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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Weiteres Vorgehen für Allgemeinmedizin



ehem-user-08-01-2026-1952
28.08.2025, 06:17
Guten Morgen liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bin jetzt seit 15 Monaten in der Kardiologie (Maximalversorger, sehr ländliche Region), habe gerade meine 6 Monate Rotation Notaufnahme hinter mir. In der Notaufnahme hat es mir sehr gut gefallen, ich habe mich wohlgefühlt trotz stressigen Diensten und den wechselnden Schichten. Ich möchte gerne Allgemeinmedizin machen und habe eine Weiterbildungsstelle in einer Hausarztpraxis ab Frühjahr nächsten Jahres in Aussicht. Da Notaufnahme in meiner ÄK nicht als ,,Innere Medizin stationäre Akutversorgung" zählt, muss ich bis einschließlich November noch in der Inneren bleiben. Es war eigentlich mit meinem CA und LOA vereinbart, dass ich ab Herbst in die Gastroenterologie rotiere, nun wurde mir aber zwischen Tür und Angel gesagt, dass erstmal ein anderer Kollege dorthin soll. Wie erwartet gefällt es mir in der Kardiologie aus mehreren Gründen überhaupt nicht (mehr,) ich schlafe wieder sehr schlecht und möchte aus dieser Abteilung weg!
Ich habe nun den CA aus der Gastro gefragt, ob ich trotzdem rotieren könnte oder ob auch ein Wechsel in die Abteilung möglich wäre (das wird noch geklärt).
Wenn es mit der Rotation bzw. Wechsel in die Gastro nicht klappt, könnte ich mir noch vorstellen, wieder in die Notaufnahme zu gehen für ein paar Monate (die haben jedoch keine offizielle Weiterbildungsermächtigung, es müsste also über meinen jetzigen Arbeitsvertrag in der Inneren laufen).
Was würdet ihr mir raten? Wie soll ich weiter vorgehen? Kann man mit offenen Karten spielen und sagen, falls es mit dem Wechsel in die Gastro nicht klappt, dass man gerne in die Notaufnahme möchte, da man ansonsten kündigen würde?
Ich danke Euch vielmals im Voraus!

Dooly
28.08.2025, 21:47
Solche Entscheidungen sind immer so vielschichtig und nicht pauschal auf die eine oder andere Art richtig. Ich persönlich hatte meine Ziele und Interessen immer klar geäußert. Der relevante Punkt ist, dass dir selbst klar ist, was die Ziele und die Alternativen sind.

Kann man mit offenen Karten spielen und sagen, falls es mit dem Wechsel in die Gastro nicht klappt, dass man gerne in die Notaufnahme möchte, da man ansonsten kündigen würde? „Da man ansonsten kündigen würde“ ist kommunikativ weird, liest sich wie ein unlogischer Drohversuch. Abgesehen davon finde ich es prinzipiell valide der Arbeitgeberin ehrlich zu sagen, dass nur Gastro oder Nota für dich in Frage kommen. Hauptsache ist, du hast es weitergedacht u. a. wie du bis zum Frühjahr überbrückst und wie du eine bessere Stelle in stationärer Innere für die fehlenden 3 Monate bekommst, insbesondere, wenn du nach der Allgemeinmedizin-Zeit echt schon sehr fortgeschritten bist, usw.