Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag1 A32/B16 Substratkonzentration nach Michaelis-Menten
Kann mir einer erklären wie man auf 0,6 (A) kommt?
Warum ist 1,0 (C) falsch?
Es ist ein bisschen verwirrend, aber ich versuche es mal so verständlich wie möglich zu beschreiben:
Zunächst muss man beachten, dass das obere Diagramm die Reaktionsgeschwindigkeit gegen die Substratkonzentration zeigt, das untere die Produktkonzentration gegen die Zeit.
Aus dem oberen Diagramm kann man jetzt ablesen, dass bei einer Substratkonzentration von 1,0 mmol/L ungefähr 0,75 mmol(L*min) umgesetzt werden (also sozusagen 0,75 mM / min). Aus der Angabe geht zudem hervor, dass aus 1 mol Substrat auch 1 mol Produkt hervorgeht; daraus kann man ableiten, dass aus 1 mmol Substrat auch 1 mmol Produkt hervorgehen wird.
Im unteren Diagramm sieht man allerdings, dass in einer Minute nur 0,5 mM Produkt entstanden sind; bei einer Substratkonzentration von 1,0 mM hätten aber ja nach einer Minute wie oben beschrieben schon 0,75 mM entstehen müssen; somit kann man C-E schonmal ausschließen.
Trotz ableseunfreundlicher Skalierung des oberen Diagramms (jede Einheit auf der x-Achse sind ca. 5,5 mm...) lässt sich dann auch ganz gut erkennen, dass man bei einer Substratkonzentration von 0,6 mM deutlich näher an einer Reaktionsgeschwindigkeit von 0,5 mM / min ist, die ja das untere Diagramm vorgibt.
Ich hoffe ich konnte weiterhelfen ^^'
Ich sage hier ist 2 richtig, weil zu Beginn so ziemlich Vmax erreicht ist und die erste 0,2 Minuten mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von 1 umgesetzt wird. Das kann keine Substratkonzentration unter 2 erreichen.
Zu der Erklärung über mir möchte ich noch ergänzen, dass die Substratkonzentration ja mit der Zeit abnimmt. Sie ist daher nicht konstant. Deshalb muss man nach jedem Zeitintervall theoretisch eine Neue Konzentration annehmen. Das mag kompliziert klingen, aber es reicht meiner Meinung nach die Umsatzgeschwindigkeit zu Beginn zu bestimmen. Und wie gesagt sie ist in den ersten 0,2 Minuten bei 1, weshalb keine Anfangskonzentration unter 2 möglich ist.
Ich sage hier ist 2 richtig, weil zu Beginn so ziemlich Vmax erreicht ist und die erste 0,2 Minuten mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von 1 umgesetzt wird. Das kann keine Substratkonzentration unter 2 erreichen.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, woher du diese Information nimmst; aus dem oberen Diagramm lässt sich höchstens näherungsweise annehmen, dass Vmax ungefähr um 1,4 mmol/L*min liegt; damit wäre dann 1/2 Vmax ungefähr 0,7 mmol/L*min ist, woraus sich dann wieder schätzungsweise ablesen liese, dass Km so roundabout 0,8 mmol/L ist.
Wenn man sich jetzt noch den Spaß macht und diese Informationen für die verschiedenen als Antwortmöglichkeiten gegebenen Substratkonzentrationen in die Michaeles-Menten-Gleichung einsetzt, kommt man zu folgenden Schlüssen was V0 angeht:
für 0,6: ca. 0,6 mmol/L*min
für 0,8: ca. 0,7 mmol/L*min
für 1,0: ca. 0,77 mmol/L*min
für 1,4: ca. 0,9 mmol/L*min
für 2,0: ca. 1 mmol/L*min
Das stimmt ziemlich gut mit den besser ablesbaren Werten des oberen Diagramms (insbesondere V0 bei einer Substratkonzentration von 2 mmol/L) überein.
Dadurch, dass sich aus dem unteren Diagramm ablesen lässt, dass in einer Minute 0,5 mmol/L Produkt entstehen, haut eine Anfangsgeschwindigkeit von 0,6 mmol/L*min auch (oder eben gerade) unter dem Aspekt, dass Substrat verbraucht wird am ehesten hin - ist ja sowieso alles näherungsweise.
tl;dr: wir sind weit weg von Vmax und eher so in der Gegend der halbmaximalen Geschwindigkeit, ergo: 0,6 mmol/L Substratkonzentration.
P.S.: hast du eventuell die absolute Maximalgeschwindigkeit mir der Angabe der Anfangsgeschwindigkeit in %Vmax verwechselt? Nur, weil die Reaktionsgeschwindigkeit in den ersten 0,2 Minuten tatsächlich ca. 1 mmol/L*min ist, ist das ja nicht das gleiche wie 1*Vmax (also nicht 100% Vmax)
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, woher du diese Information nimmst; aus dem oberen Diagramm lässt sich höchstens näherungsweise annehmen, dass Vmax ungefähr um 1,4 mmol/L*min liegt; damit wäre dann 1/2 Vmax ungefähr 0,7 mmol/L*min ist, woraus sich dann wieder schätzungsweise ablesen liese, dass Km so roundabout 0,8 mmol/L ist.
Wenn man sich jetzt noch den Spaß macht und diese Informationen für die verschiedenen als Antwortmöglichkeiten gegebenen Substratkonzentrationen in die Michaeles-Menten-Gleichung einsetzt, kommt man zu folgenden Schlüssen was V0 angeht:
für 0,6: ca. 0,6 mmol/L*min
für 0,8: ca. 0,7 mmol/L*min
für 1,0: ca. 0,77 mmol/L*min
für 1,4: ca. 0,9 mmol/L*min
für 2,0: ca. 1 mmol/L*min
Das stimmt ziemlich gut mit den besser ablesbaren Werten des oberen Diagramms (insbesondere V0 bei einer Substratkonzentration von 2 mmol/L) überein.
Dadurch, dass sich aus dem unteren Diagramm ablesen lässt, dass in einer Minute 0,5 mmol/L Produkt entstehen, haut eine Anfangsgeschwindigkeit von 0,6 mmol/L*min auch (oder eben gerade) unter dem Aspekt, dass Substrat verbraucht wird am ehesten hin - ist ja sowieso alles näherungsweise.
tl;dr: wir sind weit weg von Vmax und eher so in der Gegend der halbmaximalen Geschwindigkeit, ergo: 0,6 mmol/L Substratkonzentration.
P.S.: hast du eventuell die absolute Maximalgeschwindigkeit mir der Angabe der Anfangsgeschwindigkeit in %Vmax verwechselt? Nur, weil die Reaktionsgeschwindigkeit in den ersten 0,2 Minuten tatsächlich ca. 1 mmol/L*min ist, ist das ja nicht das gleiche wie 1*Vmax (also nicht 100% Vmax)
ah sorry ich habe mich da wohl etwas falsch ausgedrückt.mit so ziemlich Max war ich sehr ungenau. damit meinte ich, dass der größte Anstieg schon vorbei ist und die Steigerung derReaktionsgeschwindigkeit ab 2mmol/l allmählich abnimmt. ist aber auch ziemlich egal ob es Max ist oder nicht . Entscheidend ist meiner Meinung nach dass zu Beginn der Umsetzung die Reaktionsgeschwindigkeit für 12 Sekunden Lang bei 1 mmol/L*Min ist. Keine andere Substratkonzentration erreicht diese Geschwindigkeit so wie ich das verstanden habe. Du kannst mich gerne korrigieren wenn das falsch ist.
Von der Seite her kann ich deine Argumentation irgendwie auch nachvollziehen...
Warten wir mal ab, was das IMPP dazu sagt :-keks
Ich sage hier ist 2 richtig, weil zu Beginn so ziemlich Vmax erreicht ist und die erste 0,2 Minuten mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von 1 umgesetzt wird. Das kann keine Substratkonzentration unter 2 erreichen.
Sehe ich ganz genauso. Michaelis-Menten bezieht sich immer auf v_0 also die Geschwindigkeit ganz zu Beginn bevor die Reaktion von der Rückreaktion verlangsamt wird.
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