Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vertrag pausieren statt zu kündigen
origamifalter
02.11.2024, 09:05
Ist es möglich, seinen befristeten Arbeitsvertrag (Vollzeit) zu pausieren (anstelle zu kündigen) um woanders in Vollzeit mal ein Jahr zu arbeiten und dann zurückzukehren? Ist das bürokratisch (Finanzamt, Rente, Krankenversicherung etc) leicht abwickelbar und einem Chefarzt/einer Personalabteilung vermittelbar?
Hat jemand Erfahrungen mit soetwas?
Moorhühnchen
02.11.2024, 10:38
Habe bei meinem Stammarbeitgeber im Jahr 2020 den Vertrag für 12 Monate ruhen lassen und in einer anderen Klinik gearbeitet - allerdings zur Erlangung einer Zusatzbezeichnung, also mit Grund.
Ich habe meinen Plan vor der Coronapandemie (Januar 2020) bei der Personalabteilung vorgeschlagen und als es dann bei uns (Anästhesie mit hauptsächlich elektiven OPs) zum Runterfahren der OP-Kapazitäten kam, hatte ich innerhalb von Tagen die Vereinbarung zum Unterschreiben (März 2020). Kann also "Glück" gewesen sein, weil sie so die Möglichkeit sahen, ein Gehalt einzusparen bei unklarer Entwicklung der OP-Kapazitäten, aber generell geht sowas!
Die Personaltante war entzückt von der Idee, als sie hörte, dass die Fremdklinik mein Gehalt bezahlt - im Gegensatz zu Pflegekräften, die eine Fachweiterbildung machen, da zahlt wohl der Stammarbeitgeber.
Finanzamt, Versorgungswerk und Krankenversicherung sind kein Problem, ist wie bei jedem normalen Stellenwechsel. Es kann nur sein, dass Deine letzten Dienste der alten Klinik dann für ein bis zwei Monate auf Steuerklasse 6 ausgezahlt werden. Beim Zurückwechseln ebenso.
origamifalter
02.11.2024, 11:06
Das hört sich sehr gut an.
Finanzamt, Versorgungswerk und Krankenversicherung sind kein Problem, ist wie bei jedem normalen Stellenwechsel. Es kann nur sein, dass Deine letzten Dienste der alten Klinik dann für ein bis zwei Monate auf Steuerklasse 6 ausgezahlt werden. Beim Zurückwechseln ebenso.
War das bei dir so?
Kann man das verhindern?
Weil man hat ja zu keinem Zeitpunkt de facto mehrere Jobs, sondern bekommt nur eine Leistung aus Vormonaten verspätet ausbezahlt (Dienste). Oder muss man das dann bei der Steuererklärung regeln?
Moorhühnchen
02.11.2024, 12:54
Meiner Meinung nach läuft das über die Steuererklärung.
Dass sie Dir die Dienste vorzeitig mit der letzten Abrechnung vor dem Wechsel auszahlen, kann sein. Hab ich aber erst einmal erlebt, war eher Zufall! Da hatte ich dann einen fetten Batzen als Monatsgehalt, weiß aber gar nicht, wie das zustande kam. :-))
Kann man das verhindern?
Weil man hat ja zu keinem Zeitpunkt de facto mehrere Jobs, sondern bekommt nur eine Leistung aus Vormonaten verspätet ausbezahlt (Dienste). Oder muss man das dann bei der Steuererklärung regeln?
Kann man das verhindern: schwierig.
Ja, du hast nicht de facto mehrere Jobs, aber du hast de facto zwei Einkommen in einem Monat von zwei verschiedenen Arbeitgebern und darum geht es. In der Steuererklärung mittelt sich das wieder raus.
Ich hatte so ein Problem mal mit der Elternzeit. In der Elternzeit wurden mir Dienste ausgezahlt und diese Dienst-Auszahlung wurde mir dann auf das Elterngeld angerechtet, sprich abgezogen. Da hat man auch gar keine Chance zu argumentieren. Es geht ausschließlich drum zu welchem Zeitpunkt man ein Einkommen bezieht.
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