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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F25 Tag 1 A65/ B36 - Therapie Urothelkarzinom



Unregistriert
08.04.2025, 15:32
Das adäquate weitere Vorgehen, das im beschriebenen Fall als Therapieoption mit dem Patienten besprochen werden sollte lautet am ehesten:
A) Blasenteilresektion im Bereich des ca. 5cm messenden pT1-Tumors
B) erneute Nachresektion in 10-12 Wochen
C) radikale Zystoprostatektomie mit regionaler Lymphadenektomie
D) 4-wöchentliche zystoskopische Kontrollen
E) alleinige Radiotherapie von Harnblase und Lymphabflusswegen

Zu A: eine Blasenteilresektion kann theoretisch bei einem unilokulären pT1 Tumor durchgeführt werden, jedoch ist in der Beschreibung des Falles das Vorhandensein eines Carcinoma in situ in der 1. TUR-Blase beschrieben. Dies ist ein Ausschluss für eine Blasenteilresektion nach Aussage der deutschen S3 Leitlinie Harnblasenkarzinom in der aktuellen Fassung.

zu B: Die Kombination eines pT1 G3 Urothelkarzinoms mit ca. 5cm und mit Nachweis von Carcinom in situ zählt im Rahmen der EAU Guidelines von 2024 zu high risk Gruppe mit Empfehlung einer radikalen Zystoprostatektomie mit regionaler Lamphadenektomie



Oder sehe ich das Falsch?

Unregistriert
08.04.2025, 15:53
Zitat aus der S3 Leitlinie Harnblasenkarzinom, Seite 136/400:


Ein Hochrisiko-NMIBC mit einer entsprechenden Indikation zur Erwägung einer
Frühzystektomie besteht bei [2, 184, 200, 377, 423, 435, 451, 452, 457, 474, 475, 481,
484, 485]
• multifokalen und/oder > 3 cm messenden pT1 high grade/G3 NMIBC im TURPräparat
• pT1 high grade/G3 NMIBC im TUR- Präparat mit begleitendem CIS


--> Somit sollte die Zystektomie definitiv nicht falsch sein

Unregistriert
08.04.2025, 16:47
Na ja es steht Zystoprostaktektomie mit Lymphknoten und das glaube ich müsste man erst bei muskelinvasiven CA machen und nicht unbedingt bei lokal begrenzte T1 Karzinome.

aileenchen
08.04.2025, 17:04
Amboss: Patienten mit einem pT1-G3-Tumor stellen eine besondere Risikogruppe dar. Bei diesen Patienten ist zwar eine lokale Tumorkontrolle prinzipiell möglich, sollte es aber zu einem Rezidiv des pT1 G3 innerhalb von 3–6 Monaten kommen, ist eine radikale Zystektomie indiziert. --> C richtig

Unregistriert
08.04.2025, 17:38
Ich sehe auch C als richtig. In bestimmten Situation ist eine Frühzystektomie sinnvoller. Die einzige Alternative die es nach aktueller Leitlinie gäbe (und das auch nur auf Grund des Alters des Patienten) ist eine BCG Instillationstherapie. Aber das gibt es noch nicht mal als Lösungsvorschlag.

Unregistriert
08.04.2025, 18:34
Also ich verstehe das bei Amboss so, dass eigentlich keine Blasenteilresektion erfolgt bei Urothelkarzinom. (Auch aus Erfahrung aus der Uro). Somit müsste die Frage doch eigentlich raus genommen werden, wenn alles nicht so richtig zutrifft oder ?

doro2000
08.04.2025, 19:01
Also ich verstehe das bei Amboss so, dass eigentlich keine Blasenteilresektion erfolgt bei Urothelkarzinom. (Auch aus Erfahrung aus der Uro). Somit müsste die Frage doch eigentlich raus genommen werden, wenn alles nicht so richtig zutrifft oder ?

Aber dann passt C doch? Oder was spricht da dagegen?

Unregistriert
08.04.2025, 19:55
Blasenteilresektionen können bei einzelnen kleinen Tumoren erfolgen. Aber nur wenn kein cis vorkommt