Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : M2 H24 Tag 3 Frage A32/ B6 - konnataler Syphilis
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10.10.2024, 15:14
Laut Amboss im Arztmodus bei konnataler Syphilis steht unter Übertragung „In jedem Syphilisstadium der Schwangeren möglich), daher müsste B richtig sein.
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10.10.2024, 15:16
sehe ich auch so
Unregistriert
10.10.2024, 15:22
So steht es auch beim RKI, es gibt kein gezieltes Screening auf Syphilis!
antonia-lucius
10.10.2024, 15:24
Meiner Meinung nach ist bei der Frage zur konnatalen Lues richtig, dass es in jedem Stadium zur diaplazentären Übertragung kommen kann. Steht auch so bei Amboss unter Embryofetopathien. Übersehe ich da was?
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10.10.2024, 15:28
Und was ist mit dem Suchtest, der in der Schwangerschaftsvorsorge enthalten ist?
Unregistriert
10.10.2024, 15:42
Im "RKI-Ratgeber Syphilis" steht aber auch "Der Lues connata kann durch Screening im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge wirksam vorgebeugt werden. "
leini1803
10.10.2024, 15:43
" Bei der unbehandelten Syphilis ist die diaplazentare Übertragung ab der 12.
Schwangerschaftswoche möglich. Diese resultiert in Spätaborten oder in einer Syphilis connata. " Aussage der AWMF Leitlinie 2021
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10.10.2024, 15:49
Wahrscheinlich scheitert Antwort D daran:
"Bei konnatalen Syphilis-Infektionen handelt es sich in Deutschland um Einzelfälle (seit 2001 zwischen einem und sechs Fällen pro Jahr)."
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Syphilis.html
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10.10.2024, 15:50
naja es geht doch um die DIAPLAZENTARE übertragung, dafür muss ja eine blutstrominfektion vorliegen. das ist nunmal nicht in jedem stadium der fall. dass die KONNATALE syphilis trotzdem in jedem stadium übertragbar ist, ist ja was ganz anderes.
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10.10.2024, 16:54
Unbehandelte primäre und sekundäre Infektionen der Mutter werden übertragen, Spätformen oder tertiäre Syphilis werden in nur 20% der Fälle übertragen.
Laut Msd manual
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10.10.2024, 17:01
naja es geht doch um die DIAPLAZENTARE übertragung, dafür muss ja eine blutstrominfektion vorliegen. das ist nunmal nicht in jedem stadium der fall. dass die KONNATALE syphilis trotzdem in jedem stadium übertragbar ist, ist ja was ganz anderes.
Laut MSD manual ist Übertragung in jedem Stadium transplazentär = diaplazentar möglich… oder übersehe ich was?
Unregistriert
10.10.2024, 17:08
Intrauterin erworbene Syphilis durch vertikale (diaplazentar) Transmission des Erregers Treponema pallidum von einer infizierten Schwangeren auf ihr ungeborenes Kind. Eine Übertragung ist in jedem Syphilisstadium der Schwangeren möglich.
Laut amboss
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10.10.2024, 17:43
hier sind eindeutig zwei Antworten richtig. Durch gezieltes Screening konnte die Häufigkeit der konnatalen Lues (angeborene Syphilis) deutlich gesenkt werden lud eine Übertragung ist prinzipiell in jedem Stadium möglich (mit unterschiedlicher Ausprägung)
Amboss zur Therapie :
Medikamentöse Therapie der Syphilis
Therapie der 1. Wahl: Benzathin-Penicillin G (Depotform des Penicillin G) i.m.
Frühsyphilis : Einmalige intramuskuläre Injektion von Benzathin-Benzylpenicillin DOSIS ausreichend
Spätsyphilis : Dreimalige intramuskuläre Injektion von Benzathin-Benzylpenicillin DOSIS verteilt über 15 Tage
Neurosyphilis : Intravenöse Gabe von Penicillin G
Angeblich die Therapie sollte ausreichend sein und damit die Antwort ist eher B
Aber man konnte es versuchen die Frage an Impp zu melden
hier sind eindeutig zwei Antworten richtig. Durch gezieltes Screening konnte die Häufigkeit der konnatalen Lues (angeborene Syphilis) deutlich gesenkt werden lud eine Übertragung ist prinzipiell in jedem Stadium möglich (mit unterschiedlicher Ausprägung)
Dem schließe ich mich an.
Folgendes habe ich an das IMPP geschickt:
Antwortmöglichkeit B: Die diaplazentare Übertragung einer Treponema pallidum-Infektion ist in jedem Lues Stadium möglich (siehe RKI: "Die transplazentare Infektion des Föten kann in jedem Stadium der Gravidität und in jedem Lues-Stadium der nicht oder ungenügend behandelten Mutter erfolgen.").
Antwortmöglichkeit D: Die Häufigkeit der konnatalen Lues konnte durch ein Screening deutlich gesenkt werden (siehe ebenfalls RKI: "Der Lues connata kann durch Screening im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge wirksam vorgebeugt werden." und S2k Leitlinie Syphilis Abschnitt 7.3 Prävention der vertikalen Transmission: "Durch das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Screening werden alle am Vorsorgeprogramm teilnehmenden Schwangeren mit manifester oder latenter Syphilis bereits in der Frühschwangerschaft identifiziert und einer Behandlung zugeführt, bevor es zu einer vertikalen Infektion kommen kann. Nach einer älteren Metaanalyse lassen sich durch Screening und Therapie aller infizierten Schwangeren 97% der Fälle von konnataler Syphilis verhindern (Blencowe 2011). Im Jahr 2018 wurde dies durch einen systematischen Review der US Preventive Task Force (USPSTF) bestätigt. Der Nutzen eines frühen Syphilis-Screenings in der Schwangerschaft wurde als sehr hoch angesehen („A recommendation“), ebenso das Evidenzniveau (level of evidence Ia) (Curry SJ et al. 2018). [...] Die systematische serologische Untersuchung aller Schwangeren im Rahmen der Vorsorge hat in Deutschland zu einem weitgehenden Verschwinden der konnatalen Syphilis geführt.").
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