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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : F25 Tag 3 - A44/B16 - Vitamin K



Unregistriert
10.04.2025, 17:22
Meiner Meinung nach ist die Gabe von PPSB oder FFP hier übertrieben. Die Patientin ist hämodynamisch stabil, leidet an keiner lebensbedrohlichen Blutung und muss nicht notfallmäßig operiert werden. Somit wäre eine langsame Korrektur des INR mit Vitamin K doch eher angebracht?

Falls jemand Quellen hat, die das Gegenteil belegen lasst es mich gerne wissen.

Unregistriert
10.04.2025, 17:31
Hi zusammen, ich bin der Meinung, dass eine Gabe von PPSB oder FFP hier "übertrieben" ist. Diese sind lediglich indiziert bei lebensbedrohlichen Blutungen oder Not-OP's. Da die Patienten hämodynamisch stabil ist, sollte die langsame Korrektur des INR mit Vitamin K doch ausreichend sein, oder stimmt die Menge der Tropfen hier nicht?

Falls jemand hierzu mehr weiß, lasst es mich gerne wissen.

Unregistriert
10.04.2025, 17:38
War auch mein Gedanke. Ich weiß aber auch jetzt nichts Näheres dazu.

Unregistriert
10.04.2025, 17:42
Die Frau hat eine Hb-relevante Blutung und eine INR die Sky-high ist. Aus meiner Sicht ergibt sich aus dieser Konstellation das Risiko für eine weitere lebensbedrohliche Blutung des Tumors. Insb. Problematisch ist hier denke ich der verzögerte Wirkeintritt der Vit.-K Tropfen, da es ja in der Zwischenzeit zu einer Verschlechterung kommen kann.

Unregistriert
10.04.2025, 17:50
Wenn sie schlechter wird, kann man ja immer noch transfundieren - verabreicht man auf Verdacht Blutprodukte (genauer: gerinnungsaktive, die am Hb doch nichts ändern, oder?)?

Unregistriert
10.04.2025, 19:47
Die Frau hat doch bereits eine lebensbedrohliche Blutung...ein Schock (und nichts anderes ist die hämodynamische Instabilität die hier angesprochen wird) ist mit einer sehr hohen Letalität behaftet. Eine mögliche Therapie bis dahin zu verzögern erscheint mir doch sehr gewagt.

In der Hoffnung, dass die dann bereits aufgetretene Blutung schon irgendwie wieder aufhört?

Rialena97
10.04.2025, 23:12
Ich glaube, dass das Problem nicht unbedingt das Hb ist. Die Frau ist 83 Jahre alt und hat eine verminderte GFR, also vermutlich eine eingeschränkte Nierenfunktion. Deshalb würde ich einen Hb-Wert von 102 g/L hier noch nicht unbedingt als kritisch sehen, zumal wir keinen Vorwert zum Vergleich haben.
Was ich allerdings auch überlesen habe, ist die deutlich verlängerte aPTT, die das dreifache der Norm erreicht. Damit scheint nicht nur das extrinsische, sondern auch das intrinsische System ein Problem zu haben und da reißen 10° Vitamin K glaube ich nicht genug. Auch wenn mein Gedankengang erst ähnlich war, da sie ja hämodynamisch stabil ist. Also scheint an Antwort A schon etwas dran zu sein.

Valeaves
10.04.2025, 23:30
Hab wegen der aPTT tatsächlich zuerst A angekreuzt, dann aber doch wieder C, weil Faktor 2 ja auch Vitamin K abhängig und Teil der gemeinsamen Endstrecke ist - wenn sie schon so eine exorbitant hohe INT hat, könnte es sein, dass Faktor 2 einfach so im Keller ist, dass es die aPTT auch so dermaßen verlängert? War jedenfalls mein Gedanke. Diese Betonung, dass sie außerdem kreislaufstabil ist, hält mich zusätzlich davon ab, ihr prophylaktisch Blutprodukte zu geben.

Valeaves
10.04.2025, 23:30
*INR natürlich