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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : H24 M2 Tag3 - A15/B38 - PAP V-p



A97
12.10.2024, 00:16
Auch für die Frage 35 gilt eigentlich anhand Leitlinie Antwort D eher mehr :

Antwort (C) Differentialkolposkopie mit Portio-Probeexzision ist zwar eine gängige Diagnostikmethode zur Abklärung zervikaler Veränderungen, jedoch ist sie bei einem PAP V-Befund nicht die erste Wahl. Hier sind die Gründe, die gegen diese Option sprechen: Schweregrad des Befundes (PAP V): Bei einem PAP V-Befund liegt der Verdacht auf eine invasive Neoplasie nahe. In solch einem Fall ist es wichtig, nicht nur diagnostisch vorzugehen, sondern auch das verdächtige Gewebe so umfassend wie möglich zu entfernen. Eine Differentialkolposkopie mit Portio-Probeexzision ist oft nicht ausreichend, da sie nur kleinere Proben entnimmt, die möglicherweise nicht repräsentativ für das gesamte pathologische Gewebe sind. Konisation als Standardvorgehen: Die Konisation ist das Standardvorgehen, weil sie eine größere Gewebemenge entnimmt und eine definitive Diagnose ermöglicht. Sie hat sowohl diagnostischen als auch therapeutischen Nutzen, da sie das betroffene Gewebe entfernt, das potenziell präkanzerös oder invasiv ist. Therapie und Diagnosesicherung: Während eine Kolposkopie oft als diagnostischer Schritt bei niedrigeren PAP-Klassen durchgeführt wird, wird bei Verdacht auf eine Invasion, wie bei PAP V, eine Konisation als diagnostisch-therapeutische Maßnahme durchgeführt. Die Konisation liefert eine definitive Diagnose durch die histopathologische Untersuchung eines größeren Gewebesegments. Zusammengefasst: Die Differentialkolposkopie ist bei niedrigeren PAP-Klassen (z.B. IIID) indiziert, um kleine Veränderungen zu beobachten und zu biopsieren. Bei PAP V geht man jedoch direkt zur Konisation über, um die Invasivität und das Stadium eines Karzinoms zu bestimmen. Die Konisation ist also die empfohlene Vorgehensweise.
Literatur:
https://www.leitlinienprogramm-onkol...zervixkarzinom