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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Radiologie: Welcher Arbeitgeber? Eure Erfahrungen?



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Fabelino
27.12.2025, 18:24
Hi,

da es selbst nach längerer Recherche bei Ethimedis oder ähnlichen Plattformen schwierig war eine "ungefilterte" Meinung über den Klinik-Arbeitgeber im Fach Radiologie zu bekommen, wende ich mich an Euch.

Ich habe im Mai 2025 mein Examen gemacht und habe mich nach längerer Überlegung für die Radiologie entschieden. Jetzt ist die große Frage in welchem Krankenhaus ich beginnen soll. Ich bin nicht interessiert an einer steilen medizinischen Karriere weshalb ich auch an einem mittleren bis kleinem Haus anfangen würde. Wichtig wären mir vor allem "einfach" faire Arbeitsbedingungen.

Vielleicht an die Leute die aktuell in der Radiologie arbeiten: Habt ihr Empfehlungen für Kliniken in Frankfurt oder Hamburg und Umgebung? Vielen Dank!


Fabian

TaraTamm
30.12.2025, 17:35
Willst du Interventionalist werden? Diagnostische Radio ist in 15 Jahren tot.

docdean
01.01.2026, 21:37
Dann ist auch Labormedizin tot, und Histopathologie, und Dermatologie, und die gesamte Innere Medizin, und jede andere sprechende Medizin, und danach auch jede manuelle Medizin.

Ich hab für die Regionen keine konkreten Tipps, du müsstest dir vielleicht einfach ein paar persönlich angucken und das Team nach Abteilungsgröße, Untersuchungszahlen, Rotationen, Dienstmodell und Überstunden fragen. Die Auswahl ist tendenziell nicht so riesig, kleinere Häuser haben häufig gar kein eigenes Institut, Praxen sind für den Einstieg nicht so hilfreich.

Fabelino
01.01.2026, 21:42
Dann ist auch Labormedizin tot, und Histopathologie, und Dermatologie, und die gesamte Innere Medizin, und jede andere sprechende Medizin, und danach auch jede manuelle Medizin.

Ich hab für die Regionen keine konkreten Tipps, du müsstest dir vielleicht einfach ein paar persönlich angucken und das Team nach Abteilungsgröße, Untersuchungszahlen, Rotationen, Dienstmodell und Überstunden fragen. Die Auswahl ist tendenziell nicht so riesig, kleinere Häuser haben häufig gar kein eigenes Institut, Praxen sind für den Einstieg nicht so hilfreich.

Ich danke Dir!

Fabelino
01.01.2026, 21:43
Das war nicht meine Frage :)

Fabelino
01.01.2026, 21:45
Willst du Interventionalist werden? Diagnostische Radio ist in 15 Jahren tot.

Das war nicht meine Frage :)

StuartProwerFaktor
03.01.2026, 16:10
Das war nicht meine Frage :)

Das ist aber sehr wichtig, um dir deine Frage vernünftig beantworten zu können ;)

Fabelino
03.01.2026, 17:04
Das ist aber sehr wichtig, um dir deine Frage vernünftig beantworten zu können ;)

Ich fragte ob die Leute die aktuell in der Radiologie arbeiten, Empfehlungen bezüglich eines Arbeitgebers haben. Meine Frage soll dabei kein Anstoß für die 100. KI-Diskussion sein. Aber ja ich kann mir sowohl diagnostisches als auch interventionelles Arbeiten vorstellen.

StuartProwerFaktor
04.01.2026, 09:02
Ich würde an eine Uni gehen, da sieht man viel und normalerweise machen die auch regelmäßig Intervention. Oder halt ein größeres nichtuniversitäres Haus. Und zumindest Intervention würde ich als "Backup" schon lernen wollen.

Choranaptyxis
04.01.2026, 11:24
Das ist vlt. nicht die Antwort, die du dir erhoffst, aber ich fürchte, es wird mehr darum gehen, wo du eine Stelle bekommst. Wenn du schaust, sind nicht viele Radio-Stellen ausgeschrieben, gilt für ganz Dtld. Oft wird dann auch Dienstreife gefordert, die ansonsten einfach länger braucht und man sozuagen anfangs "nutzlos" ist und mehr Arbeit macht als abnimmt, weil jedes 2. Röntgen etc. nachkontrolliert werden muss. Wenn du dann kein Radio-PJ gemacht hast und damit einen Fuß in der Tür, wird es in beliebten Großstädten vermulich dünn.

TaraTamm
05.01.2026, 14:50
Dann ist auch Labormedizin tot, und Histopathologie, und Dermatologie, und die gesamte Innere Medizin, und jede andere sprechende Medizin, und danach auch jede manuelle Medizin.

Ich hab für die Regionen keine konkreten Tipps, du müsstest dir vielleicht einfach ein paar persönlich angucken und das Team nach Abteilungsgröße, Untersuchungszahlen, Rotationen, Dienstmodell und Überstunden fragen. Die Auswahl ist tendenziell nicht so riesig, kleinere Häuser haben häufig gar kein eigenes Institut, Praxen sind für den Einstieg nicht so hilfreich.

Labormedizin ist noch am ehesten vergleichbar. Und da ist der Bedarf an Ärzten um ein vielfaches geringer als in der Radiologie. Der Laborarzt überwacht ja im Wesentlichen nur die generellen Prozesse und schaut vielleicht ein paar Ausreißerbefunde tatsächlich an.

Wenn das in der Radiologie so kommt, werden 95% der Radiologen arbeitslos.

anignu
06.01.2026, 13:25
Ist das wie mit dem Papier? Mit der Einführung von EDV dachte man dass die Papierindustrie tot sei und tatsächlich wird es immer mehr weil es so leicht geht irgendwas auszudrucken?

Ich glaub einfach nicht dran dass die Radiologie ausstirbt. Tatsächlich werden das in unserer Klinik immer noch mehr Leute.

TaraTamm
06.01.2026, 14:37
Wir werden sehen. Das was ich aktuell als Radiologin in der Praxis arbeite, wäre technisch wahrscheinlich schon jetzt zu ziemlich großen teilen von einer KI ersetzbar.

Und wenn man Radiologen nur noch für einen kurzen plausibilitätscheck beinungewöhnlichen befunden und für TuKos und Interventionen braucht, wird der Arbeitsmarkt für uns insgesamt ziemlich problematisch.

Ich sehs für mich entspannt. Gehe notfalls in in 10 Jahren in frühzeitigen Ruhestand oder mach nur noch irgendwas kleines 1-2 Tage die Woche.

Aber jetzt noch ne Weiterbildung zum Radiologen neu anfangen? Da hätt ich schon Bauchschmerzen.

dkt88
06.01.2026, 17:53
Bezüglich HH gerne PN:)

Anne1970
07.01.2026, 16:01
Es muss im Bereich HH oder FaM sein?

Fabelino
08.01.2026, 12:45
Es muss im Bereich HH oder FaM sein?

Nicht zwingend!

Fabelino
08.01.2026, 12:47
Bezüglich HH gerne PN:)

Kann dir leider keine PN schicken! Schreib mir aber gerne direkt! :)

Fabelino
08.01.2026, 13:51
Gibt es denn ein paar Klinik-Adressen in denen man in der Radiologie eine gute Ausbildung bekommt? (Ich weiss, dass das schwer ist pauschal zu sagen, aber vielleicht hat hier ja Jemand ein paar Tipps) Danke!

xenopus laevis
08.01.2026, 18:47
Die guten Kliniken nehmen keine Anfänger. Zumindest die ich kenne.

Also tatsächlich fällt mir eine Klinik in der Nähe von Hamburg ein, bei der du ganz viel Abstand nehmen solltest bzw. das erste Jahr bis zur Dienstreife könnte man noch überleben. Aber wenn ich es nochmal überleben müsste, dann würde ich die Suche anders angehen. Ich würde keine Klinik nehmen, in der man schallen muss v.a. nachts (am besten ist es eine externe Rotation). Gerade im ersten Jahr lernt man Rö/CT für die Dienste und da würde ich einfach ein großes Haus nehmen. Mit Dienstreife nach dem ersten Jahr stehen einen mehr Türen offen.

docdean
11.01.2026, 20:23
Labormedizin ist noch am ehesten vergleichbar. Und da ist der Bedarf an Ärzten um ein vielfaches geringer als in der Radiologie. Der Laborarzt überwacht ja im Wesentlichen nur die generellen Prozesse und schaut vielleicht ein paar Ausreißerbefunde tatsächlich an.

Wenn das in der Radiologie so kommt, werden 95% der Radiologen arbeitslos.

Oder dieselbe Anzahl Radiologen erledigt 20 mal so viele Untersuchungen. Der Trend, jeden Patienten durchs Röntgen oder sogar durchs CT zu schieben, zeigt deutlich dorthin.

Und gleichzeitig geht in den nächsten fünf Jahren ein Viertel und in in den nächsten 15 Jahren die Hälfte der Radiologen in Rente. Ohne KI werden wir die steigende Menge an Untersuchungen überhaupt nicht bewältigen können.