Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F25 Tag 3 - A42/B14 - erste Maßnahmen
Unregistriert
10.04.2025, 16:10
Die intravenöse Analgesie ist hier als Erstmaßnahme auf keinen Fall richtig. MMn ist entweder das Zuführen von Wärme oder das Legen einer Magensonde die richtige Lösung:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/rupturiertes-abdominales-aortenaneurysma-ace9eaa5-0ec1-4040-8f49-87d974058898
Unregistriert
10.04.2025, 16:27
Der von Dir zitierte Artikel erklärt doch, dass das Prinzip der permissiven Hypotonie beim rupturierten BAA etabliert ist. MMn trägt eine adäquate Analgesie dazu bei, den Blutdruck bei diesem Patienten zu kontrollieren. Eine Magensonde hingegen wäre ja eher mit Stress verbunden, den ich in diesem Kontext vermeiden würde.
Aber wie kommst Du denn auf Wärme?
pregabalino
10.04.2025, 19:04
Der von Dir zitierte Artikel erklärt doch, dass das Prinzip der permissiven Hypotonie beim rupturierten BAA etabliert ist. MMn trägt eine adäquate Analgesie dazu bei, den Blutdruck bei diesem Patienten zu kontrollieren. Eine Magensonde hingegen wäre ja eher mit Stress verbunden, den ich in diesem Kontext vermeiden würde.
Aber wie kommst Du denn auf Wärme?
Schließe mich auch dem hier an. Bis auf die Analgesie macht alles recht wenig Sinn. Muss ehrlicherweise sagen, dass ich nicht ganz safe bin, was die ganzen Sturkturen im Bild waren, aber hätte gesagt ein Bauchaortenaneurysma sowie Hämatome um dieses herum als auch im Bereich der re. Niere. demnach wäre Analgesie (wie bereits angesprochen der RR-Senkung beitragend) a. e. indiziert. Für die Magensonde seh ich auch keinerlei Indikation. Und Wärme könnte ich mir auch nicht erklären.
NihilBaxter
11.04.2025, 06:15
Magensonde vor RSI?
Das hätte ich auch gedacht. Die i.v. Analgesie ist unmittelbar vor der Narkose vielleicht gar nicht so entscheidend und auch die Narkose kann den Blutdruck senken.
Schlaeppy
11.04.2025, 06:32
Schließe mich auch dem hier an. Bis auf die Analgesie macht alles recht wenig Sinn. Muss ehrlicherweise sagen, dass ich nicht ganz safe bin, was die ganzen Sturkturen im Bild waren, aber hätte gesagt ein Bauchaortenaneurysma sowie Hämatome um dieses herum als auch im Bereich der re. Niere. demnach wäre Analgesie (wie bereits angesprochen der RR-Senkung beitragend) a. e. indiziert. Für die Magensonde seh ich auch keinerlei Indikation. Und Wärme könnte ich mir auch nicht erklären.
Eine normale Körpertemperatur ist exorbitant wichtig für viele Sachen, inbesondere eine funktionerende Gerinnung und ist eigentlich in der Notfallmedizin immer eine der ersten Maßnahme vor vielen anderen Sachen. Bekommt nicht umsonst jeder Patient in ner Narkose nen Barehugger angebastelt.
pregabalino
11.04.2025, 10:24
Magensonde vor RSI?
Da dachte ich auch dran, aber das wäre in meinen Augen sicherlich nicht die ERSTE Maßnahme in diesem Setting. Aber alles halt auch diskutierbar.
Laut Kapitel "Rupturiertes Bauchaortenaneurysma - AMBOSS SOP" sollte das Legen einer Magensonde vermieden werden, um Husten oder Pressen (Valsalva-Manöver) zu vermeiden. Die erste Maßnahme ist definitiv die intravenöse analgetische Therapie.
Kampf-Muffin
15.04.2025, 13:43
Ich kenne die genaue Fragestellung ja nicht...Magensonde ist Quatsch beim BAA, aber ich würde sagen, für Wärmeerhalt als erste Maßnahme ließe sich auf jeden Fall argumentieren. Geht schnell, ist sehr wichtig für die Gerinnung und sollte in der Notfallmedizin auf keinen Fall vergessen werden.
pregabalino
16.04.2025, 08:38
Ich kenne die genaue Fragestellung ja nicht...Magensonde ist Quatsch beim BAA, aber ich würde sagen, für Wärmeerhalt als erste Maßnahme ließe sich auf jeden Fall argumentieren. Geht schnell, ist sehr wichtig für die Gerinnung und sollte in der Notfallmedizin auf keinen Fall vergessen werden.
Aber warum siehst du den Wärmeerhalt als erste anzuwendende Maßnahme noch vor eine intravenösen Analgesie, insb. mit Blick darauf, dass Schmerzen den Blutdruck erhöht, was wiederum das Risiko für Komplikationen bei BAA erhöht? Insofern hat die Analgesie doch den höheren Stellenwert.
Kampf-Muffin
22.04.2025, 10:29
Aber warum siehst du den Wärmeerhalt als erste anzuwendende Maßnahme noch vor eine intravenösen Analgesie, insb. mit Blick darauf, dass Schmerzen den Blutdruck erhöht, was wiederum das Risiko für Komplikationen bei BAA erhöht? Insofern hat die Analgesie doch den höheren Stellenwert.
Weil es in meinen Augen noch mehr Basic ist, also überhaupt nicht invasiv, und weil zumindest der Basis-Wärmeerhalt ja auch super schnell geht ( z.B. in Form einer (Rettungs-)Decke, je nach Setting, Temperatur im RTW hochdrehen...), während für die Analgesie ja erstmal ein i.V. Zugang gerichtet und gelegt werden muss, Medis aufgezogen werden müssen, etc. Klar, im eingespielten Team sollte all das auch zügig gehen, dennoch wäre mein Vorgehen prinzipiell, Maßnahmen die nicht invasiv sind und quasi keinen Zeitverlust mit sich bringen (und wichtig sind) als erstes zu machen. Und Frieren/Kältezittern ist ja auch nicht nur für die Gerinnung Mist, sondern ebenfalls mit Stress und Anstrengung verbunden.
pregabalino
22.04.2025, 10:39
Weil es in meinen Augen noch mehr Basic ist, also überhaupt nicht invasiv, und weil zumindest der Basis-Wärmeerhalt ja auch super schnell geht ( z.B. in Form einer (Rettungs-)Decke, je nach Setting, Temperatur im RTW hochdrehen...), während für die Analgesie ja erstmal ein i.V. Zugang gerichtet und gelegt werden muss, Medis aufgezogen werden müssen, etc. Klar, im eingespielten Team sollte all das auch zügig gehen, dennoch wäre mein Vorgehen prinzipiell, Maßnahmen die nicht invasiv sind und quasi keinen Zeitverlust mit sich bringen (und wichtig sind) als erstes zu machen. Und Frieren/Kältezittern ist ja auch nicht nur für die Gerinnung Mist, sondern ebenfalls mit Stress und Anstrengung verbunden.
Ja, find ich eine gerechtfertigte Argumentation. Bin auch sehr gespannt, was das IMPP als richtig wertet (wenn's dann veröffentlicht wird; keine Ahnung, ob sie das jetzt noch machen oder nicht).
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