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anonymus02052025
14.11.2024, 12:24
Habe das MEX Buch und die Lernkarten dazu finde es aber schon recht oberflächlich, die Fälle kenne ich auch schon auswending. Wenn ich die Protokolle Lese habe ich das Gefühl, dass diese wie gesagt die deutlich tiefer gehen leider.

Wie "tief" würdet Ihr lernen, wenn es zB in Chirurgie keine Protokolle gibt? Für wie relevant haltet Ihr Zugangswege, konkrete OP-Techniken? Das zB ist eher spärlich in den Fallbüchern beschrieben

Was meinst du mit “deutlich tiefer” ? Amboss ist schon voll gestopft mit Informationen, MEX und klinische Fälle Bücher sind auch voll gestopft, was gibt da noch, dass man auch mit diesen Lernmaterialien als Nichtskönner gilt?
Gehr es um irgendwelche ultra spezielle Antikörper oder Onko Therapien? Die braucht man vllt. für die 1 aber was gibt es an wichtigem klinischem Wissen was in Amboss und Co gar nicht zu finden ist?

Nilani
14.11.2024, 12:56
Ich kann mich an meine genauen Fragen nach 11 Jahren nicht mehr erinnern, aber einer unserer Prüfer hat zum 1. Mal geprüft (Wahlfach Ortho) und der Chirurg zum 2. Mal. Dem Ortho-Chefarzt haben wir im Vorgespräch erstmal erklärt, wie die Prüfung so grob abläuft. Beide haben sich auf ihr Fachgebiet beschränkt, der Chirurg war Allgemeinchirurg, meinte, er würde eben keine Neurochirurgie oder Unfallsachen fragen, weil wir uns zu diesem Zeitpunkt dort vermutlich besser auskennen als er und er da nicht so viel Ahnung hat. Die wissen, dass man nicht allwissend ist, haltet euch an die Fallbücher zur Orientierung, das ist oft ausreichend. Ich hab für Chirurgie (dank dieser Vorgespräche) gar nichts mehr gemacht und alles in der Inneren mitgelesen (Gallenblase, Darmkrebs, Schilddrüse usw,). Da stand im Innere Buch auch immer was zu den operativen Sachen, was vollkommen ausgereicht hat, wobei ich mich aber auch für Chirurgie interessiert habe und dort angefangen hab. Der Orthopäde hat gesagt, er fragt das, was man so im Alltag in jeder Fachrichtung mal orthopädisch abbekommen könnte (war dann Knie, Hallux rigidus und was mit Rückenschmerzen). Da hatten wir aber echt Glück, denn einige, die es als zugelostes Fach und Prüfer von der Uni hatte, hatten es schwerer. Die haben teilweise nichts ausgeschlossen, inkl. Kinder-Orthopädie, Knochentumoren usw. Es hängt von den Prüfern ab, aber ich würde da einfach noch ein bisschen Fokus auf die Fachrichtung legen. Irgendwelche OP-Zugänge usw wurden bei uns definitiv nicht gefragt. Es war ein nettes angenehmes Gespräch unter Fast-Kollegen, Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder. Und wenn irgendwas in die Tiefe gefragt wird, ist es eigentlich wie beim Physikum ... da geht es oft um die Note 1 oder 2.