Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warnung, Gefahr durch (B)LAEK
Auch diese Geschichte von Anignu finde ich völlig irre!
Naja, in meinem Fall war es tatsächlich so dass mein Chef nicht mal Ultraschallgeräte hatte, die Duplexsonographien unter dem anderen Chef stattfanden (manchmal mit ihm, manchmal mit dessen Oberärzten) und ich dort mit meinen Patienten hin bin um die selbst unter dessen Aufsicht dort zu schallen usw. Es ist also sowohl tatsächlich so gewesen dass ich die Zahlen unter der Aufsicht / Weiterbildung des anderen Chefarztes gemacht hab als auch dass der eigene Chef nicht mal die entsprechende Ausstattung hatte. Wenn man ehrlich ist passt das schon, blöd war nur dass ich das erst nach der Anmeldung erfahren hab mit der erforderlichen Unterschrift des anderen Chefarztes, sonst hätte ich mir dessen Unterschrift gleich geholt dann wäre es überhaupt kein Problem gewesen.
Will sagen: sowohl formal als auch tatsächlich war die Forderung gerechtfertigt. Ich hätte es nur gern früher gewusst dann wärs einfacher gewesen.
Und die Masche, vorher keine gültige Aussage zu machen und einen hinterher reinzureiten, könnte man als hinterhältig bezeichnen.
Das Blöde ist, dass man darauf nicht wirklich hingewiesen wird. Bzw. die Nebenbestimmungen zwar irgendwo stehen aber nicht immer klar ist wie die zu verstehen sind und welche Konsequenzen das hat. Wir sind ja Ärzte und keine Juristen!
Die Krönung des ganzen Spektakels sind ja die Geschichten, wo dann ein ehemaliger WB bereits verstorben war und man halt dann Pech hatte, weil man die Unterschrift nicht mehr beibringen konnte.
Solche Geschichten hab ich auch immer wieder mal gehört, aber ich kenne niemanden den sowas betroffen hat. Insofern verbuch ich das primär als urban legend bis ich so jemanden mal kennen lerne :-)
Allerheiligen
20.10.2024, 20:03
@anignu: was ich mit "irre" meine, ist, dass wir da anscheinend - wer denkt denn sowas schon vorher - ständig zu allen WB-Stätten und Weiterbildern alles mögliche nachlesen sollen, NB checken und uns überlegen, ob wir da wohl bei diesem oder jenem unser Soll erfüllen können. Das kann ja wohl nicht sein: ich erwarte, dass das so aufbereitet ist, dass ich - wohlgemerkt als bereits approbierter Arzt - einfach, ganz einfach meine Weiterbildung machen kann und fertig. Das ist deren Bier und nicht meines! Ich kann nicht und das ist nicht meine Aufgabe, noch neben einer 60- oder 80-Stundenwoche her ständig irgendwelche juristischen Texte lesen und da noch auf Spitzfindigkeiten achten! Respekt, wie Du Dich da wohl reingefuchst hast und das schon sehr früh überrissen hattest, das kann's aber aus meiner Sicht nicht sein, ich will und kann das nicht, das kann ich im Studium machen, aber nicht im Arbeitsalltag, basta. Die sollen keinen so Aufriss machen, da kommt hinten kein einziger besserer Arzt raus, und darauf kommt's doch wohl an? Ich sehe schon, ich habe noch Glück gehabt, dass die nach 1 1/2 Jahren "nur" bemerkt haben, dass mir noch 9 Monate fehlen. Trotzdem finde ich das eine Frechheit sondergleichen: ich arbeite da mittlerweile wie ein Facharzt, führe ein breites Spektrum an Eingriffen und Therapien durch, bin mittlerweile daher "unersetzlich" und muss mir von denen sagen lassen. ich hätte die FA-Reife nicht! Das hat verdammt nochmal eine Prüfungskommission zu checken, aber bis dahin komme ich ja nicht durch!
Sorry für die "starken" Worte, aber ich bin stinksauer, dass deren Versäumnisse und die Probleme meines WB auf meinem Rücken ausgetragen werden!
Matzexc1
21.10.2024, 13:26
Ich hatte das Vergnügen das die eine Bezirksärztekammer den, von einer anderen Bezirksärztekammer zertifizierten, Notarztkurs nicht anerkennen wollte weil die Bescheinigung nicht ihren Wünschen entsprach.
Musste jetzt auch nochmal Unterschriften nachholen die laut aktueller Bezirksärztekammer in einem Zeugnis fehlten
Tut mir leid, dass dir das passiert ist. Meine Erfahrungen waren bisher leider auch eher mäßig bis schlecht.
Allerheiligen
21.10.2024, 19:00
Ich hatte das Vergnügen das die eine Bezirksärztekammer den, von einer anderen Bezirksärztekammer zertifizierten, Notarztkurs nicht anerkennen wollte weil die Bescheinigung nicht ihren Wünschen entsprach.
Musste jetzt auch nochmal Unterschriften nachholen die laut aktueller Bezirksärztekammer in einem Zeugnis fehlten
... ja, ich dachte mir das, dass es bei denen überall und an den immer gleichen Stellen nicht hinhaut. Dass dadurch auch großer gesellschaftlicher Schaden entsteht. möchte ich an meinem Bsp. mal verdeutlichen. Ich selbst habe auch alles für den NA-Schein in der Schublade. Unser NEF am KH auf dem Land steht die Hälfte der Zeit abgemeldet da, daher dachte ich, mach' ich den Schein, wenn ich eh alle Qualis dafür habe und helfe dann im NA-Dienst mit. Nach den Erfahrungen mit dem FA mache ich das nun nicht: ich kann es meiner Gesundheit nicht zumuten, nochmals einen Antrag bei dieser Kammer zu stellen. Ich mach' das ja nicht für mich, weil ich blaulichtgeil bin, sondern, weil ich dachte, ich habe ja Qualifikation und stelle das der Gesellschaft zur Verfügung. mache ich jetzt halt nicht, genausowenig ich irgendwelche Zusatzbezeichnungen oder ähnlcihes merh anstrebe. Das nennt man gesellchaftlichen Schaden und wenn ich noch die Kraft dazu aufbringe, werde ich das mal einem Redakteur von einer Zeitung o. ä. berichten, dass der mal was darüber schreibt. Aber ich denke, dass auch das an denen abperlt, wie an einer Lotusblüte, man sitzt im Elfenbeiturm und spielt abwechselnd Louis X!V oder Marie Antoinette ... Ich drück' Dir jedenfalls die Daumen, dass es jetzt wenigstens klappt.
Matzexc1
21.10.2024, 19:06
... ja, ich dachte mir das, dass es bei denen überall und an den immer gleichen Stellen nicht hinhaut. Dass dadurch auch großer gesellschaftlicher Schaden entsteht. möchte ich an meinem Bsp. mal verdeutlichen. Ich selbst habe auch alles für den NA-Schein in der Schublade. Unser NEF am KH auf dem Land steht die Hälfte der Zeit abgemeldet da, daher dachte ich, mach' ich den Schein, wenn ich eh alle Qualis dafür habe und helfe dann im NA-Dienst mit. Nach den Erfahrungen mit dem FA mache ich das nun nicht: ich kann es meiner Gesundheit nicht zumuten, nochmals einen Antrag bei dieser Kammer zu stellen. Ich mach' das ja nicht für mich, weil ich blaulichtgeil bin, sondern, weil ich dachte, ich habe ja Qualifikation und stelle das der Gesellschaft zur Verfügung. mache ich jetzt halt nicht, genausowenig ich irgendwelche Zusatzbezeichnungen oder ähnlcihes merh anstrebe. Das nennt man gesellchaftlichen Schaden und wenn ich noch die Kraft dazu aufbringe, werde ich das mal einem Redakteur von einer Zeitung o. ä. berichten, dass der mal was darüber schreibt. Aber ich denke, dass auch das an denen abperlt, wie an einer Lotusblüte, man sitzt im Elfenbeiturm und spielt abwechselnd Louis X!V oder Marie Antoinette ... Ich drück' Dir jedenfalls die Daumen, dass es jetzt wenigstens klappt.
Ich hab vergessen zu schreiben, dass sich das nach einem Gespräch meines damaligen Chefs mit der Kammer und dem Veranstalter geklärt hat, ich fahr seit Frühjahr 23 Notarzt.
Zum Davonlaufen war es trotzdem weil sowohl der Veranstalter des Kurses als auch die beiden Bezirksärztekammern das gründlich ausdiskutieren wollten, das hat mich 3 Monate Zeit gekostet und erst dann hab ich meinem Chef um Rat gebeten
Versuch es doch mit dem Antrag, mehr als nein schreien können sie nicht. Sind Intensivzeit und 2 Jahre Berufserfahrung ordentlich angerechnet worden?
Allerheiligen
21.10.2024, 19:15
Versuch es doch mit dem Antrag, mehr als nein schreien können sie nicht. Sind Intensivzeit und 2 Jahre Berufserfahrung ordentlich angerechnet worden?
Ich habe mittlerweile 6,5 Jahre Berufserfahrung, Intensivzeit inkusive, Antrag habe ich wie gesagt nicht gestellt. Selbst wenn Sie nur wieder eine Unterschrift oder ein Datum monieren würden - was auf jedenfall so sein wird, wie immer - würde ich es gleich sein lassen, daher versuch' ich es gar nicht. Ich bin nicht mehr der Jüngste (Zweitstudium) und bin müde.
Relaxometrie
21.10.2024, 20:43
Der Hyperbürokratismus ist derart maligne; ich habe vollstes Verständnis dafür, dass man irgendwann nicht mehr kämpft und seine Arbeitskraft eben nicht zur Verfügung stellt, wenn die Ärztekammer gegen einen arbeitet.
Ich werde mich nächstes Jahr für die Facharztprüfung Allgemeinmedizin anmelden, habe in diversen Krankenhäusern und in drei unterschiedlichen Bundesländern gearbeitet und bekomme aktuell für den Weiterbildungsabschnitt in der Praxis die Förderung. Meine Hoffnung ist, dass die Ärztekammer staatliche Gelder dahinschwimmen sieht, wenn sie mich nicht zur Prüfung zulassen. Mir ist es aufgrund des kranken Gesundheitssystems inzwischen aber sowas von egal, ob ich die Prüfung mache oder nicht und werde, sollte man mir maximale bürokratische Hürden in den Weg legen, auch relativ flott aufgeben.
Eine Stelle werde ich auch ohne den Facharzttitel finden. Lieber wäre es mir allerdings, wenn die Ärztekammer keinen Schluckauf bekommt und mich einfach zur Prüfung zulässt.
Bei mir hat die BLAEK meine Sonozahlen in der Praxis mit den abgerechneten Sonozahlen von vor 10 Jahren (!!) verglichen und nicht anerkannt, weil die Zahlen damals geringer waren wie das was ich angegeben habe. Meine Chefin musste dann alle im aktuellen Zeitraum durchgeführten Sonos auflisten (auch die geigelten..) und erst danach haben sie es mir anerkannt. Völlig irre. Hat mich insgesamt (gab natürlich auch Kleinigkeiten im Kliniklogbuch die nicht gepasst haben..) 3 Monate gekostet. Sollte man ihnen eigentlich in Rechnung stellen, was einem da an Lohn entgeht.
Shelby Ville
22.10.2024, 06:53
[QUOTE=Bonnerin;2285544]Ich kann seit dem Wechsel der Ressortleitung aus meinem Bekanntenkreis auch wenig positives für Nordrhein berichten.
Will auch nächstes Jahr die FA-Prüfung in Nordrhein machen, von daher würde mich natürlich brennend interessieren, was sich da abgespielt hat 🙃
Ich will lieber nichts hören, hab nämlich letzte Woche meine Unterlagen losgeschickt und lebe immer noch in der Hoffnung, dass ich das Jahr als Fachärztin beenden kann…
Feuerblick
22.10.2024, 08:56
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei mir (Hessen) fehlte damals eine Unterschrift und ein Datum war nicht korrekt. Natürlich hat man mir das nicht mitgeteilt, bevor der Zulassungsausschuss tagte sondern man hat es, wissend, dass das nicht korrekt ist, erst dem Zulassungsausschuss gegeben, der mich dann ablehnte und DANN hat man mir gesagt, was geändert werden muss. Hat mich über zwei Monate gekostet. Dabei waren es Kleinigkeiten, die man innerhalb von maximal 48 Stunden hätte ändern können. VOR Tagung des Zulassungsausschusses. Antwort auf meine Frage, warum man das nicht direkt hätte sagen können: Man könne ja nicht allen Ärzten hinterhertelefonieren. Die müssten sich bittedanke schon selbst kümmern sonst sei das halt deren Problem.
Danke für nix! Wofür genau zahlt man viel Geld für diesen Verein?
Matzexc1
22.10.2024, 13:29
Ich bin nach nächstem Mai dran und hab meine bisherigen Unterlagen bereits prüfen lassen und Versuche jetzt mit den neuen Unterschriften das die Unterlagen die Kontrolle bestehen.
Ich halte allen die Daumen
PaulaBoston
22.10.2024, 13:30
Ich könnte mich nur noch aufregen, es wird einem immer unterstellt man würde betrügen! Die BLÄK gibt doch extra Listen mit Weiterbildungsbefugnissen raus, dann muss ich halt deutlich dazu schreiben was Sache ist. Ich habe mich immer auf diese Liste verlassen, mal sehen was mich dann bei der Anmeldung erwartet, macht echt keinen Spaß und dann bezahlen wir das auch noch 🥵🥵🥵
In der Theorie gibt’s es bei mir nichts zu meckern. Ich war vom ersten bis zum letzten Tag in einer einzigen Klinik mit voller Weiterbildungsermächtigung angestellt, es gab keine Chefwechsel, keine Teilzeit, keine längeren Ausfälle… und es ist ein (natürlich etwas individualisiertes) Standardfacharztzeugnis, was vor mir schon viele andere Kollegen eingereicht haben. Aber bin jetzt trotzdem irgendwie paranoid, dass irgendwie eine Unterschrift fehlt oder ein Komma an der falschen Stelle sitzt…
Wär mir sogar fast egal, ob die Prüfung sich nochmal verschiebt aber ich hab schon ständig Stress mit der Uni wegen dem Promotionsstudium. Da brauch man jetzt nicht eine Behörde, die Sprechzeiten von zwölf bis Mittag hat und Mails per Brieftaube verschickt, mit der ich wegen Formalitäten streiten muss :-oopss
In der Theorie gibt’s es bei mir nichts zu meckern. Ich war vom ersten bis zum letzten Tag in einer einzigen Klinik mit voller Weiterbildungsermächtigung angestellt, es gab keine Chefwechsel, keine Teilzeit, keine längeren Ausfälle… und es ist ein (natürlich etwas individualisiertes) Standardfacharztzeugnis, was vor mir schon viele andere Kollegen eingereicht haben. Aber bin jetzt trotzdem irgendwie paranoid, dass irgendwie eine Unterschrift fehlt oder ein Komma an der falschen Stelle sitzt…
Wär mir sogar fast egal, ob die Prüfung sich nochmal verschiebt aber ich hab schon ständig Stress mit der Uni wegen dem Promotionsstudium. Da brauch man jetzt nicht eine Behörde, die Sprechzeiten von zwölf bis Mittag hat und Mails per Brieftaube verschickt, mit der ich wegen Formalitäten streiten muss :-oopss
Aus der Erfahrung von zwei Facharztprüfungen in Nordrhein kann ich sagen, dass die Prüfungsanmeldungen und die Prüfungen selber völlig unkompliziert gelaufen sind. Und für beide Fachärzten musste ich die Kliniken Rotationsbedingt wechseln und der Chefarzt hat auch einmal in der einen Klinik gewechselt. Solange die Zeugnisse samt Zeiten und Untersuchungen und das Logbuch richtig ausgefüllt sind, wird schon nichts schief gehen. Mach Dir also keinen Kopf!
Feuerblick
22.10.2024, 16:08
In der Theorie gibt’s es bei mir nichts zu meckern. Ich war vom ersten bis zum letzten Tag in einer einzigen Klinik mit voller Weiterbildungsermächtigung angestellt, es gab keine Chefwechsel, keine Teilzeit, keine längeren Ausfälle… und es ist ein (natürlich etwas individualisiertes) Standardfacharztzeugnis, was vor mir schon viele andere Kollegen eingereicht haben. Aber bin jetzt trotzdem irgendwie paranoid, dass irgendwie eine Unterschrift fehlt oder ein Komma an der falschen Stelle sitzt…
Wär mir sogar fast egal, ob die Prüfung sich nochmal verschiebt aber ich hab schon ständig Stress mit der Uni wegen dem Promotionsstudium. Da brauch man jetzt nicht eine Behörde, die Sprechzeiten von zwölf bis Mittag hat und Mails per Brieftaube verschickt, mit der ich wegen Formalitäten streiten muss :-oopss
Schau einfach die Unterlagen und Unterschriften nochmal durch. Das Zeugnis UNBEDINGT auf den ersten Tag NACH Ende deiner Weiterbildungszeit datieren.
Das Zeugnis ist definitiv nach Ende der Weiterbildungszeit datiert und alle Unterschriften auch weil ich erst nach Ende der Zeit überhaupt anfangen habe, mich drum zu kümmern ;-)
Feuerblick
22.10.2024, 17:33
Dann hast du zumindest die Fallstricke schon mal beiseite geschafft.
Antwort auf meine Frage, warum man das nicht direkt hätte sagen können: Man könne ja nicht allen Ärzten hinterhertelefonieren.
Und genau DAS hab ich ja positiv berichtet aus Bayern. Die haben mir hinterher telefoniert und ich konnte in dem Telefonat gleich klären was ich ganz genau brauche damit alles passt. Bei aller unterstellter Korinthenkackerei fand ich das echt nett und kostete mich wenig Zeit und Aufwand.
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