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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : geplante Gesundheitsreform



Carina2
30.04.2026, 23:27
Hallo allerseits,

wie seht ihr das mit der geplanten Gesundheitsreform? In meinem Kolleg:innen-Kreis halten sich die Sorgen bisher in Grenzen oder es besteht schlicht kein Interesse. Ich persönlich betrachte das schon mit Sorge. Immerhin sehen Hartmannbund, Marburgerbund,KBV und die DKG. e.V. die Probleme, was aber vermutlich nichts bringen wird. Auch in den Medien scheinen mir die kritischen Stimmen kaum Beachtung zu finden. Sind die Verhältnisse doch noch zu gut oder haben alle schon resigniert? Wie ist eure Sicht der Dinge?

https://www.kbv.de/presse/pressemitteilungen/2026/wenig-bis-kein-verlass-auf-politik
https://www.hartmannbund.de/presse-media/presse/taschenspielertricks-zulasten-der-gkv-versicherten/
https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/beitragssatz-stabilitaetsgesetz-entzieht-den-kliniken-die-existenzgrundlage/
https://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressemitteilung/kuerzen-statt-stabilisieren-solidarversicherung-wird-zum

Viele Grüße

Kackbratze
01.05.2026, 17:30
Resignation.

Nefazodon
03.05.2026, 16:30
Eine Reform war und ist unvermeidlich. Auch das gespart werden muss, ist lange klar.
Aber meiner Meinung nach geht diese Reform in die falsche Richtung.
Die wirklich großen Probleme und Fehlentwicklungen werde aus meiner Sicht nicht angegangen (System gesetzlich/privat; Zahl der gesetzlichen Krankenkassen; Fehlnutzung des Gesundheitssystems, Doppelstrukturen...um nur einige zu nennen).

Gleichzeitig zeichnet sich eine deutliche Mehrbelastung für Krankenkassen und niedergelassene Ärzte ab. Und es ist nur eine Frage, bis sich das auch auf den stationären Sektor auswirkt.

Letztlich stellt sich auch die Frage, wie attraktiv der ärztliche Beruf weiterhin noch sein wird. Ich persönlich finde die Perspektive einer Niederlassung zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls nicht mehr besonders attraktiv.
Und mit Freiberuflichkeit oder gar Selbstständigkeit hat das Ganze auch nicht mehr viel zu tun, wenn die niedergelassenen Ärzte einerseits das volle wirtschaftliche Risiko tragen, andererseits die Einnahmen gedeckelt werden.