Lava
16.01.2026, 08:28
Irgendwelche Meinungen dazu?
Bei uns bisher sehr schwierig bis katastrophal. Ich weiß nicht, ob es vorher nicht ausreichend von der Politik angekündigt war, aber wir waren praktisch gar nicht darauf vorbereitet. Plötzlich sollen wir Patienten ambulant operieren, die aber trotzdem stationär aufgenommen werden und dementsprechend auch einen richtigen Entlassbrief brauchen. Das hat solche Auswüchse, dass wir im ambulanten OP Zentrum erstmal 20 Minuten warten mussten, bis ein offizieller Chefarzt Stellvertreter von der Anästhesie aus dem ZOP rüber kommen konnte, um die Narkose bei der Privatpatientin einzuleiten. Die Anästhesisten im AOZ dürfen das nämlich bei stationären Patienten nicht.
Immerhin haben wir ein AOZ! Da kann man bequem Patienten operieren und am seinen Tag entlassen, ohne dass sie doch auf Station ein Bett blockieren. Aber: das AOZ ist klein. Zu zweit operieren ist schon schwierig, einen Assistenten was zu assistieren fast unmöglich bei dem Zeitdruck.
Und: bei Radiusfrakturen gehe ich mit, das kann man gut ambulant machen. Aber Sprunggelenke? Sind die wahnsinnig??? Ich sehe schon lauter Wundheilungsstörungen und Infekte auf und zu kommen. Ganz zu schweigen von der schlechten Versorgung. Woher bekommen die jetzt ihre Orthesen? Wer bringt ihnen jetzt das Gehen mit Krücken und die Teilbelastung bei?? Die armen Hausärzte haben plötzlich viel mehr Aufgaben als vorher und Facharzttermine kriegt man ohnehin keine.
Alles echt schlecht durchdacht. Ich verstehe die Intention, aber wenn man sowas plant, braucht man auch die Strukturen, um das gescheit durchsetzen zu können und die haben wir nicht.
Bei uns bisher sehr schwierig bis katastrophal. Ich weiß nicht, ob es vorher nicht ausreichend von der Politik angekündigt war, aber wir waren praktisch gar nicht darauf vorbereitet. Plötzlich sollen wir Patienten ambulant operieren, die aber trotzdem stationär aufgenommen werden und dementsprechend auch einen richtigen Entlassbrief brauchen. Das hat solche Auswüchse, dass wir im ambulanten OP Zentrum erstmal 20 Minuten warten mussten, bis ein offizieller Chefarzt Stellvertreter von der Anästhesie aus dem ZOP rüber kommen konnte, um die Narkose bei der Privatpatientin einzuleiten. Die Anästhesisten im AOZ dürfen das nämlich bei stationären Patienten nicht.
Immerhin haben wir ein AOZ! Da kann man bequem Patienten operieren und am seinen Tag entlassen, ohne dass sie doch auf Station ein Bett blockieren. Aber: das AOZ ist klein. Zu zweit operieren ist schon schwierig, einen Assistenten was zu assistieren fast unmöglich bei dem Zeitdruck.
Und: bei Radiusfrakturen gehe ich mit, das kann man gut ambulant machen. Aber Sprunggelenke? Sind die wahnsinnig??? Ich sehe schon lauter Wundheilungsstörungen und Infekte auf und zu kommen. Ganz zu schweigen von der schlechten Versorgung. Woher bekommen die jetzt ihre Orthesen? Wer bringt ihnen jetzt das Gehen mit Krücken und die Teilbelastung bei?? Die armen Hausärzte haben plötzlich viel mehr Aufgaben als vorher und Facharzttermine kriegt man ohnehin keine.
Alles echt schlecht durchdacht. Ich verstehe die Intention, aber wenn man sowas plant, braucht man auch die Strukturen, um das gescheit durchsetzen zu können und die haben wir nicht.