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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Für Hausarzt lieber als Internist oder Allgeeinmed. bewerben?



Curtis
17.01.2026, 14:32
Hallo ihr Lieben :-) würdet ihr euch wenn ihr den Hausarzt machen möchtet und zunächst in der Klinik beginnen wollt, euch als Internisten bewerben oder als Weiterbildungsteilnehmer für die Allgemeinmedizin?

Viele liebe Grüße und danke euch
Curtis

Harvey
17.01.2026, 22:19
Würde mich eher als internistischer Weiterbildungsarzt anstellen lassen - dann hast Du noch alle Optionen offen, falls Du doch nicht mehr in die Allgemeinmedizin/hausärztliche Praxis sondern vielleicht doch Innere ohne oder mit Spezialisierung machen willst.
Denn wenn Du als Weiterbildungsarzt Allgemeinmedizin geführt wirst wird die Klinik Förderung beantragen wollen und du verpflichtest dich diesen Weg auch letztlich zu gehen.
Kann in beliebten Kliniken/Orten vielleicht aber dann auch leichter sein eine Stelle zu bekommen dank der Förderung vielleicht aber auch schwerer, da Klinikchefs ja auch gern Leute länger haben wollen und dann auch Ausbildungsarbeit in einen stecken mehr als in AiW Allgemeinmedizin, weil die sind bald wieder weg…

Curtis
18.01.2026, 08:18
Vielen Dank Harvey :-)

Pollito
18.01.2026, 12:50
Würde mich eher als internistischer Weiterbildungsarzt anstellen lassen - dann hast Du noch alle Optionen offen, falls Du doch nicht mehr in die Allgemeinmedizin/hausärztliche Praxis sondern vielleicht doch Innere ohne oder mit Spezialisierung machen willst.
Denn wenn Du als Weiterbildungsarzt Allgemeinmedizin geführt wirst wird die Klinik Förderung beantragen wollen und du verpflichtest dich diesen Weg auch letztlich zu gehen.
…

Also ich glaube nicht, dass man verpflichtet wird, Allgemeinmediziner zu werden, nur weil man als solcher in die Weiterbildung gestartet ist. Ich komme aus einer Großstadt, wo man quasi ausschließlich über die Allgemeinmedizinische Förderung im ambulanten (teilweise sogar auch im stationären) Bereich eine Weiterbildungsstelle bekommt. Ist nicht schön, aber wie soll man sonst im Beruf Fuss fassen?! Und ohne Berufserfahrung kommt man ja auch nicht weiter....

Dooly
18.01.2026, 13:49
Der Punkt mit der Verpflichtung ist auch meinen Informationen nach falsch. Man ist nicht gebunden, wie beispielsweise beim Vertrag von der Landarztquote. Guck am besten auf der Seite der zuständigen KV nach.

Ansonsten stimme ich zu, dass es kein pauschal richtiges Vorgehen in der Frage gibt. Kann abhängig von der Situation und Stelle mal so mal anders vorteilhaft sein. Im Klinik-Setting würde ich mich z. B. vorab informieren, ob der Einsatz mit WB Ziel Allgemeinmedizin anders ist, als mit dem Ziel des jeweiligen Fachs. In meinem Bekanntenkreis hatte die Förderung auch im ambulanten Bereich eine große Bedeutung, aber im stationären fast gar nicht.

P.S.: Bzgl. möglichen Umentscheidungen im Verlauf wurde mir von meiner LÄK ohnehin geraten im Fremdjahr beide Logbücher bestätigen zu lassen. Sowohl das Fremdjahres-Logbuch als auch das eigene.

Harvey
18.01.2026, 16:07
Wenn ein Krankenhaus die Förderung beantragt für AiW Allgemeinmedizin muss auch der AiW ein Schriftstück unterschreiben, dass er beabsichtigt Facharztausbildung Allgemeinmedizin durchzuziehen - die Details sind vielleicht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich . Mögliche Konsequenzen, wenn man dann doch eine andere Facharzteinrichtung einschlägt wurden ja in diesem Forum schon häufiger durchdiskutiert.

Für die Krankenhäuser ist die Förderung ein willkommenes Beibrot.

Was ich zur Angabe schrieb, ob man Innere oder Allgemeinmedizin angibt als Ziel, war rein bezogen auf das stationäre Setting.

Im ambulanten Setting ist es natürlich so, dass die Förderung Allgemeinmedizin viel mehr Geld ausmacht und daher natürlich so angegeben werden sollte

Dooly
18.01.2026, 17:21
Wenn ein Krankenhaus die Förderung beantragt für AiW Allgemeinmedizin muss auch der AiW ein Schriftstück unterschreiben, dass er beabsichtigt Facharztausbildung Allgemeinmedizin durchzuziehen - die Details sind vielleicht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich .Darin steht u. a., dass man die Fachrichtung anstrebt, nicht, dass man durchzieht. Das Risiko trägt aktuell normalerweise auch die Arbeitgeberin (Praxis/Klinik), die auch den Fördervertrag abschließt. Es gibt wohl Fälle bei denen das Risiko einer eventuellen Rückzahlung vertraglich auf die ÄiW abgewälzt wird, was zumindest in meinem Umfeld noch nicht passiert ist (sondern dann wird einfach regulär eingestellt, ohne Förderung).