Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : H24 M2 Tag 2 A84/ B66 - Orbitaphlegmone
Hier ist B die gesuchte Antwort mit folgender Quelle aus dem deutschen Ärzteblatt:
Im Stadium I (= periseptales Ödem) und II (= Periostitis) der Erkrankung ohne antibiotische Vorbehandlung reicht eine konservative Therapie bei engmaschiger Kontrolle der Patienten meist aus...
In den Stadien III (= subperiostaler Abszess), IV (= orbitaler Abszess) und V (= Orbitaphlegmone mit Apex-orbitae-Syndrom) ist neben der Antibiotikagabe eine sofortige operative Intervention indiziert.
Unregistriert
09.10.2024, 16:04
Es ist wirklich schwierig hierfür genaue Informationen zu finden, allerdings habe ich eine Leitlinie gefunden, die bei therapierefraktärer Entzündung der Orbita und niedrigeren Stadien (allerdings nicht genau nach Chandler benannt) chirurgische Therapie als Möglichkeit nennt.
https://register.awmf.org/assets/guidelines/017-049_und_053-012l_S2k_Rhinosinusitis_2022-12-abgelaufen.pdf
Wenn ich es richtig verstehe, ist die Antwort "conditio sine qua non" so gemeint, dass ohne Stadium 3 keine chirurgische Therapie erfolgen darf? Ich bin verwirrt, ist das jetzt eine Suche nach einer Falschantwort gewesen?
Zur Phlegmone denke ich, dass im Extremfall eine Exenterantio notwendig sein kann, ähnlich wie bei einer Amputation.
Daher denke ich, dass die richtig auszuwählende Antwort eine falsche ist, und zwar bie mir C Stadium III "als eine conditio sine qua non...."
Aber ich bin mir auch nicht sicher...
Unregistriert
09.10.2024, 16:08
Ich halte E für die richtige Antwort, die Frage war welche Zuordnung von Orbitakomplikation und Vorgehensweise am ehesten die reguläre (!) Therapie übersteigt. Eine Orbitaphlegmone wird mittels Antibiose und ggf. operativer Sanierung behandelt, das heißt aber nicht gleich Exenteratio orbitae, das ist denke ich eher nicht die Regel.
Unregistriert
09.10.2024, 17:08
Nach dem Artikel im Ärzteblatt müsste ja eigentlich Antwort B die gesuchte Falschantwort sein, da laut dem Artikel keine chirurgischen Maßnahmen erforderlich sind
Unregistriert
09.10.2024, 17:30
Ich schließe mich der Meinung an, dass die Exenteratio zu weit greift mit der Info, die man hatte. Entlastung etc. ok, aber das ist doch wirklich inital dann in selbst dem Stadium zu viel des Guten.
Unregistriert
09.10.2024, 17:38
Ich denke auch dass eine komplette Entfernung, des Augapfels inkl. Muskeln etc., wohl eindeutig die maximale Therapievariante ist und am ehesten 'übertrieben'.
Feuerblick
09.10.2024, 17:53
Eine Exenteratio als Therapie bei Orbitaphlegmone? Da muss vorher aber ganz, ganz, ganz viel schiefgelaufen sein. :-nix
Exenteratio ist Therapie der Wahl bei ausgedehnten Tumoren, aber nicht bei einer entzündlichen Erkrankung, die sich in den allermeisten Fällen gut behandeln lässt.
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