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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 1 - A85 / B102 - Wahrscheinlichkeit



Unregistriert
08.04.2025, 22:08
nach meiner Rechtung und der Formel bei Amboss lautet die Antwort 5%

Unregistriert
09.04.2025, 12:14
Leider falsch, definitiv 33%

siehe offiziellem Rechner

https://www.msdmanuals.com/de/profi/multimedia/clinical-calculator/positiver-pr%C3%A4diktiver-wert-eines-tests

Unregistriert
09.04.2025, 16:30
nach meiner Rechtung und der Formel bei Amboss lautet die Antwort 5%

Sicher, dass du in die Formel die richtigen Zahlen eingesetzt hast?

Also du hast 1 von 100 Erkrankten. Diese eine Person wird bei einer Sensitivität von 99% ein positives Ergebnis bekommen. Dann hast du 99 Gesunde. Zum leichteren Rechnen kannst du 100 annehmen. Davon bekommen bei Spezifität von 98% 2 ein positives Ergebnis. Also insgesamt haben wir 3 positive Ergebnisse, 1 richtiges und 2 falsche -> 1:3=33%

Coxex
14.04.2025, 16:54
Ich habe mir da nochmal Gedanken gemacht und habe das Gefühl, dass die IMPP da eine Falle gestellt hat. Die Frage formuliert:

"Wie wahrscheinlich ist es, dass er tatsächlich krank ist?“

Das bedeutet also eigentlich, dass man nicht den PPV aus der Formel, sondern die bedingte Wahrscheinlichkeit (a-posteriori) berechnen soll, die wiederum direkt von der Prävalenz abhängt, die ist aber mit 1% sehr niedrig. Bei einer Prävalenz von 1 % ist der der PPV trotz hohem Testwert bei 33,3% einfach zu hoch. Bei einer Prävalenz von nur 1% dominieren am Ende die Falsch-Positiven, da sind 33% und auch 20% einfach zu hoch, 5% passt am ehesten. 33% sind zwar korrekt gerechnet, aber bei dieser sehr allgemeinen Formulierung der Frage unrealistisch.

Was meint ihr?

Adios
14.04.2025, 20:45
Ich habe mir da nochmal Gedanken gemacht und habe das Gefühl, dass die IMPP da eine Falle gestellt hat. Die Frage formuliert:

"Wie wahrscheinlich ist es, dass er tatsächlich krank ist?“

Das bedeutet also eigentlich, dass man nicht den PPV aus der Formel, sondern die bedingte Wahrscheinlichkeit (a-posteriori) berechnen soll, die wiederum direkt von der Prävalenz abhängt, die ist aber mit 1% sehr niedrig. Bei einer Prävalenz von 1 % ist der der PPV trotz hohem Testwert bei 33,3% einfach zu hoch. Bei einer Prävalenz von nur 1% dominieren am Ende die Falsch-Positiven, da sind 33% und auch 20% einfach zu hoch, 5% passt am ehesten. 33% sind zwar korrekt gerechnet, aber bei dieser sehr allgemeinen Formulierung der Frage unrealistisch.

Was meint ihr?

Die Formulierung wurde in vergangenen Fragen bereits oft als Frage für den PPW verwendet. Dieser ist definiert als „Er gibt an, wie viele Personen, bei denen eine bestimmte Krankheit mittels eines Testverfahrens festgestellt wurde, auch tatsächlich krank sind“ (Quelle ist hier „nur“ DocCheck aber dem ist in diesem Fall recht bedenkenlos zu trauen).

Ich finde konkreter richtig kann 33% gar nicht sein. Verstehe deine Bedenken aber voll, es ist total schwierig zu evaluieren wann das IMPP um die Ecke denken möchte und wann es einfach einfach ist.

Adios
14.04.2025, 20:50
Die Formulierung wurde in vergangenen Fragen bereits oft als Frage für den PPW verwendet. Dieser ist definiert als „Er gibt an, wie viele Personen, bei denen eine bestimmte Krankheit mittels eines Testverfahrens festgestellt wurde, auch tatsächlich krank sind“ (Quelle ist hier „nur“ DocCheck aber dem ist in diesem Fall recht bedenkenlos zu trauen).

Ich finde konkreter richtig kann 33% gar nicht sein. Verstehe deine Bedenken aber voll, es ist total schwierig zu evaluieren wann das IMPP um die Ecke denken möchte und wann es einfach einfach ist.

(Mit vorletztem Satz meine ich, dass 33% ziemlich deutlich richtig ist)

Coxex
14.04.2025, 21:54
Die Formulierung wurde in vergangenen Fragen bereits oft als Frage für den PPW verwendet. Dieser ist definiert als „Er gibt an, wie viele Personen, bei denen eine bestimmte Krankheit mittels eines Testverfahrens festgestellt wurde, auch tatsächlich krank sind“ (Quelle ist hier „nur“ DocCheck aber dem ist in diesem Fall recht bedenkenlos zu trauen).

Ich finde konkreter richtig kann 33% gar nicht sein. Verstehe deine Bedenken aber voll, es ist total schwierig zu evaluieren wann das IMPP um die Ecke denken möchte und wann es einfach einfach ist.

Genau diese Abweichung der Definition von DocCheck (die natürlich komplett richtig ist) hat meine Bedenken geweckt, weil sie auf den zweiten Blick nicht per se das gleiche wie die Wahrscheinlichkeit krank zu sein ist, nach der ja eigentlich gefragt wird. 33,3% sind am sinnvollsten, weil man ja eigentlich davon ausgehen sollte, dass man als Student die Formel kennt und diese ausrechnen kann. Laut einem Kollegen gab es tatsächlich nämlich schonmal eine Frage, bei der das über 80% so gekreuzt hatten und die IMPP dann aber nicht darauf hinauswollte. Wenn es aber so ist, dass damit auch oftmals einfach der PPV gemeint war, ändert das natürlich die ganze Situation und man kann sich der 33,3% sicherer sein, hat mich beruhigt, dass das auch in der Vergangenheit schonmal so war.

Am Ende hängt es vom IMPP ab, es geht mir letztendlich nur darum, dass man sich bei der Frage dann doch irgendwie nicht zu 100% sicher sein kann:/