Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Weg nach dem Facharzt
Hallo,
in knapp einem Jahr werde ich die 5 jährige Facharzt Ausbildung abschließen und ich weiß nicht so richtig was ich dennach mache.
Mich hat während die Ausbildungszeit am meist die Intensivmedizin intersiert, und ich überlegr die ZB zu machen allerdings habe ich Angst keine Klinik mich als Bewerber annehmen wird, da ich nur 6 Monate in meiner WBZ auf ITS gewesen und kaum was selbständig gemacht habe ( wir waren viele Rotaten in meiner Zeit gleichzeitig ) auch was ZVK/Arterie legen bin ich nicht fit genug, die Beatmung kenne ich nur semi. Sono/Echo/Bronchoskopie alles nur neben gestanden nicht genug Erfahrung
Gibt es die Möglichkeit mit so geringeintensivmedizinische Erfahrung die ZB zu erwerben ? Ich habe ansonst keine Ahnung so richtig was ich nach 5 jahren mache.
3 Sachen:
- wenn du schon alles können würdest, wieso bräuchte man dann noch eine Zusatzweiterbildung? Dann könnte man doch schon alles...
- bewirb dich doch einfach und schau was passiert. Manche Kliniken suchen Leute eben für die Intensiv, andere haben alle Positionen eh schon voll. Einfach versuchen.
- und theoretisch könntest du ja auch in der aktuellen Klinik noch ein wenig auf Intensiv, oder?
Meine Klinik stellt auch Berufsanfänger auf der Intensiv ein :-nix Es interessieren Namen auf dem Dienstplan, alles andere ist sekundär. Weniger Selbstzweifel, mehr machen.
Das macht mir MUT
Mein Arbeitsvertrag endet zum Ende der WB , zudem ist die Klinik , wo ich bin weit von meinem Wohnort daher will ich auch wechseln.
Ich befürchte die lassen mich hospitieren und ich schaffe es dann nicht oder setzten hohe Herausförderung an wie Beispiel. Sie sind FA nun legen Sie bitte schnell den Tubus/ die Arterie. Ich werde das bestimmt nicht schnell und auch nicht super machen. Ich habe in meiner Zeit kaum was selbständig gemacht. 3 ZVKs habe ich nur in Erinnerung. Scheiß WB gewessen 😒
Ich habe in meiner Zeit kaum was selbständig gemacht. 3 ZVKs habe ich nur in Erinnerung. Scheiß WB gewessen 😒
Für Akademiker ist Bildung vor allem Hol- nicht Bringepflicht. Das scheint zunehmend in Vergessenheit zu geraten.
Für Akademiker ist Bildung vor allem Hol- nicht Bringepflicht. Das scheint zunehmend in Vergessenheit zu geraten.
Ich war 18 Monate auf Neo-ITS und habe 3x intubiert (1x geschafft) und 2x Silastik-Katheter (der Neo-ZVK) versuchen dürfen (nicht geschafft). Beim Rest waren die Babys zu klein und die OÄ haben es selber gemacht oder es war einfach nicht nötig. Ahja und eine Thorax-Drainage beim ersten und einzigen Pneu der in meiner Schicht passiert ist. Jetzt sag mir, was ich hier hätte besser machen können? Ehrlicherweise wars mir aber Recht. Bin kein Intensivmensch.
(und ja, ich weiß auf der Erwachsenen-ITS gibts die Eingriffe in anderer Schlagzahl)
Da sehe ich doch eine gewisse Differenz zur Situation des TE - und von daher, kein stichhaltiges Argument gegen meine These.
Anne1970
20.07.2025, 06:53
Ich würde mich bewerben und Intensiv-Fortbildungen besuchen. Die Fachgesellschaften (z.B. Anästhesie) bieten sowas zum Beispiel mit der Möglichkeit, die Techniken zu lernen und zu üben.
Guck mal unter „Akademie der DIVI“ oder such mal nach „Arbeitsgemeinschaft Intensivmedizin“ .
Kann nur empfehlen, aktiv zu werden, wenn du etwas erreichen möchtest.
In welcher Region möchtest du denn demnächst tätig werden?
Jukka666
20.07.2025, 14:06
Hallo,
in knapp einem Jahr werde ich die 5 jährige Facharzt Ausbildung abschließen und ich weiß nicht so richtig was ich dennach mache.
Mich hat während die Ausbildungszeit am meist die Intensivmedizin intersiert, und ich überlegr die ZB zu machen allerdings habe ich Angst keine Klinik mich als Bewerber annehmen wird, da ich nur 6 Monate in meiner WBZ auf ITS gewesen und kaum was selbständig gemacht habe ( wir waren viele Rotaten in meiner Zeit gleichzeitig ) auch was ZVK/Arterie legen bin ich nicht fit genug, die Beatmung kenne ich nur semi. Sono/Echo/Bronchoskopie alles nur neben gestanden nicht genug Erfahrung
Gibt es die Möglichkeit mit so geringeintensivmedizinische Erfahrung die ZB zu erwerben ? Ich habe ansonst keine Ahnung so richtig was ich nach 5 jahren mache.
Ich hab nicht ganz verstanden, welchen FA du abschließen wirst? Innere? Chirurgie?
Also ich kann dir nur folgendes sagen:
- Das eine ist ja das spezielle Ziel der ZB Intensivmedizin an sich und das andere ist, deine Zukunft auf der Intensivstation zu verbringen.
- Für das eine brauchst du ja ein paar Voraussetzungen: ins. 24 Monate in Vollzeit dort verbringen und ein Logbuch füllen. UND HIER DER WICHTIGSTE TIPP: lass dir JETZT NOCH - also in der WB-Zeit! - das Logbuch Intensivmedizin von deinem WB-Befugten ausfüllen und bescheinigen! DENN (MIR passiert!): man kann sich die Zeit VOR dem FA auf die Zeit für die ZB anrechnen lassen. Aber NUR, wenn das Logbuch ausgefüllt wurde. Zumindest hat meine ÄK (natürlich in Bayern) das Logbuch aus der FA-Zeit verlangt, welches ich damals nicht hatte...bei mir waren das 12 Monate, die ich hätte neu machen müssen, sah ich nicht ein... .-)
- Du brauchst für die ZB einen WB-Befugten mit dieser Befugnis und halt eben Kennzahlen.
- Ohne die ZB kannst du dich doch auch sehr einfach bewerben und dann dort in Vollzeit anfangen. Der Arbeitgeber muss dir dann ja "nichts bieten", sondern du bist einfach eine gern gesehen Arbeitskraft.
Hab keine Angst, praktisches lernen tut man alles auf der Intensiv im täglichen Alltag. Natürlich ist es gut, wenn man vorher schon einen ZVK gelegt hat oder Atemwegsmanagement "kann". Und natürlich gibt es und kann es durchaus Qualitätsunterschiede geben.
Da muss man ehrlich sein: ich bin Anästhesist und natürlich fallen unseren WBA solche Dinge leichter und wenn chirurgische WBA oder internistische WBA auf deren oder interdisziplinären Intensivstation ankommen, dann fängt man von vorne an. Aber dafür bringen die supertolle andere Stärken ein.
Und die Theorie müssen alle lernen (ABS, Krankheitsbilder, Gesprächsführung, Bronchoskopie etc.).
Du musst selbst entscheiden, ob du noch Jahrzehnte nur auf Intensiv verbringen willst. Karriere ist sicher gut möglich!
Die ersten Jahre sind geprägt von Schichtdienst (für mich ein Killerkriterium) aber auf OA-Level ist man oft (nicht immer) nur Mo-Fr "9-5" da.
Ich persönlich fand es ätzend langweilig und limitierend, weil es immer das gleiche ist und irgendwann hat man alles gesehen. Dafür ist es Routine und wenn dir das gefällt, nur zu!
Ich persönlich habe die ZB auf der neurologischen Intensiv gemacht, v.a. mit neurologischen Assistenzärzten (war da selbst schon FA) und ich hab vieles nie vorher gesehen (v.a. die Krankheitsbilder). Und einen Teil auf der Verbrennungseinheit, auch das musste ich neu lernen.
Und du darfst nicht vergessen: auch in der WB-Zeit kommen Assistenten irgendwann auf Intensiv, wie machen die das denn?
Jukka666
22.07.2025, 16:04
Ich hab nicht ganz verstanden, welchen FA du abschließen wirst? Innere? Chirurgie?
Also ich kann dir nur folgendes sagen:
- Das eine ist ja das spezielle Ziel der ZB Intensivmedizin an sich und das andere ist, deine Zukunft auf der Intensivstation zu verbringen.
- Für das eine brauchst du ja ein paar Voraussetzungen: ins. 24 Monate in Vollzeit dort
wobei ich grad zufällig auf der BLAEK-Seite gesehen habe, dass ich etwas daneben liege: mittlerweile sind es sogar 30 Monate Intensivmedizin (18 Monate auf chir/inn/nch/neu/päd-Intensivstationen und 12 Monate auf Anästhesiologischen ICU, zumindest was die Befugnis für diese angeht)...
- Für das eine brauchst du ja ein paar Voraussetzungen: ins. 24 Monate in Vollzeit dort verbringen und ein Logbuch füllen. UND HIER DER WICHTIGSTE TIPP: lass dir JETZT NOCH - also in der WB-Zeit! - das Logbuch Intensivmedizin von deinem WB-Befugten ausfüllen und bescheinigen! DENN (MIR passiert!): man kann sich die Zeit VOR dem FA auf die Zeit für die ZB anrechnen lassen. Aber NUR, wenn das Logbuch ausgefüllt wurde. Zumindest hat meine ÄK (natürlich in Bayern) das Logbuch aus der FA-Zeit verlangt, welches ich damals nicht hatte...bei mir waren das 12 Monate, die ich hätte neu machen müssen, sah ich nicht ein... .-)
Für die Anrechnung von Intensivzeiten vor dem FA die Kennzahlen aus dem Logbuch dann anteilig unterschreiben lassen, meinst du?
Jukka666
24.07.2025, 05:57
Für die Anrechnung von Intensivzeiten vor dem FA die Kennzahlen aus dem Logbuch dann anteilig unterschreiben lassen, meinst du?
Für die Anerkennung der IntensivZeit vor der FA Prüfung hat die Ärztekammer bei mir bei Einreichen aller Unterlagen für die spezielle Zusatzbezeichnung auf einmal dieses Logbuch verlangt.
Ich musste also zwei Logbücher Intensivmedizin einreichen: eine für die Zeit nach dem FA, womit ich ja gerechnet hatte und auch parat hatte, und eines für die Zeit VOR dem Facharzt. Und dieses hatte ich eben nicht.
Weil ich ja einfach davon ausgegangen bin, dass diese zwölf Monate pauschal als Zeit angerechnet werden, weil ich ja für den Facharzt Anästhesie zwölf Monate vor dem Facharzt auf Intensiv muss.
Sie wollten aber dafür ebenfalls dieses Logbuch. Und dieses Logbuch musste ich mir umständlich von meinem damaligen Weiterbilder, was Jahre zurück lag, besorgen.
Deshalb gebe ich diesen Tipp immer gerne weiter. Es kann eben sein, dass deine Ärztekammer dieses Logbuch Intensivmedizin verlangt, mit allem drum und dran: Unterschriften, Zeiträume, Kennzahlen.
Welche Zahlen du da rein schreibst, ist relativ unerheblich, solange du insgesamt auf die erforderlichen Zahlen kommst. Aber wenn du dir die Zeit vor dem FA anrechnen lassen willst auf die spezielle Zusatzbezeichnung, würde ich schon mal vorausschauend dieses Logbuch vom Weiterbilder ausfüllen lassen. 😀
Heerestorte
24.07.2025, 12:09
Geht das denn überhaupt noch? Also schon angerechnete Zeiten doppelt verwenden?
In Baden-Württemberg geht das seit der WBO 2020 nämlich nicht mehr, dass man bereits "versenkte" Zeiten nochmals nutzt.
Doch, das geht, auch in BW: 6 Monate der vorgesehenen 18 Monate Gesamtweiterbildungszeit für die ZB Intensivmedizin werden als abgeleistet anerkannt, wenn man während des Facharztes 12 (!) Monate Intensivmedizin bei einem Befugten gemacht hat. Das ist so wie in der Muster-WBO vorgeschlagen. Kann natürlich sein, dass einzelne Ärztekammern davon abweichen, bei „meiner“ und zumindest auch in BW wurde das aber so übernommen. Ist glaube ich aber tatsächlich die einzige ZB, die einen Facharzt voraussetzt und trotzdem Zeiten aus der Weiterbildung anrechnet.
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