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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nuklearmediziner hier?Fachfrage



Anti-MG
08.09.2025, 19:58
Guten Abend,

wer kann mir hier etwas zur Strahlenbelastung bei axillärer Sentinel-OP bei Mamma-Ca für die Operateure sagen?
Konkret,wenn man als Operateurin im 1.Trimester schwanger ist?
Eckdaten: 2-Tagesprotokoll mit Technetium99,OP findet ca 20h nach Sentinelmarkierung statt.

Kann man diese eine OP noch machen,um nicht soo früh zu verkünden, dass man schwanger ist?
Wie hoch wäre konkret die Strahlenbelastung, wenn man ca.2h im OP steht?

Bender B. Rodriguez
08.09.2025, 21:16
Ich finde die Frage schwierig. Hast du für dich schon eine konkrete Grenze für die Strahlenbelastung definiert, die du bereit bist zu tragen? Irgendwie klingt die Frage so.

Ob es ratsam ist, das Risiko einzugehen ist nur individuell zu entscheiden.

Letztlich geht es immer nur um Risikominimierung. Das Kind kann völlig gesund zur Welt kommen oder eben nicht. Einen Zusammenhang zu spezifischen Belastungen während der Schwangerschaft wird man seltenst feststellen können.

Das ist aber eher ne grundsätzliche Antwort. Ich weiß nichtmal ob überhaupt messbare Strahlung im relevanten Bereich ankommen kann. Quadrat-Abstands-Gesetz, Abschirmung etc.

Anti-MG
09.09.2025, 05:09
Hallo vielen Dank für deine Rückmeldung,

natürlich weiß ich, dass Kinder auch krank zur Welt kommen können pder dass es so etwas wie Fehlgeburten gibt.
Ich hätte nur gerne eine fachliche Einschätzung gehabt,wie viel Strahlung /h überhaupt ankommt, um dann für mich abschätzen zu können,ob ich dieses Risiko eingehen möchte…

FirebirdUSA
09.09.2025, 21:46
Wenm relevant Strahlung ankommen kann, musst du ein Dosimeter tragen (unabhängig von der Schwangerschaft). Wenn du das mal getan hast, wüsstest du ob relevant Strahlung ankommt (ab 0,1 mSv bekommst du Post)... in der Schwangerschaft wäre ab 1mSv Schluss (du würdest bei Bekanntgabe ja ein sofort ablesbares Dosimeter bekommen - deswegen bei der Einweisung der Hinweis so ffüh wie möglich SS mitzuteilen). Ab ca 20mSv sind nscherisbare Schäden am Kind möglich (https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1313-7527.pdf?articleLanguage=de) Da Tc99 eine HWZ von 6h hat ist nach 20h nicht mehr viel da... selbst in der Angio hatte ich in 10 Jahren erst reimal messbar etwas auf der Plakete (die ich regelhaft trage).
Aber klar: Strahlenschutzmaßnahnen wie Bleischürze, Abstand, etc sollten natürlich berücksichtigt werden.

Hilft das? Was machst du wenn dein Kind nachher etwas hat: Dir selbst Vorwürfe (selbst wenn es vermutlich extrem unwahrscheinlich davon kommt)? Auch diese Frage solltest du dir ehrlich beantworten.