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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : H24 Tag 1 - A55/B20 - Herzprobleme mit KHK und Vorhof flimmern



A97
12.10.2024, 12:32
Auch hier in dem Fall wäre Antwort A nicht wirklich falsch
patient krank alter 78 Jahre Herzprobleme mit KHK und Vorhof flimmern. Sprich kardiovaskulärer Risiko
+ Patient hat eine sehr grenzwertige niedrige HB .
+Patient hat auch Lunge Probleme mit chronischen Bronchitis
+ Patient sollte baldmöglich operiert werden und das wird höchstwahrscheinlich eine große Operation sein, mit auch Gefahr Blutverlust,

Typischerweise zeigt sich nach einer intravenösen Eisensubstitution ein Anstieg des Hämoglobinspiegels innerhalb von 4 bis 7 Tagen, wobei ein deutlicher Anstieg in den folgenden 2 bis 4 Wochen zu beobachten ist. Die volle therapeutische Wirkung kann jedoch bis zu 6-8 Wochen dauern. Diese Zeitspanne ist besonders in nicht-akuten Fällen von Bedeutung. Für Patienten wie den beschriebenen, mit einem niedrigen Hämoglobinwert von 8 g/dL und relevanten Begleiterkrankungen, kann diese Verzögerung jedoch zu lang sein, insbesondere wenn die Anämie sofortige Auswirkungen auf den Gesundheitszustand hat oder eine baldige Operation geplant ist.

In solchen akuten Fällen bietet die Transfusion von Erythrozytenkonzentraten eine sofortige Korrektur des Hämoglobins, was bei Patienten mit Symptomen einer Hypoxie oder bei anstehenden Operationen entscheidend ist. Obwohl die parenterale Eisensubstitution langfristig sinnvoll sein kann, ist sie in akuten Fällen oft nicht die alleinige Therapie der Wahl.

Quellen und Zitate:
UpToDate: "Behandlung der Eisenmangelanämie bei Erwachsenen" – Diese Quelle beschreibt den Zeitrahmen für die Wirkung von Eisen auf den Hämoglobinspiegel.
British Society for Haematology: Richtlinien zur Behandlung der Eisenmangelanämie – Bietet umfassende Informationen zur Anwendung von parenteralem Eisen.
European Society of Anaesthesiology and Intensive Care (ESAIC): Leitlinien zu perioperativen Bluttransfusionen und Anämiemanagement – Diese Quelle beschreibt die Indikationen für Bluttransfusionen bei perioperativen Patienten.
Für die genauen Richtlinien zu Bluttransfusionen kannst du die European Society of Anaesthesiology and Intensive Care (ESAIC) besuchen: ESAIC.

European Society of Anaesthesiology – Perioperative Guidelines for Blood Transfusions: https://www.esaic.org
UpToDate – Blood transfusions in the perioperative setting for patients with cancer and anemia: https://www.uptodate.com/contents/search
British Society for Haematology – Guidelines on the management of iron deficiency anaemia: https://b-s-h.org.uk
BMJ – Recommendations for the use of parenteral iron therapy: https://www.bmj.com

Inucca
12.10.2024, 12:49
Hast du die Frage schon eingereicht oder soll ich das machen? :)

A97
12.10.2024, 23:17
Check mal die Quellen genau mit den genauen Zitate und kannst du gern auf der Seite von Impp Anfichten. Aber ich bin mir sicher dass es dauert Wochen bis die Eisengabe richtig die Blutwerte therapiert, was zu verzögern vom Op führen kann! Aber ich weiß nicht wie man dann problemlos warten kann. Daher spricht eigentlich nichts gegen weder von eisen Gabe noch von ErysKonzentrat

Trillion
13.10.2024, 13:01
Hi, ich bin dabei die Frage anzufechten, da ich der Ansicht bin dass sowohl EK- als auch Eisensubstition angemessen sind, bzw. beides gemacht werden sollte.
Möchtet ihr mir eure Gründe geben weshalb ihr eines der beiden ausgewählt/ausgeschlossen habt?

Eine EK-Substitution sollte wegen dem niedrigen Hb in Kombination mit anstehender Operation(ggf. Blutverlust) gegeben werden, da bei einer OP mit Blutverlust/Komplikationen zu rechnen sind und der niedrige Hb solch eine Situtation verschlimmern würde. Die Leitlinie „empfiehlt“ eine EK-Gabe bei Patienten zwischen 6-8 und 8-10g/dL unter gewissen Bedingungen. Eine anstehende Operation an einem wohl Anämie-verursachenden Tumor im Magen klingt nach solch einer Bedingung. Zudem haben wir bei einer EK-Gabe den sofortigen Anstieg des Hb, welches bei einer alleinigen Eisengabe erst noch dauern wird. Diese Option sollte meiner Ansicht nicht ausgeschlossen werden, nur weil ein "unverzüglich" verwendet wird.

Eine einmalige Eisensubstitution sollte *auch* gegeben werden um dem Patienten auch längerfristig die Blutbildung zu erlauben. Ohne Eisengabe ist die EK-Substitution eine temporäre Lösung. Sowohl „einmalig“ als auch „parenteral“ sind akzeptabel. Schließlich ist es eine präoperative Maßnahme und nach der OP darf reavuliert werden. Parental ist der oralen Substitution nicht unterlegen und oral kann gastrointestinale Beschwerden verursachen.

cheyenne99
13.10.2024, 13:12
Also mein Gedanke zur parenteralen Substitution war, dass der Patient glaube ich ohnehin erstmal eine Umstellung der Gerinnungsmedikation bräuchte und wir deshalb sowieso ein paar Tage warten müssen mit der OP. Und dass vielleicht der EK bis dahin wieder „raus“ ist und ich deshalb lieber etwas mit mehr Dauer verwenden wollen würde.

Thekittycupcake
13.10.2024, 14:43
Ich hatte A genommen, weil der Patient alt und multimorbide ist und da ist ein Hb von 8g/dL schon gefährlich. Zumal ja auch eine OP geplant ist, bei der es zu hohen Blutverlusten kommen kann. In der Frage stande ja auch explizit was präoperativ getan werden sollte. Bei einer Eisensubstitution dauert es halt 2-4 Wochen bis sich der Hb-Wert normalisiert. Ich glaube nicht, das man so lange warten kann hinsichtlich schlechten Allgemeinzustand des Patienten und OP Indikation.

Thekittycupcake
13.10.2024, 14:45
Also man kann natürlich auch zusätzlich Eisen substituieren. Aber als alleinige Maßnahme halte ich das in dieser Situation für nicht ausreichend genug.

CaputMortuum
13.10.2024, 14:48
Genauso sehe ich das auch.

cheyenne99
13.10.2024, 15:17
https://register.awmf.org/assets/guidelines/001-024l_S3_Praeoperative-Anaemie_2018-04-abgelaufen.pdf

Wenn ich diese ältere Leitlinie richtig verstehe, ist nichts davon konkret empfohlen! :D

cheyenne99
13.10.2024, 15:19
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0042-108925.pdf

Das hier spricht wiederum eher für Eisen.