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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 1 - A76 | B93 - Ausschluss Mesenterialischämie



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Unregistriert
08.04.2025, 16:28
Diagnostisch sind ja sowohl Laktat als auch D-Dimer möglich, kann hier jemand mit Sicherheit sagen was es sein müsste? Sonst wäre die Frage evtl. anfechtbar?

Unregistriert
08.04.2025, 16:37
Meiner Meinung nach ist Laktat hier die einzig richtige Antwort. Es geht ja in der Frage um die Ischämie an sich.
Als Mechanismus für eine Ischämie wäre hier zB auch ein abdominelles Kompartmentsyndrom oder ein Ileus denkbar. Dort wäre das Laktat erhöht aber D-Dimere nicht zwingend.

Unregistriert
08.04.2025, 16:44
Meiner Meinung nach ist Laktat hier die einzig richtige Antwort. Es geht ja in der Frage um die Ischämie an sich.
Als Mechanismus für eine Ischämie wäre hier zB auch ein abdominelles Kompartmentsyndrom oder ein Ileus denkbar. Dort wäre das Laktat erhöht aber D-Dimere nicht zwingend.

Aber kann ein Normwertiges Laktat wirklich eine Mesenteriale Ischämie ausschließen? Dachte das macht man primär mit den D-Dimeren?

Unregistriert
08.04.2025, 16:45
laut amboss kapitel mesenterialischämie ist eindeutig D dimere richtig. ist am sensitivsten und frühsten positiv.
Ischämieparamter wie laktat sind explizit nicht zum ausschluss geeignet

Unregistriert
08.04.2025, 16:49
Du kannst aber ja auch eine Minderdurchblutung zB wegen eines zu geringen HZV haben? Da haben die D-Dimere ja dann nichts mit zutun würde ich sagen

Jeriko92
08.04.2025, 17:00
Diese Antwort ist definitiv anfechtbar, weil keines dieser Parameter eine Mesenterialischämie ausschließen kann und ein hohes Laktat i.d.R ein spätzeichen ist wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist! Definitiv anfechtbar

Unregistriert
08.04.2025, 17:04
Da stimme ich dem Kommentar über laktat zu. Steht tatsächlich im arztmodus bei Amboss. Auch steht da ich zitiere: in einigen Quellen wird von lactatbestimmung angeraten !!

Unregistriert
08.04.2025, 17:09
Es wurde ja explizit nach der Ischämie gefragt. Die kann man nur mit Laktaterhöhung verbinden.

Slutman
08.04.2025, 17:14
Kann nicht durch die 2 Tage vorausgegangene Katheterisierung eine Fettembolie ausgelöst worden sein?

Unregistriert
08.04.2025, 17:27
Du kannst aber ja auch eine Minderdurchblutung zB wegen eines zu geringen HZV haben? Da haben die D-Dimere ja dann nichts mit zutun würde ich sagen

Das passt aber nicht zum vorliegenden Fall. D-Dimere haben einen sehr hohen negativ prädiktiken wert..

doro2000
08.04.2025, 17:32
Ausschließen kann man's doch eigentlich nur mit unauffälliger CT-Angiografie, oder? Demnach keine Antwort richtig -> anfechtbar?

Unregistriert
08.04.2025, 18:03
laut amboss kapitel mesenterialischämie ist eindeutig D dimere richtig. ist am sensitivsten und frühsten positiv.
Ischämieparamter wie laktat sind explizit nicht zum ausschluss geeignet

Als Ischämie Parameter sind bei Amboss lediglich CK und LDH aufgeführt (Kapitel Mesenterialischämie). D Dimere werden zur Gerinnungsdiagnostik rangezogen. Meiner Meinung nach ist Laktat richtig. D Dimere sind außerdem recht zu unspezifisch und per se keine Ischämie Parameter nach denen in der Aufgabe gefragt wurde

lt. deutschen Ärzteblatt sind jedoch sowohl Laktat als auch D Dimer unspezifisch

https://www.aerzteblatt.de/archiv/akute-mesenteriale-ischaemie-ein-vaskulaerer-notfall-3be2badc-ef95-436c-ac0b-26e56b8cfe08

Unregistriert
08.04.2025, 19:17
„ Wie ein Reflex wird bei einem erhöhten Laktat zuerst unsinnigerweise fast immer an die Mesenterialisch-ämie gedacht. Diese ist aber nur eine sehr seltene Ursache einer Laktazidose. Häufig bestehen bei einer Laktazidose durch die Pseudoperitonitis auch noch Bauchschmerzen, so dass leider im klinischen Alltag viel zu häufig völlig unnötige CT-Abdomen-Untersuchungen mit CT-Angiographien durchgeführt werden. Ist bei einer Mesenterialischämie das Laktat bereits erhöht, ist es meistens ohnehin schon zu spät: Der Darm ist i.d.R. bereits nekrotisch, so dass der Bauch häufig nur vom Chirurgen kurz auf-und anschließend gleich wieder zugemacht wird und der Patient verstirbt (in statu moriendi). Das einzige also, an das man bei einem erhöhten Laktat eigentlich überhaupt nicht mehr denken muss, weil es ohnehin nehin schon zu spät ist, ist (überspitzt formuliert) die Mesenterialischämie“

Quelle: Herold internistische intensivmedizin

Laktat kann nicht als Surrogatmarker einer mesenterialischämie genommen werden!

Das ist eine definitiv anfechtbare Frage und sollte angefochten werden

Fadi145
08.04.2025, 21:36
Laut die Leitlinien, Seite 28 sind D-Dime eindeutig richtig

https://leitlinien.dgk.org/files/23_2017_pocket_leitlinien_pad.pdf

Unregistriert
09.04.2025, 16:49
laut amboss kapitel mesenterialischämie ist eindeutig D dimere richtig. ist am sensitivsten und frühsten positiv.
Ischämieparamter wie laktat sind explizit nicht zum ausschluss geeignet

Wo soll das denn genau bei Amboss stehen? Bei den Laboruntersuchungen steht, dass man sowohl die D Dimere als auch das Laktat abnimmt. Laktat ist deutlich spezifischer bei Ischämien und ich finde auch nirgendwo den Satz, dass Laktat nicht zum Auschluss geeignet ist.

Unregistriert
09.04.2025, 17:01
Wo soll das denn genau bei Amboss stehen? Bei den Laboruntersuchungen steht, dass man sowohl die D Dimere als auch das Laktat abnimmt. Laktat ist deutlich spezifischer bei Ischämien und ich finde auch nirgendwo den Satz, dass Laktat nicht zum Auschluss geeignet ist.

In den Leitlinien steht nichts zu Laktat. Zum AUSSCHLUSS wird die Bestimmung der D-Dimere empfohlen. Es ist in diesem Fall nicht anders als bei einer TVT

https://leitlinien.dgk.org/files/23_2017_pocket_leitlinien_pad.pdf

wiese2016
11.04.2025, 20:42
Meines Erachtens ist die richtige Antwort Laktat, da zur Routine bei Aufnahme eine BGA gemacht wird. Und wenn dort der Wert pathologisch ist, kann man seine Verdachtsdiagnose schon mal erhärten, d-Dimmer gehören nicht zur Routine.

doro2000
12.04.2025, 00:27
Meines Erachtens ist die richtige Antwort Laktat, da zur Routine bei Aufnahme eine BGA gemacht wird. Und wenn dort der Wert pathologisch ist, kann man seine Verdachtsdiagnose schon mal erhärten, d-Dimmer gehören nicht zur Routine.

Es wurde aber nicht danach gefragt, mit welchem Laborparameter man die Verdachtsdiagnose erhärten kann, sondern mit welchem man sie ausschließen kann

bs23
12.04.2025, 09:48
Bei Thieme steht der sensitivste Parameter für eine Mesenterialischämie ist das Laktat. Dabei steht auch das sich zusätzlich häufig D-Dimere finden, aber wohl nicht immer.

pregabalino
13.04.2025, 11:52
Macht es denn Sinn, diese Frage mal anzufechten? Ich bin allerdings nicht ganz sicher, mit welcher Begründung / welchen Arguementen.
Lt. dem Kommentar vom 09.04.2025 16:01 müssten gemäß der Leitlinie ja eindeutig D-Dimere richtig sein. Und die Leitlinie sollte doch das sein, was für diese Prüfung zählt oder nicht?

Wie ist das eigentlich, wenn wir alle (angenommen) davon überzeugt wären, aufgr. der Leitlinienangabe müssten die D-Dimere stimmen, deshalb reicht es keiner ein (weil die Sache klar scheint), dann wird in 3-4 Wochen aber eine völlig andere Antwort als richtig gewertet, die für uns völlig unnachvollziehbar scheint? Dann gibt's keine Möglichkeit mehr sich zu wehren, oder?
Ich kann einfach bei so vielen Fragen absolut nicht einschätzen, was lt. IMPP richtig sein sollte, weil (zum. mir) oft mehrere Antworten sinnvoll erscheinen - je nachdem wo man nachschaut und wie man es dreht und wendet. Aber man kann ja schlecht für jede (strittige) Frage auf Verdacht einen Prüfungskommentar einreichen mit "aufgrund Quelle XY bin ich überzeugt, nur ... kann richtig sein".