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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F25 Tag 3 - A43/B15 - Operationsverfahren



Unregistriert
10.04.2025, 16:11
Die 1. Wahl in der Therapie eines (gedeckt) perforierten BAA ist die endovaskuläre Therapie, nicht offen!

https://www.aerzteblatt.de/archiv/rupturiertes-abdominales-aortenaneurysma-ace9eaa5-0ec1-4040-8f49-87d974058898

Unregistriert
10.04.2025, 16:31
Bei einem rupturierten BAA reicht eine einfache Gefäßübernähung nicht aus. Die Aortenwand ist nämlich durch die Degeneration viel zu brüchig, man könnte das gar nicht stabil zunähen.

Deshalb braucht man entweder: eine Dacron-Prothese (offene OP), oder EVAR. Das wäre Antwort C.

Unregistriert
10.04.2025, 16:47
Bei Antwortmöglichkeit A steht nur Gefäßübernähung. Beim offenen Operationsverfahren würde man laut Amboss-Kapitel „Chirurgische Therapie des rupturierten Bauchaortenaneurysmas” eine Prothese implantieren.



Offene Operation

Auffinden der Rupturstelle
Ausräumen der Hämatomhöhle: Eröffnen des Aneurysmasacks und Entfernung von Thromben
Rekonstruktion: Implantation der Prothese mit Gefäßnaht
Rohrprothese: Prozedere der Wahl
Refixierung des Aneurysmasacks um die Prothese
Integration der Nierenarterien bzw. anderer Arterien in die Prothese
End-zu-End-Anastomose in Inlay-Technik
Bifurkationsprothese (Y-Prothese): Bei Beteiligung der Beckenarterien
Flussaufteilung in die Prothesenschenkel in einem hämodynamisch günstigen spitzen Winkel
End-zu-End-Anastomose mit der iliakalen Aortenbifurkation
Wiedereröffnen der Aorta: Öffnen der Aortenklemme bzw. Entfernung der Ballonkatheter
Hämatomausräumung: Ggf. sparsame Ausräumung des retroperitonealen Hämatoms
Bei unsicherer Blutstillung: Ggf. Tamponade des Operationsfeldes
Anlage einer großlumigen Drainage: In die Excavatio rectovesicalis (bspw. Robinson-Drainage oder Easy-Flow-Drainage)

https://next.amboss.com/de/article/bG0HBh?q=perforiertes%20aortenanwurysma#Y40e38592a 02017b53b3faeeff7fde139

choni100
10.04.2025, 20:33
Bei rupturierter Bauchaortenaneurysma (rAAA) ist es ein absoluter Notfall. In der Akutsituation ist primär eine Laparotomie zur Blutungskontrolle notwendig. Eine Endovaskularisation (EVAR) wäre erst sekundär möglich – wenn der Patient stabilisiert ist und die anatomischen Voraussetzungen passen. Im Schock ist aber meist sofortige offene OP (Laparotomie) lebensrettend, weil Stent-Anlage zu lange dauert.

ug53obog
10.04.2025, 21:42
Bei rupturierter Bauchaortenaneurysma (rAAA) ist es ein absoluter Notfall. In der Akutsituation ist primär eine Laparotomie zur Blutungskontrolle notwendig. Eine Endovaskularisation (EVAR) wäre erst sekundär möglich – wenn der Patient stabilisiert ist und die anatomischen Voraussetzungen passen. Im Schock ist aber meist sofortige offene OP (Laparotomie) lebensrettend, weil Stent-Anlage zu lange dauert.

Der Patient ist stabil: HF: 82 BPM, Blutdruck 160/80 mmHg!