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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Konservative orthopädische Praxis Erfahrung



Glio
04.05.2025, 13:42
Hallo :-)

mir ist aufgefallen, dass viele orthopädische Praxen ausschließlich konservative Behandlungen anbieten – also ohne operatives Spektrum arbeiten. Das hat mein Interesse geweckt: Wie wirtschaftlich tragfähig ist ein solches Praxismodell langfristig? Rechnet sich eine rein konservativ ausgerichtete orthopädische Praxis dauerhaft?

Ich werde nächsten Monat in einer solchen Praxis hospitieren und fände es spannend, vorab ein paar Einblicke oder Einschätzungen von euch zu bekommen – vielleicht habt ihr da ja Erfahrungen oder Wissen, das ihr teilen könnt :-)

Liebe Grüße

anignu
04.05.2025, 16:50
Ohne operatives Spektrum heißt ja noch nicht dass sie nicht irgendwas zusätzlich zur "sprechenden Medizin" anbieten. Da gibt es Akkupunktur, Infiltrationen, Röntgen usw...

Und ich formuliere es mal so rum: ich kenne keinen Orthopäden der am Hungertuch nagt!

TaraTamm
04.05.2025, 16:55
Als ich das letzte mal in einer konservativen orthopädischen Praxis war wegen Kniebeschwerden, hab ich als Privatpatientin dort ca. 1,5 Stunden verbracht inklusive diverser technischer Untersuchungen, Laufanalyse, etc pp.

Rechnungsbetrag waren ca. 2500 Euro.

DrSkywalker
04.05.2025, 20:20
Haha, 2500€ wegen Knie schmerzen. Hast du bezahlt? Oder gleich an die Staatsanwaltschaft abgegeben?

Thomas24
04.05.2025, 22:45
Als ich das letzte mal in einer konservativen orthopädischen Praxis war wegen Kniebeschwerden, hab ich als Privatpatientin dort ca. 1,5 Stunden verbracht inklusive diverser technischer Untersuchungen, Laufanalyse, etc pp.

Rechnungsbetrag waren ca. 2500 Euro.

Ohne die Details zu kennen, aber der Rechnungsbetrag klingt sehr wüst :-((.
Ich wüsste nicht, wie das mit der aktuellen GOÄ in Einklang zu bringen wäre- außer man hätte
im Vorfeld eine Abdingungsvereinbarung unterschrieben.

Bender B. Rodriguez
05.05.2025, 04:59
Der Rechnungsbetrag schockiert mich erstmal nicht. Kommt eben darauf an was alles gemacht wurde.

Mich würde aber interessieren, ob die Versicherung das klaglos übernommen hat. Bin zwar kein Orthopäde aber Laufanalyse klingt für mich erstmal nicht nach medizinisch notwendiger Diagnostik (außer im Sinne von "Gehen Sie mal den Gang einmal rauf und runter.").

Was wurde denn alles an technischen Untersuchungen gemacht?

Rudiologe
05.05.2025, 12:31
Der Rechnungsbetrag schockiert mich erstmal nicht. Kommt eben darauf an was alles gemacht wurde.

2500 Euro für 1,5 Stunden ambulante Behandlung schockt dich nicht? Ich habe wirklich das falsche Fach gewählt...

Bender B. Rodriguez
05.05.2025, 14:43
Richtig gelesen...

Tweety8008
05.05.2025, 17:09
Ich habe in den USA meine Residency gemacht (Allgemeinchirurgie) und bin noch mit vielen aus der Orthopädie in Kontakt. >95% sind dort operativ tätig, auch in der Praxis (private practice): Füße, Knie, ggf. ne Hüfte, Wirbelsäule, mehr oder weniger die gesamte obere Extremität etc.

Wieso so viele Orthopäden in DE nicht mehr operieren und wie sich die Praxen rentieren, ist mir auch manchmal ein Rätsel?
Röntgengerät? Wow.

Ich hatte letztes Jahr einen Knorpel- und Meniskusschaden im Knie. Was hätte mir so ein Orthopäde gebracht?

Medierror123
05.05.2025, 18:20
Mir hat mal ein Orthopäde gesagt, dass es für ein Röntgen Bild 10 Euro zusätzlich auf die Pauschale gibt. Also das wirds nicht ausmachen

Glio
06.05.2025, 10:24
Vielen Dank erstmal für die Rückmeldungen. So wie ich das verstanden habe, trägt sich eine solche Praxis primär durch Igel Leistungen? Ich sehe mich einfach nicht langfristig operieren (aufgrund der Kraft; Hüfte TEP etc. )...

Nilani
09.05.2025, 11:31
Dann wäre vielleicht noch die Überlegung den FA für Reha-Medizin zu machen. Ich hab mit Ortho/Unfall angefangen, bin dann aber gewechselt und aktuell in einer Reha-Klinik. Ich kenne aber einige Kollegen, die das als Praxis machen, entweder beim Orthopäden drin oder als Einzelpraxis. Ausbildung kann man weit gefächert machen, in Berlin z.B. vorwiegend in Praxen, in Hessen gab es nur 1 ambulant, sonst meist Reha-Kliniken. Es gibt aber Kliniken, wo die Reha-Medizin integrativ mit drin ist und/oder eigene Abteilungen hat (z.B. Uni Müchen, MHH, Charité oder auch Klinik in Weimar). Gerade die MHH-Leute bemühen sich gerade, das Fach attraktiv zu machen und zu fördern.
Kollege von mir in der Klinik arbeitet nebenher noch in einer Praxis. Er erhöht damit nochmal Budget für KG/Physio und Co., außerdem kann halt nicht jeder operiert werden und nicht jeder, der operiert wird, wird gut. Daher sind die froh über jeden, der dann die konservativen Sachen mit übernimmt. Akupunktur, teilweise etwas Physio in der Praxis, Rö, manuelle Therapie usw ist da auch Standard.