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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F25 - Tag3 - A46/B18 - Anästhesie-bezogene Maßnahmen



eitelfritz_hz
10.04.2025, 15:55
Antwort D ist hier als richtig markiert. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, dass es nicht A ist, denn alle Elemente von A sind auch in D enthalten. Also gibt es entweder mind. 2 richtige Lösungen oder D muss falsch sein. Bitte um Erklärung falls jemand meinen Denkfehler findet. LG

eitelfritz_hz
10.04.2025, 15:57
Sorry ich meine natürlich Tag 3

Unregistriert
10.04.2025, 16:10
Naja, aber Antwort D ist halt am vollständigsten und somit die "Bestantwort" nach der ja bekanntermaßen gefragt.

Unregistriert
10.04.2025, 16:38
Kann man bei der Gerinnungskonstellation denn eine Epiduralanästzesie durchführen? Oder geht man einfach davon aus, dass dieses Problem bis zur OP behoben wurde?

pregabalino
10.04.2025, 19:07
Kann man bei der Gerinnungskonstellation denn eine Epiduralanästzesie durchführen? Oder geht man einfach davon aus, dass dieses Problem bis zur OP behoben wurde?

Das ist ein wichtiger Punkt, den du ansprichst. Bei der aktuellen INR wär es wahrscheinlich kontrainidziert.

Annamko
10.04.2025, 22:38
Hätte auch gesagt, dass der hohe INR KI ist. Denke deswegen A ist die einzig richtige Lösung.

Rialena97
10.04.2025, 23:37
Mein Gedankengang dazu (korrigiert mich bitte, wenn ich irgendwo komplett falsch liege):
in der Frage ist ausdrücklich von Anästhesie-bezogenen Maßnahmen die Rede. In jedem einzelnen Haus, von dem ich gehört habe, ist eine Blasenkatheter-Anlage Maßgabe und Aufgabe des Operateurs/ der OP-Pflege, damit fallen für mich Antwort D und E schon mal raus. Antwort C ist wegen der EK-Gabe kritisch, da ich bei dem Ausgangs-Hb keine direkte Indikation sehe und keine weiteren Angaben gemacht wurden.
Bleiben noch Antwort A und B und damit die Frage, ob Epiduralanästhesie ja oder nein. Ich finde es erst einmal schwierig, einzuschätzen, wie groß der Eingriff sein wird und ob man da überhaupt darüber nachdenken muss, ob ein PDK indiziert ist oder nicht. Gehen wir mal davon aus, er wäre es, weil die Patientin davon profitieren würde. Die AWMF-Leitlinie gibt keine absolute Kontraindikation zu PDKs bei Vitamin-K-Antagonisten, solange man sie absetzt (was wir ja im Rahmen des Bridgings sowieso machen würden) und eine gewisse INR erreicht ist, immer im Hinblick auf die Abwägung des Risikos. Es klingt nicht so, als müsste es eine Notfall-OP sein, sondern eher semi-elektiv, deshalb könnte man denke ich je nach Risiko-Nutzen-Abwägung eine Epiduralanästhesie in Erwägung ziehen. Finde es hier eine schwierige Einzelfallentscheidung, für die der Fall nicht genug Informationen bereithält. Ich habe mich in der Prüfung bspw. dann für B entschieden, sehe aber auch A ein...
https://register.awmf.org/assets/guidelines/001-005l_S1_Rueckenmarksnahe-Regionalanaesthesien-Thrombembolieprophylaxe-antithrombotische-Medikation_2021-10_1.pdf

Heerestorte
11.04.2025, 08:08
Mein Gedankengang dazu (korrigiert mich bitte, wenn ich irgendwo komplett falsch liege):
in der Frage ist ausdrücklich von Anästhesie-bezogenen Maßnahmen die Rede. In jedem einzelnen Haus, von dem ich gehört habe, ist eine Blasenkatheter-Anlage Maßgabe und Aufgabe des Operateurs/ der OP-Pflege, damit fallen für mich Antwort D und E schon mal raus. Antwort C ist wegen der EK-Gabe kritisch, da ich bei dem Ausgangs-Hb keine direkte Indikation sehe und keine weiteren Angaben gemacht wurden.
Bleiben noch Antwort A und B und damit die Frage, ob Epiduralanästhesie ja oder nein. Ich finde es erst einmal schwierig, einzuschätzen, wie groß der Eingriff sein wird und ob man da überhaupt darüber nachdenken muss, ob ein PDK indiziert ist oder nicht. Gehen wir mal davon aus, er wäre es, weil die Patientin davon profitieren würde. Die AWMF-Leitlinie gibt keine absolute Kontraindikation zu PDKs bei Vitamin-K-Antagonisten, solange man sie absetzt (was wir ja im Rahmen des Bridgings sowieso machen würden) und eine gewisse INR erreicht ist, immer im Hinblick auf die Abwägung des Risikos. Es klingt nicht so, als müsste es eine Notfall-OP sein, sondern eher semi-elektiv, deshalb könnte man denke ich je nach Risiko-Nutzen-Abwägung eine Epiduralanästhesie in Erwägung ziehen. Finde es hier eine schwierige Einzelfallentscheidung, für die der Fall nicht genug Informationen bereithält. Ich habe mich in der Prüfung bspw. dann für B entschieden, sehe aber auch A ein...
https://register.awmf.org/assets/guidelines/001-005l_S1_Rueckenmarksnahe-Regionalanaesthesien-Thrombembolieprophylaxe-antithrombotische-Medikation_2021-10_1.pdf

Nie und nimmer legt die OP Pflege oder der/die OperateurIn einen DK, außer die Anästhesiepflege bekommt es nicht hin oder es ist evtl ein urologischer Eingriff mit Besonderheiten.

Rialena97
11.04.2025, 08:23
Nie und nimmer legt die OP Pflege oder der/die OperateurIn einen DK, außer die Anästhesiepflege bekommt es nicht hin oder es ist evtl ein urologischer Eingriff mit Besonderheiten.

Lustig, in den Unikliniken in Heidelberg und Mannheim, ebenso in allen kleineren Häusern in der Umgebung, legt definitiv IMMER die OP-Pflege/ das OP-Team die DKs. So gesehen in zwei Famulaturen in der Anästhesie und bestätigt durch mehrere Freunde, die entweder selbst operieren oder in der Anästhesie arbeiten. Sonst hätte ich es ja nicht so bestimmt ausgeschlossen. Ich hab aber auch bisher keine offiziellen Infos über Zuständigkeiten diesbezüglich gefunden, falls da jemand was zu findet...

Heerestorte
11.04.2025, 09:16
Naja, offiziell findet sich da vermutlich nichts. Ich bin auch selbst am Operieren und habe noch nie einen DK gelegt ;-)

Wie sich daraus aber auf jeden Fall schließen lässt, ist, dass es kein entweder oder gibt. Also ist dein kategorisches Ausschließen nicht ganz zutreffend :D

Rialena97
11.04.2025, 09:16
Ich hab jetzt nochmal versucht zu recherchieren und den Konsens gefunden, dass es darauf ankommt, wer den Blasenkatheter will. Normalerweise würde der Operateur die Indikation stellen und die OP-Pflege dann auch den DK legen, wenn die Anästhesie bilanzieren möchte und deswegen einen BK möchte, würde es die Anästhesie machen. Hier hängt es mMn wieder daran, dass wir nicht wissen, wie groß und lang die OP geplant ist und wer die Indikation für den BK stellen würde.. unabhängig von der Epiduralanästhesie

pregabalino
11.04.2025, 10:10
Also letztlich scheint die Frage mit den viel zu wenigen Informationen nicht beantwortbar. Ob EKs indiziert sind, können wir nicht sagen, weil kein Hb etc. gegeben sind. Ob DK oder PDA indiziert sind können wir nicht aussagen, weil wir keine genauen Kenntnisse zur Dringlichkeit und größe der OP haben. Allerdings würde ich bei dem vorliegenden Krankheitsbild davon ausgehen, dass der Pat. durchaus von einer PDA profitieren könnte (wobei ich natürlich kein Anästhesist bin). Ob eine PDA im Umkehrschluss KI ist, können wir nicht sagen, weil wir nicht den aktuellsten INR kennen; was auch sehr stark davon abhängt, ob man sich in der ersten Teilaufgabe dafür entschieden hat PPSB als Cumarin-Antidot zu geben (was in meinen Augen bei der INR through the roof und einer nachgewiesenen Blutung bzw. vermuteten vorliegenden Blutungsquelle absolut indiziert sehe).