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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wechsel von Neurologie zur Allgemeinmedizin?



Peaceful_Hypogriff33
13.10.2024, 18:36
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich befinde mich aktuell in einer etwas schwierigen beruflichen Situation und hoffe auf eure Meinungen und Erfahrungen. Zurzeit arbeite ich als Neurologe im bald 4. Weiterbildungsjahr an einem Maximalversorger, wobei mein Schwerpunkt vor allem im Bereich der Neurovaskulären und Akutneurologie liegt. Besonders auf der Stroke Unit konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und hatte dort auch regelmäßig mit schwer vorerkrankten internistischen Patienten zu tun.

In den letzten Jahren habe ich jedoch wiederholt Burnout-ähnliche Symptome und depressive Episoden erlebt, die mich mehrfach in die Arbeitsunfähigkeit gezwungen haben. Diese Depression wird derzeit behandelt, jedoch war der stressige Klinikalltag in erheblichem Maße verantwortlich für meinen körperlichen und psychischen Zustand. Dies hat mich zunehmend an meinem beruflichen Weg zweifeln lassen. Obwohl ich die Neurologie weiterhin interessant finde, frage ich mich, ob die hohe Arbeitsbelastung und der stressige Klinikalltag langfristig mit meiner psychischen Gesundheit vereinbar sind.

Vor diesem Hintergrund überlege ich, ob eine Neuausrichtung meines beruflichen Werdegangs sinnvoll sein könnte. Ich kann mir Allgemeinmedizin als nächste Station gut vorstellen, da ich denke, dass der Fokus auf eine umfassendere Betreuung von Patienten und eine mögliche Niederlassung mir entgegenkommen könnten und dies damals vor der Entscheidung die neurologische WB zu beginnen in der engeren Auswahl stand. Allerdings frage ich mich, ob dieser Wechsel nach lediglich drei Jahren Neurologie sinnvoll ist, insbesondere da ich keine fundierte Erfahrung in der Inneren Medizin habe, was in der Allgemeinmedizin ja ein wesentlicher Bestandteil ist. Die neue WBO für Allgemeinmedizin ist mir bekannt.

Meine Frage an euch: Haltet ihr einen solchen Wechsel für sinnvoll? Welche Herausforderungen seht ihr dabei, insbesondere im Hinblick auf den Übergang von der Neurologie zur Allgemeinmedizin, und welche Erfahrungen habt ihr möglicherweise in ähnlichen Situationen gemacht?

Ich danke euch im Voraus für eure Meinungen und freue mich auf den Austausch.

Züschata
13.10.2024, 21:22
Als Alternative: Unbedingt den FA Neuro erwerben wenn du es irgendwie hinbekommst. Geh doch in die Praxis oder Neuro-Reha und mach danach dann das Psychiatrie Jahr in einer netten Klinik. Vielleicht kannst du in deinem Fach noch glücklich werden oder zumindest mit erträglichem Aufwand den FA (wer weiß, was die Zukunft bringt?) erwerben.

Nefazodon
14.10.2024, 01:25
Ich würde dir tatsächlich auch dazu raten, wenn möglich den Facharzt für Neurologie fertig zu machen, wenn dir nur noch zwei Jahre fehlen.
Mit Facharzt eröffnen sich ungleich mehr Alternativen zur Klinik: Niederlassung, Gutachter beim MDK...um nur mal zwei Beispiele zu nennen.

Wäre es ggf. auch eine Option, den Rest der Weiterbildung in Teilzeit zu machen?

Wenn es tatsächlich ein Fachwechsel sein soll/muss, würde sich mMn. am ehesten Psychiatrie anbieten, weil es ein verwandtes Fach ist, und Du dir ggf. Zeiten anrechnen lassen kannst.
Hast Du dein Psychiatriejahr schon absolviert? Wenn nicht, würde ich dringend empfehlen, alle neurologischen Inhalte der Weiterbildung, in dem Jahr, das dir noch bleibt, voll zu machen und dann in die Psychiatrie zu wechseln.
Dann könntest Du den Facharzt für Neurologie abschließen und dir gleichzeitig ein anderes Fach anschauen.

Ich glaube, das machen nicht wenige Neurologen so.

Peaceful_Hypogriff33
14.10.2024, 13:30
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

@Züschata: Tatsächlich arbeite ich schon seit dem 2. Weiterbildungsjahr in Teilzeit. Das war manchmal eine Erleichterung, aber es führt auch oft zu zusätzlichem Stress. Ich habe das Gefühl, dass ich für diese Stelle sehr viel gegeben habe und an meine Grenzen gekommen bin. Zum Glück sind mein Oberarzt und Chefarzt sehr verständnisvoll, besonders was meine Gesundheit angeht, und sie haben mich immer unterstützt.

Das Gefühl, dass meine Zeit an dieser Klinik vorbei ist, wird jedoch immer stärker. Demnächst bin ich vor allem in der neurologischen Frührehastation eingeteilt, mit gelegentlichen Diensten in der Rettungsstelle und auf der Stroke Unit. Leider kommt die periphere Neurologie, die mich auch sehr interessiert, in diesem Haus zu kurz, was langfristig für nicht optimal ist.

@Nefazodon: Du hast völlig recht, dass der Facharzt für Neurologie sicherlich viele Türen öffnen würde. Aber ich frage mich, ob ich in dieser Umgebung und unter den aktuellen Bedingungen langfristig glücklich werden kann, diese Frage kann ich mir wohl nur selbst beantworten. Ich sehe mich leider auch gar ambulant neurologisch zu arbeiten.
Was mir so zu schaffen macht, ist dann auch leider die verlorene Zeit da ich ja nicht alles anrechnen lassen kann. Aber ich denke dass ich da nicht alleine bin.

Deine Idee das Psychiatrie-Jahr zu machen, ist auch eine Option und vielleicht bleibe ich ja auch in der psychiatrie wie ich es von manchen kenne.
Vielleicht ist ein Wechsel zur Allgemeinmedizin eine bessere langfristige Entscheidung, um mehr Raum für meine eigene Gesundheit zu haben. Haltet ihr das für eine so schlechte Idee? Nachholen könnte man ja alles, bspw. die 12 Monate Innere Medizin. Neurologische Vorkenntnisse in der Praxis können ja auch durchaus hilfreich sein, was meint ihr?

Kat.
14.10.2024, 14:40
Spannend ist auch, nach welcher Weiterbildungsordnung du in die Allgemeinmedizin wechseln würdest.
In Sachsen könntest du dir z.B. 2 der 3 Jahre neuro anrechnen lassen. Bräuchtest dann nur noch 1 Jahr Innere und 2 Jahre Allgemeinmedizin

cubitaba
14.10.2024, 19:05
Wieso willst du denn nicht Psychiatrie machen? Von der Work-Life-Balance gleich oder besser als Allgemeinmedizin + die Möglichkeit einer Anstellung. In der Allgemeinmedizin wirst du früher oder später gezwungen sein eine Praxis zu eröffnen. Als Mitarbeiter gibt es keinen Kündigungsschutz etc. (Praxen gelten idR als Kleinunternehmen). In einer psychiatrischen Klinik wärst du rasch Oberarzt und entfristet. Arbeitszeit 40h vs 54h in der Allgemeinmedizin..

cubitaba
14.10.2024, 19:08
Allgemeinmedizin hat (zumindest international gesehen) mit die höchste Burnout-Rate überhaupt, Psychiatrie hingegen mit die niedrigste. Zudem bist du als Psychiater deutlich flexibler (z. B. Gesundheitssystem kollabiert -> machste psychiatrische Privatpraxis auf).

freestyler
14.10.2024, 21:11
Welcher Hausarzt arbeitet 54h die Woche? Vielleicht mit 2000 Scheinen, ansonsten läuft da irgendetwas nicht effektiv.

cubitaba
14.10.2024, 21:22
Durchschnittswerte Zi-Praxis-Panel.

nystagmus
14.10.2024, 21:51
Ich würde an deiner Stelle nicht unbedingt das Psychiatriejahr machen, bevor du die neurologische Weiterbildungsinhalte abgeschlossen hast. Du gewöhnst dich an die Psychiatrie und kommst schwer in die Neurologie zurück. Mache zuerst die AKUT-Neurologie+Intensiv zu Ende, die musst du ja ausgiebig gemacht haben. Danach darfst du diese Welt auch verlassen.

Weitere Diagnostik (EMG, NLG, EEG, NLP, Sono etc...) kannst du in der Neuroreha machen, wo es meistens angenehmer ist.

Ich habe nach dem 2.WBJ-Neuro in die Psychiatrie gewechselt und dort geblieben. Hätte ich nach dem 4.WBJ-Neuro gewechselt, wäre ich motivierter beide FÄ abzuschließen. Daher fände ich es sehr Schade, wenn du mit Neuro jetzt aufhören würdest. Als Doppel-FA hast du auch kleine Vorteile gegenüber Solo-FAs im ambulanten Bereich und kannst dich trotdem als Psychiater schwerpunktmäßig tätigen.

Theoretisch könntest du nach der Neuro-FA auch die Psychiatrie-Weiterbildung ambulant machen, wäre das was für dich?

Mein alter Chef meinte: gute Psychiater viel mehr von der Inneren Medizin verstehen als Internisten von der Psychiatrie. Da ist was dran.

Was deine Gesundheit betrifft, würde ich dein Ist-Zustand nicht in die Zukunft projizieren (Businesspläne für 3J+ sind in der Regel nicht sinnvoll). Du erweckst bei mir den Eindruck, dass du an einem Burnout nagst und nach einem Ausweg suchst. Was hältst du von einer Rehabehandlung für dich? du scheint mir als ein Kandidat, der davon profitieren würde, egal welche Entscheidung du für dich triffst.

ehem-user-19-05-2025-1430
15.10.2024, 07:20
Allgmeinmedizin ist ein tolles Fach, aber man muss wissen dass man im angestellten Dasein schon unterdurchschnittlich verdient. Als Selbständiger gilt das nicht mehr. Das Problem ist nur, dass der klassisch ausgeburnte Fachärztler, der dann auch Allgmeinmed nicht aus leidenschaft betreibt sondern als Kompromiss, nicht der ist, der sich voller Motivation und Tatendrang in die komplexe Selbständigkeit begibt. WIll nciht davon abraten aber ich glaube Allgmeinmed als Notnagel für jedne funktioniert nicht. Schau dir an ob du dafürbrennst und wenn nicht muss dir klar sein dass dieser low-level angestelllten Allgmeinmed-Weg finanziell ordentlich schlechter sein kann als als angestellter Facharzt.
Kann ja auch gut sein, wegen Facharzttarif ist noch niemand verhungert. Aber das hat dann nichts mit diesen Story zu tun a la ich arbeite 40h, liebe meinen beruf und verdiene wie ein chefarzt in meiner schnuggeligen lädnlciehn gemeinschaftspraxis.

Ratschlag: teste die Allgmeinmedizin erst aus und zwar in einer art und weise dass du falls es dir nciht taugt enstpannt zurück kannst... Wenn du es geil findest, go for it :)

Grüße

Peaceful_Hypogriff33
15.10.2024, 17:27
Vielen Dank erst einmal für alle eure Antworten und Tipps. Ich habe sie mir alle durchgelesen und zu Herzen genommen.
Ich bin aufgrund meiner derzeitigen depressiven Episode bis Jahresende krankgeschrieben und werde hoffentlich in einigen Wochen in einer psychosomatischen Tagesklinik unterkommen. Ambulant werde ich medikamentös und psychotherapeutisch maximal behandelt.
Ich war ohnehin schon bei uns in der hiesigen Früh-Reha Rotation eingeteilt, was entsprechend auch nur Frühdienste wären und neben den ein oder anderen SU oder RST Diensten mich aus dem Schichtsystem zumindest zeitweise rausnehmen - vielleicht ist es gar keine so schlechte Idee das erst einmal so zu machen. V.a. dadurch dass ich dieses mal kumulativ ca. 4,5 Monate ausfalle und letztes Jahr es ähnlich lange war, würde mir ja letzten Endes sowieso nur ca. 2 Jahre Weiterbildung angerechnet werden.

Dass ich in der Psychiatrie i.R. des Fremdjahres hängen bleibe habe ich auch nicht ausgeschlossen und habe ich bereits von ein paar Kollegen gehört, dass die das so gemacht haben und mit der Work-Life Balance sehr zufrieden waren.

Sealwolf
30.10.2024, 09:51
Falls das Thema noch relevant sein sollte: Ich habe einen ähnlichen (nicht ganz so krassen) Weg von der Neuro in die Allgemeinmedizin hinter mir. Ich hab in der Neuro auch gemerkt wie ich kollabiere, dort aber noch zeitig den Exit gefunden. Ich habe beide FÄ und bin momentan angestellt in einem allgemeinmed. MVZ. Einigen der von den Kollegen genannten Punkten würde ich widersprechen (zumindest in meinem kollegialen Umfeld), etwa was Gehalt im Vergleich und Arbeitszeiten angeht. Falls noch interessant, gerne antworten bzw. anschreiben. LG und alles Gute! S.

Peaceful_Hypogriff33
30.10.2024, 10:07
Falls das Thema noch relevant sein sollte: Ich habe einen ähnlichen (nicht ganz so krassen) Weg von der Neuro in die Allgemeinmedizin hinter mir. Ich hab in der Neuro auch gemerkt wie ich kollabiere, dort aber noch zeitig den Exit gefunden. Ich habe beide FÄ und bin momentan angestellt in einem allgemeinmed. MVZ. Einigen der von den Kollegen genannten Punkten würde ich widersprechen (zumindest in meinem kollegialen Umfeld), etwa was Gehalt im Vergleich und Arbeitszeiten angeht. Falls noch interessant, gerne antworten bzw. anschreiben. LG und alles Gute! S.

Liebe(r) Sealwolf,

Vielen Dank für deine Antwort, gerne würde ich auch nochmal deine Einschätzung zu dem Wechsel aus der Neurologie in die Allgemeinmedizin bekommen. Ich bin derzeit noch bis Ende des Jahres krankgeschrieben und werde dann zunächst mit dem Hamburger Modell wiedereinsteigen und möglicherweise meine Frühreha Rotation machen. Aber so ganz lässt mich der Gedanke nicht los, in die Allgemeinmedizin zu wechseln. Ich danke dir jedenfalls im Voraus und hoffe von dir zu hören.
Viele Grüße,
PeacefulHippogryph33

Trenn
30.10.2024, 19:24
Falls das Thema noch relevant sein sollte: Ich habe einen ähnlichen (nicht ganz so krassen) Weg von der Neuro in die Allgemeinmedizin hinter mir. Ich hab in der Neuro auch gemerkt wie ich kollabiere, dort aber noch zeitig den Exit gefunden. Ich habe beide FÄ und bin momentan angestellt in einem allgemeinmed. MVZ. Einigen der von den Kollegen genannten Punkten würde ich widersprechen (zumindest in meinem kollegialen Umfeld), etwa was Gehalt im Vergleich und Arbeitszeiten angeht. Falls noch interessant, gerne antworten bzw. anschreiben. LG und alles Gute! S.

Angestellt ist halt noch was anderes als selbstständig. Da fallen ca. 5-15h Organisation pro Woche weg, falls nicht wieder ne Prüfung vom Gesundheitsamt, Umbau oder erneute Personalsuche ansteht. Zudem kommt auch mehr Fortbildungsaufwand hinzu, weil man sich im Markt etablieren und durch besondere Kenntnisse sich von den Kollegen unterscheiden will. Das Ziel kann ja nicht sein, dauerhaft bei unter 100k rumzukrebsen bei zwei Fachärzten, eigentlich schade um die Mühen für die lange Ausbildung. Als angestellter, ambulanter Neurologe kann man viel mehr bei der Gehaltsverhandlung rausschlagen. Wenn man angestellt bleiben will, dann doch besser als Neurologe. Das Fach "neu" lernen muss man sowieso, wenn man ambulant arbeitet.

Sealwolf
30.10.2024, 20:18
Ich habe die klassiche FA Ausbildung absolviert, zuletzt an einer Uniklinik. Zwei Kids, Schicht- und Dienstsystem, Du kennst das. Vom Job zur Kita zum Bett und wieder zurück geradelt. An einem Punkt dachte ich ganz nüchtern: "Wahnsinn was der Körper aushält, ohne kaputt zu gehen". Nach dem FA keine attraktiven Angebote; auch wenn Neurologen begehrt sind, ist der Markt und die Fluktuation halt klein. Ich persönlich habe mich außerdem immer über Lernen motiviert; in der Neuro waren es zuletzt immer nur mehr Details vom Gleichen. Zum Thema Halsweh konnte ich nichts sagen. Irgendwann dann die Anzeige gesehen "Keine Näche, keine Wochenenden? Quereinstieg Allgemeinmedizin!". Freie Auswahl trotz Innenstadtlage, da Förderung. Explosion an Lebensqualität in der Praxis trotz vieler Pat. Egal wie viel es ist: Schliesst um 5 und am Wochenende hast Du frei, ich hab fast geheult vor Glück und wünschte ich hätte den Schritt früher getan. Das KH System drückt Deine narzisstischen Knöpfe und sagt Dir "Du gehörst zur Familie, außerdem denk an die Patienten!". Wenn Du dann verbrannt und krank bist, kotzt Dich das System aus und es kommt sofort der nächste. Nach der Ausbildung war ich in MVZ tätig. Immer Stellen mit 75%, sehr empfehlenswert. Logistische Arbeit minimal. Die Bezahlung ist, bei allen gesehenen Stellen (und ich hab Neuro und Allgemeinmedizin parallel gesucht) identisch gewesen. Immer ungefähr OA Tarif VKA. Zwei Sachen die ich nicht wusste und wo ich blauäugig war: 1. Man muss sich in der Niederlassung für ein Fachgebiet entscheiden. Eine Mixtur, wie etwa bei Psychiatrie und Neurologie, gibt es nicht. Ich darf noch nicht mal meinen Neuro FA auf dem Praxissschild führen. 2. Der Quereinstieg geht nur 2 Jahre. Falls man im Ausland arbeiten möchte, erkennen dass nicht alle Länder an (u.A. Schweiz). Falls Du weitere Fragen hast, bitte gerne. Würde mich über Gleichgesinnte sehr freuen; ich war damals in RLP auf lange Sicht der Einzige mit der Kombi und musste mir viele lange Gesichter anschauen (von mitleidig bis angepisst), warum ich denn das Fachgebiet wechsle. LG, S.