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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : PJ im akuten CED-Schub antreten oder nicht



Froschhusten
30.10.2024, 09:21
Hallo ihr Lieben,

bei mir wurde vor 2 Jahren Colitis ulcerosa diagnostiziert und seitdem bin ich noch nicht richtig in Remission. Aktuell läuft eine Behandlung mit einem Biologicum, welche aber gerne bis zu 8-10 Wochen benötigt, bis sie voll anschlägt und man Ergebnisse erwarten kann. Jetzt steht schon in wenigen Wochen das PJ an und ich bin sehr verunsichert, ob ich das PJ jetzt antreten soll oder doch besser im nächsten Turnus, Mai 2025. Ich weiß, dass ich aktuell in einem instabilen gesundheitlichen Zustand bin und dass sich dieser ziemlich schnell bei etwas Stress verschlechtern kann. Demgegenüber steht irgendwie der Eifer, jetzt endlich diese letzte Etappe des Studiums durchzuziehen, damit man fertig wird. Es ist gerade alles ein ziemliches gedankliches Hin und Her. Vielleicht gibt es ja hier Leute, die in einer ähnlichen Situation waren und ihre Gedanken und Ideen dazu teilen möchten.

Ich wäre euch sehr dankbar!

davo
31.10.2024, 05:54
Ich habe keine CED, aber möchte festhalten, dass "noch nicht richtig in Remission" schon was anderes ist als "im akuten Schub". Und dass ich nicht glaube, dass du M2-Vorbereitung weniger stressig als das PJ ist. Musst du letztlich selbst abschätzen.

Nilani
03.11.2024, 14:06
Ich sehe das ein bisschen wie Davo: akuter Schub und noch nicht richtig in Remission" klingt für mich nach Unterschied, zumindest soweit ich das aus der Rheumatologie kenne. Das würde ich von den Symptomen und dem Tertial abhängig machen. Wenn du mit Chirurgie anfängst und dich das stresst, weil so gar nicht dein Fach, muss man sehen. Und wann beginnt denn das PJ? Wenn in ca. 4 Wochen, dann sind es ja nur noch 4 Wochen, bis sich eine Wirkung einstellt (gerade bei den Biologika doch auch früher, zumindest im rheumatischen Bereich). Wäre ja auch möglich, dass man gar nicht in Remission kommt und mit einem gewissen Maß an Beschwerden zurecht kommen muss?! Prinzipiell kann man aber auch mit den Kollegen reden, ohne alles auszubreiten. Noch bist du ja Student/in, kannst also schon das Stresslevel aktuell mehr beeinflussen, als später.
Edit: wir mussten vorm PJ alle zum Betriebsarzt der Uni. Daher gibt's sowas bei euch sicher auch? Die können ja ggf. auch nochmal festhalten und bescheinigen, falls es am Arbeitsplatz irgendwas zu beachten gibt (belastungs-, essens- oder pausentechnisch z.B.)

Shirin621
05.11.2024, 23:25
Hallo Froschhusten,

Ich kann deine Bedenken gut nachvollziehen. Ich leide seit längerem an Morbus Crohn und trotz vieler Medikamente noch nie in Remission. Ebenfalls bin ich auch sehr oft im akutem Schub mit erhöhten klinischen Parameter und dem dazu passenden Beschwerdebild. Dementsprechend war mein Studium auch holprig.... aber jetzt nach dem M2(letztes Jahr) habe ich ähnliche Gedanken. Dennoch starte ich im November. Warum? Weil ich auch gelernt habe das auch eine Remission kein Garant für eine durchgehende stabile Phase ist. Auch während des PJ könnte dich theoretisch aus der Remission heraus ein Schub erwischen. Daher würde ich sagen wenn es geht nicht schieben sondern anfangen. Wie meine Vorredner schon gesagt haben man kann zur Not ja mit den zukünftigen Kollegen reden. Und im absoluten Worst Case könntest rein theoretisch, dass PJ immernoch abbrechen und es wieder aufnehmen wenn es dir passt.

Wünsche dir viel Erfolg!
Du packst das!

LG,
Shirin






Hallo ihr Lieben,

bei mir wurde vor 2 Jahren Colitis ulcerosa diagnostiziert und seitdem bin ich noch nicht richtig in Remission. Aktuell läuft eine Behandlung mit einem Biologicum, welche aber gerne bis zu 8-10 Wochen benötigt, bis sie voll anschlägt und man Ergebnisse erwarten kann. Jetzt steht schon in wenigen Wochen das PJ an und ich bin sehr verunsichert, ob ich das PJ jetzt antreten soll oder doch besser im nächsten Turnus, Mai 2025. Ich weiß, dass ich aktuell in einem instabilen gesundheitlichen Zustand bin und dass sich dieser ziemlich schnell bei etwas Stress verschlechtern kann. Demgegenüber steht irgendwie der Eifer, jetzt endlich diese letzte Etappe des Studiums durchzuziehen, damit man fertig wird. Es ist gerade alles ein ziemliches gedankliches Hin und Her. Vielleicht gibt es ja hier Leute, die in einer ähnlichen Situation waren und ihre Gedanken und Ideen dazu teilen möchten.

Ich wäre euch sehr dankbar!