uj68oken
12.11.2024, 11:15
Hey,
ich bin seit Sommer fertig mit dem Humanmedizinstudium und hinterfrage gerade meinen Karriereplan. Derzeit studiere ich Zahnmedizin mit dem Ziel MKG.
Zu mir: Bei meiner Fachwahl sind mir weniger die Spezialisierung an sich, sondern eher die Sekundärfaktoren wichtig. Ich weiß, dass ich eher früh, als spät ambulant/niedergelassen arbeiten möchte und ich möchte gerne zumindest teilweise handwerklich arbeiten. Ich habe kein Interesse an einer Klinikkarriere, lege allerdings großen Wert auf eine fachlich gute Ausbildung, weshalb ich auch bereit wäre, für einige Jahre universitär zu arbeiten. Ich mache gerne kleinere Operationen, gerne auch plastisch/ästhetischer Natur (lokale Lappen usw.), weswegen ich ursprünglich MKG/HNO ins Auge gefasst habe aufgrund der Hauttumorchirurgie im Gesichtsbereich. An der MKG reizt mich neben erwähnten OPs vor allem auch die Sonderrolle als Überweiserpraxis ohne diesen Dienstleistungscharakter (im Sinne von langen Öffnungszeiten, ewige Sprechstunden usw). Ich möchte gerne meine definierte Aufgabe erledigen und den Patienten dann guten Gewissens entlassen können. Allerdings zweifle ich, ob sich denn der Mehraufwand des Zahnmedizinstudiums inkl Verzögerung der Karriereplanung hierfür lohnt. An den ewig langen MKG Tumor-OPs inkl Fernlappen, die ja gerne mal bis in die Nacht dauern, habe ich eher wenig Interesse. Für Dysgnathie kann ich mich dagegen begeistern.
In letzter Zeit hatte ich als Alternative HNO ins Auge gefasst: gute Niederlassungsmöglichkeiten (wobei derzeit finanziell eher mau im Vergleich zu anderen Fächer, wobei sich die Vergütung innerhalb der nächsten 30 Jahre sicher ändern wird), breites Spektrum, Möglichkeit der operativen Versorgung, Nachteil: häufig nervige Konsultationen? (Cerumen, Schwindel, Hörgeräteverordnung?)
Ich weiß, die Allgemeinmedizin hat mit diesen beiden Fächern eher wenig zu tun. Allerdings reizt mich mittlerweile die Vorstellung, schon frühzeitig auf eigenen Beinen stehen zu können sehr. Fachlich wird man sich selbst sein Profil finden müssen, finde ich aber sehr spannend.
Gibt es denn Kollegen mit Erfahrungen aus den genannten Fächern im niedergelassenen Bereich, die etwas über ihren Alltag und ihre Zufriedenheit erzählen können?
Sonderfrage: Wäre es denn karrieretechnisch ein Problem, das Zahnmedizinstudium nach einem Jahr zu beenden, um doch etwas anderes zu machen? Reagieren Chefs auf eine 1-2jährige "Pause" von Studiumsende bis Berufsstart sehr negativ?
Ich freue mich auf eure Einblicke!
VIele Grüße
ich bin seit Sommer fertig mit dem Humanmedizinstudium und hinterfrage gerade meinen Karriereplan. Derzeit studiere ich Zahnmedizin mit dem Ziel MKG.
Zu mir: Bei meiner Fachwahl sind mir weniger die Spezialisierung an sich, sondern eher die Sekundärfaktoren wichtig. Ich weiß, dass ich eher früh, als spät ambulant/niedergelassen arbeiten möchte und ich möchte gerne zumindest teilweise handwerklich arbeiten. Ich habe kein Interesse an einer Klinikkarriere, lege allerdings großen Wert auf eine fachlich gute Ausbildung, weshalb ich auch bereit wäre, für einige Jahre universitär zu arbeiten. Ich mache gerne kleinere Operationen, gerne auch plastisch/ästhetischer Natur (lokale Lappen usw.), weswegen ich ursprünglich MKG/HNO ins Auge gefasst habe aufgrund der Hauttumorchirurgie im Gesichtsbereich. An der MKG reizt mich neben erwähnten OPs vor allem auch die Sonderrolle als Überweiserpraxis ohne diesen Dienstleistungscharakter (im Sinne von langen Öffnungszeiten, ewige Sprechstunden usw). Ich möchte gerne meine definierte Aufgabe erledigen und den Patienten dann guten Gewissens entlassen können. Allerdings zweifle ich, ob sich denn der Mehraufwand des Zahnmedizinstudiums inkl Verzögerung der Karriereplanung hierfür lohnt. An den ewig langen MKG Tumor-OPs inkl Fernlappen, die ja gerne mal bis in die Nacht dauern, habe ich eher wenig Interesse. Für Dysgnathie kann ich mich dagegen begeistern.
In letzter Zeit hatte ich als Alternative HNO ins Auge gefasst: gute Niederlassungsmöglichkeiten (wobei derzeit finanziell eher mau im Vergleich zu anderen Fächer, wobei sich die Vergütung innerhalb der nächsten 30 Jahre sicher ändern wird), breites Spektrum, Möglichkeit der operativen Versorgung, Nachteil: häufig nervige Konsultationen? (Cerumen, Schwindel, Hörgeräteverordnung?)
Ich weiß, die Allgemeinmedizin hat mit diesen beiden Fächern eher wenig zu tun. Allerdings reizt mich mittlerweile die Vorstellung, schon frühzeitig auf eigenen Beinen stehen zu können sehr. Fachlich wird man sich selbst sein Profil finden müssen, finde ich aber sehr spannend.
Gibt es denn Kollegen mit Erfahrungen aus den genannten Fächern im niedergelassenen Bereich, die etwas über ihren Alltag und ihre Zufriedenheit erzählen können?
Sonderfrage: Wäre es denn karrieretechnisch ein Problem, das Zahnmedizinstudium nach einem Jahr zu beenden, um doch etwas anderes zu machen? Reagieren Chefs auf eine 1-2jährige "Pause" von Studiumsende bis Berufsstart sehr negativ?
Ich freue mich auf eure Einblicke!
VIele Grüße