausschließen kann). Auch das Stereosehen wird damit nicht gerade besser.
Daher bitte nochmal nachschauen, ob da wirklich bei einer Antwort -1,5 und Emmetropie steht. Das wäre für Nicht-Fachärzte bisschen link.

Ich gehe aber davon aus, dass es hier gar nicht so sehr um die absoluten Zahlen geht sondern darum, dass man erkennt, mit welcher Refraktion man ohne Brille lesen kann (nämlich bei Kurzsichtigkeit von mindestens 1,5, besser 2 dpt) und dass eine Kunstlinse keine Akkommodation ermöglicht, weshalb alles mit + davon ungünstig wäre.

Ach ja, weil ich es gerade lese: Nein, beide Augen auf die gleiche Refraktion korrigieren, ist keine MONOvision.

EDIT: Nachdem also C offenbar wirklich so formuliert wurde, dass das Leseauge emmetrop und das Fern-Auge kurzsichtig gemacht werden soll, ist diese Antwort selbstverständlich Unsinn und damit klar B als einzige brauchbare Antwort richtig.

Unregistriert
09.10.2024, 18:14
Ah… spannende Frage für ein Stex.
Also:
A) Leseauge emmetrop (definitionsgemäß Fernrefraktion auf 0) kann nicht funktionieren, denn das Auge kann nicht mehr akkommodieren, also auch nicht ohne Brille lesen. Und das andere Auge sieht in der Ferne nichts, weil es mit 1,5 dpt. Weitsichtigkeit mangels Akkommodation nichts anfangen kann. Fernbrille nötig.
B) Leseauge auf -2 dpt und 2. Auge auf Emmetropie für die Ferne. Joa.. wenn der Patient das mitmacht, kann man das so machen, nennt man Monovision.
C) Sicher, dass das so formuliert war? Ein Auge auf -1,5 wäre das Leseauge und das emmetrope das Fernauge… Bitte nochmal nachschauen. Wäre dann auch Monovision, aber vermutlich für die Nähe nur bedingt ausreichend.
D) Dann könnte der Mensch zwar in der Nähe große Schrift bei guter Beleuchtung lesen, aber die Ferne wäre sehr unscharf. Also mindestens Fernbrille nötig.
E) Dann braucht er eine Lesebrille.

Auch wenn man in der Realität vermutlich eher eine EDOF-Linse oder eine multifokale Linse einsetzen würde als an Monovision zu denken, ist hier die sinnvolle Antwort B.
Denn damit kann man mit dem -2 dpt-Auge in der Nähe weitestgehend lesen (Medikamentenbeipackzettel/sehr kleine Schrift bei schlechter Beleuchtung halt nicht) und mit dem emmetropen Auge in der Ferne gut sehen.
Ob das so verträglich ist? Ich würde zu „meistens nein“ tendieren. Die wenigsten Leute kommen mit 2 dpt. Unterschied zwischen den beiden Augen klar, wenn sie nicht vorher schon mit diesem Unterschied gelebt haben (was man hier natürlich nicht ausschließen kann). Auch das Stereosehen wird damit nicht gerade besser.
Daher bitte nochmal nachschauen, ob da wirklich bei einer Antwort -1,5 und Emmetropie steht. Das wäre für Nicht-Fachärzte bisschen link.

Ich gehe aber davon aus, dass es hier gar nicht so sehr um die absoluten Zahlen geht sondern darum, dass man erkennt, mit welcher Refraktion man ohne Brille lesen kann (nämlich bei Kurzsichtigkeit von mindestens 1,5, besser 2 dpt) und dass eine Kunstlinse keine Akkommodation ermöglicht, weshalb alles mit + davon ungünstig wäre.

Ach ja, weil ich es gerade lese: Nein, beide Augen auf die gleiche Refraktion korrigieren, ist keine MONOvision.

In Antwortmöglichkeit C steht dass das LESE-Auge EMMETROP und das zweite Auge -1.5dpt sein soll. Werte passen also, nur die Augen sind vertauscht, wodurch die Antwortmöglichkeit keinen Sinn ergibt.

Feuerblick
09.10.2024, 18:25
Deswegen habe ich das „EDIT“ eingefügt. ;-)

ZEllison
11.10.2024, 12:23
Es ist leider nach wie vor falsch eingetragen. Es wäre prima, wenn medilearn es noch korrigieren würde :)

Feuerblick
11.10.2024, 15:11
Das sind statistische Ergebnisse, die anhand der von den Studenten gewählten Antworten errechnet werden. Da kann MediLearn nichts ändern.

ChrisVahsmer
11.10.2024, 21:28
Vielen Dank für die tolle Erklärung und freut mich, dass die Augenärzte unter uns diese Frage richtig haben,aber Sie fliegt ja anscheinend zum Glück raus :))))))