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Bonybitch
14.10.2024, 22:29
Moin Leute

Ich habe vor einem halben Jahr im stolzen Alter von 34 Jahren meine erste Weiterbildungsstelle in der Ortho/Unfallchirurgie angetreten und durchlebe jetzt die wahrscheinlich ganz normale Abkotz - und Verzweiflungsphase........ Hab mich für den Fachbereich entschieden weil ich durch meine Ausbildung in der Physiotherapie und zur Fitnesstrainerin (bisschen wilder Werdegang) eine Affinität zum Bewegungsapparat habe.
War zu Anfang auch recht happy damit aber seit ich mehr Stationsarbeit machen muss finde ich es einfach nur noch furchtbar.....liegt mir überhaupt nicht, diese Papierberge, das dauernde Chaos und erst diese bescheuerten Arztbriefe die wegen jeder Kleinigkeit korrigiert werden müssen und durch den Drucker gejagt werden. Dazu noch die dauernde Interaktion mit Pflege, Therapeuten usw, die dieses und dass wissen wollen und einen dauernd unterbrechen.....
Den OP sehe ich auch eher selten von innen, die PAs assistieren häufiger, wahrscheinlich weil routinierter und schneller. Finde es zwar ganz nett im OP aber dass ich total dafür brenne würde ich eher nicht sagen...
Dienste mach ich dagegen relativ gerne, klar können die auch mal abartig sein aber in einem durchschnittlichen Dienst erlebe ich keinen allzu großen Stress und bin so in meinem Flow dass die Zeit dann auch schnell vorbeigeht. Finde es einfach übersichtlicher und man ist wenigstens noch relativ viel am Patienten in der Notaufnahme. Administrativ auch viel übersichtlicher als so eine Station.
Mir fehlt außerdehm ein bisschen meine Tätigeit als Trainerin für Sportgruppen. Habe sowas immer gerne gemacht....
Habe keine großen Ambitionen im Job, muss nur mich und meinen Hintern durchfüttern, keine Schulden, keine Kredite.
Daher ist jetzt meine Frage, ist es möglich seine berufliche Tätigleit als Ärztin auf chirurgische Dienste zu beschränken und muss ich dafür die Facharztausbildung abschließen? Und geht sowas zwingend nur in einem Honorararzttmodell? Hat ja auch seine Nachteile.
Mein "Traum" wäre wieder mehr im Fitnessbereich tätig zu sein und im ärztlichen Bereich eben nur noch als "Feuerlöscher" in der Ambulanz unterwegs zu sein. Habe in der Vergangenheit auch in unterschiedlichen Praxen/Tätigkeiten gearbeitet und dass hat mir so immer gut gefallen.
Also falls jemand Lust hat auf dieses bisschen verzweifelte Geschreibsel zu antworten.....bitte, nur zu :-)

Matzexc1
15.10.2024, 06:48
Hi, nur Dienste zu machen ohne Facharzt und/mehrjährige Berufserfahrung halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wie wäre ein nicht operatives Fach oder/und dann die Zusatzqualifikation Sportmedizin?

Es gibt auch den Facharzt für physikalische und rehabilitative Medizin, mit dem.kenne ich mich nicht aus wäre aber vielleicht für dich eine Option

Nur Dienste geht auch als festangestellte, kenne eine Fachärztin Anaesthesie die macht 4 Dienste für die Sozialabgaben und sonst nur Ambulanzflüge und Notarztdienste

Teevee
15.10.2024, 08:26
Möglich wäre das theoretisch zwar schon, aber nur im Dienst ohne den „normalen“ Berufsalltag und Weiterbildung würdest du fachlich irgendwann auf der Stelle treten. Außerdem wäre es vermutlich auch nicht so einfach, eine Stelle als Dauerassistent nur für Dienste zu bekommen..

Auch ist man als „Dauerassi“ auf dem Arbeitsmarkt nicht so viel Wert wie jemand, der irgendwann seinen Facharzt abschließt. Das mag aktuell in Zeiten des Ärztemangels keine große Rolle spielen, aber wer weiß, wie sich die Arbeitsmarktverhältnisse in ferner Zukunft mal ändern.

Mit dem FA hat man nunmal was unwiderrufliches in der Hand, das den eigenen (Arbeitsmarkt)Wert deutlich steigert. Und einem auch mehr Möglichkeiten eröffnet. Sei es als sog. Honorararzt oder auch auf der Suche nach Anstellung nur für Teilzeit und Dienste. Schließlich wissen dann die Vorgesetzten, dass sie (zumindest rechtlich) den diensthabenden Facharzt nicht mehr so genau im Blick behalten müssen wie einen Assi.

Und früher oder später kotzen einen Vordergrunddienste an. Geht fast jedem so.. Mit fertigem FA hast du dann auch deutlich mehr Optionen. Und zu guter letzt: Als FA verdient man auch mehr. Du könntest dann weniger fürs gleiche Geld arbeiten und hättest mehr Zeit für Sportgruppen oder andere Side-Hustles, wenn du das möchtest. Und als zB Orthopäde mit Sportmedizin gibts im Fitnessbereich doch bestimmt auch Möglichkeiten. Und sei es nur, dass man sich als Fitnesstrainer aufs Schild schreiben kann, zusätzlich auch noch Orthopäde und Sportmediziner zu sein. Das steigert auch da bestimmt die Nachfrage und eröffnet damit mehr Verdienstmöglichkeiten.

In der ärztlichen Krankenhaus-Arbeitswelt entwickeln sich die Arbeitsbedingungen nur im Schneckentempo voran. Vieles ist da noch im Argen. Aber auf lange Sicht macht es durchaus Sinn, den FA fertig zu machen. Wobei das letztendlich du selbst wissen musst. Wenn du eine Klinik findest, die dich nur für Dienste anstellt und du das, spricht per se nichts dagegen.

Aber vielleicht gibt es ja im Umkreis noch andere Kliniken, die du dir mal anschauen könntest? Ein Wechsel der Arbeitsstätte kann da auch Verbesserungen mit sich bringen. Und ich weiß nicht, wie lange man in der Ortho in der Klinik sein muss, bevor man in eine Praxis kann, aber bestimmt nicht die vollen 5 Jahre WB Zeit

Jukka666
15.10.2024, 09:41
Moin Leute

Ich habe vor einem halben Jahr im stolzen Alter von 34 Jahren meine erste Weiterbildungsstelle in der Ortho/Unfallchirurgie angetreten und durchlebe jetzt die wahrscheinlich ganz normale Abkotz - und Verzweiflungsphase........

Mein "Traum" wäre wieder mehr im Fitnessbereich tätig zu sein und im ärztlichen Bereich eben nur noch als "Feuerlöscher" in der Ambulanz unterwegs zu sein. Habe in der Vergangenheit auch in unterschiedlichen Praxen/Tätigkeiten gearbeitet und dass hat mir so immer gut gefallen.
Also falls jemand Lust hat auf dieses bisschen verzweifelte Geschreibsel zu antworten.....bitte, nur zu :-)

Ich persönlich muss da auch den anderen recht geben:
- Ohne FA wirst du perspektivisch immer die schlechteren Karten haben. Sowohl in Puncto Gehalt, Respekt (irgendwann ist man der/die schräge alte Kolleg:in, der den FA nicht "geschafft" hat und um deren Meinung nie gefragt wird), Mitspracherecht oder auch ganz bieder in Versicherungs-/Haftungsfragen (man kann sich doch m.E. mit Ende Fuffzig nicht auf "ich bin noch in der Weiterbildung" berufen).
- Dienste werden ab einem gewissen Alter einfach scheisse. Irgendwann, wahrscheinlich du in ca. 6-12 Monaten, hast du in deiner Klinik alles gesehen. Und Schlaf wird immer schlechter.
- Man verliert den Anschluss, wenn man nur Dienste macht. Hat über Neuerungen, Entwicklungen oder Veränderungen keine Ahnung. Und muss sich dann auch damit abfinden, dass man der "Dienst-Depp" ist.
- Dienste haben relativ hohe Abgaben und man verdient weniger, man merkt es nur an der Masse der Stunden erstmal nicht.

Ich würde den FA machen, dann Teilzeit, idealerweise in einem VKA/ÖD-Haus, dann nimmt man Tarifsteigerungen über die Jahre automatisch mit.
Dadurch hat man trotzdem Freiräume für Nebenjobs und verliert nicht ganz den Anschluss.
Man hat gesicherten Urlaubsanspruch, kann Überstunden geltend machen.
Und dann immer noch sagen, man möchte mehr Dienste machen.
So mache ich es... :-)

Alternativ:
FA machen und in ein "ruhigeres" Fach ohne Notaufnahme gehen. Aber dann fehlt dir ja die Notaufnahme? Beispiel: Rehaklinik als Orthopäde.
Alternativ 2:
Praxis? Geregelte Arbeitszeiten, guter Verdienst, aber viel Durchfluss und weniger "Action".

Nilani
15.10.2024, 10:24
Nur Dienste wird nicht funktionieren und als Honorararzt als Weiterbildungsassi kommst du nicht weit, weil du eben jemanden mit Weiterbildungsermächtigung brauchst, um die Zeiten anrechnen zu lassen.

Ich werfe auch mal den FA für Rehabilitative Medizin in den Raum. Dafür brauchst du 1 Jahr Chirurgie, 1 Jahr Innere (oder Neurologie, was vielleicht auch gar nicht sooo schlecht ist) und dann 3 Jahre Rehamedizin. Die kannst du in verschiedenen Bereichen abarbeiten, Klinik (viel Ortho, ggf. auch Kardio oder Neurologie) oder Praxis. Niederlassungsmöglichkeiten sind gut, man kann sich auf bestimmte Dinge spezialisieren (hab eine zeitlang einfach mal paar Webseiten von Praxen angeschaut).
In Hessen gibt's z.B. nur 1 ambulante Weiterbildungsstelle, alle anderen (8 oder 9) sind stationär. Umgekehrt ist es in Berlin. Da gab es damals, als ich geschaut habe, nur ambulante Weiterbilder. Inzwischen gibt's auch Krankenhäuser, die interdisziplinär da viel machen, z.B. in der Uni München oder auch als kleinere Variante Klinik in Weimar mit direkter Reha-Abteilung. Die haben sogar auch eine Abteilung für Musiker-Medizin. Auf dem Kongress letzten Monat war einer, der hat sich als Sportmediziner spezialisiert und ist inzwischen Mannschaftsarzt beim RB Leipzig (wenn ich nicht irre, hab nix mit Fußball am Hut, er wurde aus Spanien zugeschaltet).

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gern melden.

DonatusvHB
15.10.2024, 10:25
Moin Leute

(...) Abkotz - und Verzweiflungsphase........ Hab mich für den Fachbereich entschieden weil ich durch meine Ausbildung in der Physiotherapie und zur Fitnesstrainerin (bisschen wilder Werdegang) eine Affinität zum Bewegungsapparat habe.

(...) Stationsarbeit machen muss finde ich es einfach nur noch furchtbar.....liegt mir überhaupt nicht, diese Papierberge, das dauernde Chaos und erst diese bescheuerten Arztbriefe die wegen jeder Kleinigkeit korrigiert werden müssen und durch den Drucker gejagt werden. Dazu noch die dauernde Interaktion mit Pflege, Therapeuten usw, die dieses und dass wissen wollen und einen dauernd unterbrechen. (...)
Finde es zwar ganz nett im OP aber dass ich total dafür brenne würde ich eher nicht sagen...

Kann das absolut nachvollziehen, Bürokratie und Wahnsinn finden in der Stationsarbeit ihren Höhepunkt und man sieht kein Licht am Ende des Tunnels, es macht einen aggressiv und unendlich müde.
Wenn der OP dich auch nicht übermäßig begeistert, bist du doch aber mit Physiotherapie-Hintergrund die menschgewordene Wunschvorstellung einer konservativen Orthopädin. Wenn du die geforderten OP-Zahlen erfüllt hast, kannst du die Weiterbildung sicherlich in einem ambulanten Setting oder einer Rehaklinik beenden. ich sehe auch immer mehr Praxen mit Sportorthopädie-Fokus, weiß aber nicht, wie gut man sich da etablieren kann.

Sonst mal 1-2 Tage in einer solchen Praxis oder Reha hospitieren, um wieder ein reales Fernziel vor Augen zu haben. Mit so einer Motivation lassen sich die (unvermeidlichen) Durststrecken der FA-Weiterbildung vielleicht etwas besser ertragen. Im Zweifel machst du deine WB irgendwann in Teilzeit und betreust nebenbei Sportgruppen, das wird für die Zusatzbezeichnung Sportmedizin sowieso gefordert.

hebdo
15.10.2024, 16:00
Wenn du kannst, ziehe ein Jahr durch. Wechsle mal die Klinik und gib dem Fach noch mal eine Chance. Nicht jeder Orthopäde brennt für OPs. Der konservative Bereich ist auch ganz groß.

Am Anfang bekommt man wirklich fast alle Arztbriefe zurück. Das ist normal. Merke dir die Fehler. Die Korrekturen sind oft wichtige fachliche Details (korrekte Diagnosen und Befunde). Manchmal aber auch natürlich unnötige ABM wie eine Aufsatzkorrektur aus der Schule.

Die Perspektive als Trainerin ist ja wirklich nicht zu vergleichen (Sicherheit, Rente, Vedienst...). Mach es als Hobby.

Bonybitch
18.10.2024, 21:20
so, jetzt habe ich endlich mal die Muße zu antworten :-) Vielen Dank für den Input und die Ideen!
Habe mir schon gedacht dass so ein reines "Dienstmodell" schwierig zu realisieren ist. Schade aber ich sehe ein dass es wahrscheinlich keine leichte Abkürzung für mich gibt um mich in irgendeiner Nische einzurichten und fröhlich weiter ohne große Ziele verfolgen zu müssen mein Ding machen kann.
Ich bin leider echt 0 ehrgeizig in Bezug auf die ärztliche Weiterbildung, klar möchte ich meine Arbeit am Patienten gut machen aber ob ich mich mal Fachärztin nennen darf oder nicht ist mir im Grunde ziemlich Banane. Dass und die Tatsache dass ich eigentlich auf die ärztliche Tätigkeit nicht angewiesen bin um meinen Lebensstandard zu halten macht es schwer in stressigeren Phasen weil man eben keine Antwort darauf hat warum man es sich eigentlich antut.
Den Vorschlag mit rehabilitative Medizin werde ich mal überdenken, hat mich bisher nicht so angesprochen und ich bin auch nicht von der Arbeit der Rehakliniken so besonders überzeugt (wenig individualisiertes Training, Massenabfertigung und Patienten betrachten es eher als Ferienlager oder so und damit ist es letztendlich Geldvernichtung) aber nochmal einen Einblick in die Neurologie zu bekommen und in die Innere finde ich eigentlich gut :-) Und wenn es ein bisschen "Reizthema" ist bekomme ich vielleicht nochmal den Drive mich auch mehr reinzuhängen und vielleicht auch etwas in meinem Sinne zu verändern (Ein frommer Wunsch im Gesundheitswesen aber ein bisschen Idealismus braucht es ja) Könnte mir gut vorstellen Patienten ambulant zu betreuen nach größeren Eingriffen, gibt ja immer mehr Leute die lieber ambulante Reha machen als in so einen riesen Rehastall zu gehen.
Problem wird sein eine Weiterbildungsstätte in Wohnortnähe zu finden, müsste ich erstmal gucken.

Nilani
19.10.2024, 07:48
Hm, deine Erfahrung zur Reha-Klinik ist ziemlich eingeengt. Ich arbeite in einer Rheuma-Klinik (Rheuma und Ortho als Schwerpunkt). Die meisten Pat. sind freiwillig hier und sehr motiviert, schwierig sind die "Eilt-Fälle", die zwangsweise geschickt werden, die haben in der Tat eher die Motivation ihre Rente zu bekommen. In der Reha hast du Zeit für die Pat. (Aufnahme bei uns 1h), man kann mal ein paar Sachen näher besprechen. Unsere Therapeuten und v.a. Ergotherapeuten sind super. Einige von uns Ärzten machen zusätzlich Sono, manuelle/Chiro, Akupunktur, Gesundheitswandern usw. Ja, die DRV gibt Programme vor, aber je nach Motivation der Pat. kann man da durchaus auch individualisieren (natürlich nicht bei jedem, ist aber auch bei vielen nicht nötig). Die AHB-Pat. in der Ortho sind auch für jeden Fortschritt dankbar (ist in der Neuro und Kardio bei einigen sicher ähnlich). Was möglich ist, ist aber auch von Klinik zu Klinik unterschiedlich (in meinem Ort gibt es ca. 15 davon, ich würde nicht in jeder davon arbeiten wollen).
Und wie gesagt, es gibt immer mehr Akutkliniken, wo die Rehamediziner mit einbezogen werden. Da ist das Klientel nochmal abwechslungsreicher, da es mehrere Fachrichtungen betrifft. Vielleicht wäre ansonsten tatsächlich ein Reha-Zentrum noch eine Idee. Arbeiten kannst du auch notfalls ohne Facharzt. Den Kollegen, den ich hier ersetzt hatte, ist in Rente gegangen, war 16 Jahre hier und hatte keinen FA. Macht sich halt aber irgendwie schöner, wenn man am Ende das ganze rund abschließt

xenopus laevis
19.10.2024, 10:13
Habe einen Freund der keinen Bock hat als Arzt tätig zu sein. Der arbeitet Teilzeit und studiert nebenbei. Alternativ suche dir eine "chillige" Facharztausbildung und mache sie ggf. in Teilzeit und gehe deine Hobbys in deiner Freizeit nach.

ProximaCentauri
19.10.2024, 11:38
Für Bewegungsapparat ist allenfalls Rheuma auch noch möglich (da auch sicher langfristig ambulant in einer Praxis völlig problemlos), und man kann sich auch etwas spezialisieren und z.B. Richtung Schmerzmedizin gehen. Bei uns im Haus gibt's eine kleine ambulante Rheuma-Reha, und auch diverse sonstigen ambulanten Rehas.

Bonybitch
19.10.2024, 19:32
auch eine interessante Idee, vielen Dank.
Lebe hier nur leider auf dem platten Land, die meisten Kliniken in meiner Umgebung sind klein und bieten nur die "Klassiker" an also Innere, Chirurgie (der eine Standort Trauma der andere allgemeine und Bauchchirurgie) ggf noch irgendwo eine Gynäkologie und Neuro und dass war es dann auch schon. Werde mich dann wohl etwas weiter weg vom jetzigen Wohnort umsehen müssen wenn ich es ernst meine. Aber wenn der Leidensdruck dann irgendwann groß genug ist wäre dass auch in Ordnung.

Bonybitch
19.10.2024, 19:48
ja, in der Tat ist meine Wahrnehmung da wahrscheinlich begrenzt, umso besser wenn du mir sagst dass es auch anders sein kann. Werde mich mal näher damit befassen und gucken welche Möglichkeiten sich mir damit bieten später im ambulanten Bereich tätig zu sein. Die meisten Rehakliniken sind weiter entfernt von meinem Wohnort (und ich eher nicht bereit dauerhaft umzuziehen) deshalb kommt sowas als Arbeitsplatz auf Dauer eher nicht infrage.
Danke dass du deinen Einblick hier teilst!

Lava
28.10.2024, 09:05
Bei uns im Haus gibt es eine Früh Reha Station. Da landen von uns all die Patienten, die noch nicht in die Reha können, aber auch nicht nachhause. Also meistens Patienten, die an beiden unteren Extremitäten Verletzungen haben oder zusätzlich an den Armen, so dass sie nicht laufen können. Die liegen dann recht lange da, brauchen aber konstante Betreuung, ob auch wirklich alles OK ist. Kommen doch immer wieder mal Komplikationen dazu, die man natürlich nicht übersehen darf. Das ist auch ein recht chilliger Job.