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Pascal
07.12.2001, 16:51
Genau. Essen an der Uni. Es lebe das Otto-Erreger Heim und die Magenkrämpfe.

Lava
07.12.2001, 18:48
Mensa ist ein gutes Stichwort. Am Anfang habe ich auch noch gedacht, ich werde hier eingehen, weil der Fraß so widerlich ist, aber mittlerweile habe ich mich echt dran gewöhnt. Leider ist Freiburg in der Hinsicht sehr teuer. Gerichte kosten zwischen 3 und 5 DM, darunter ist nichts zu machen.

Schanni
07.12.2001, 20:56
Komisch, bei mir ist es genau umgekehrt. Am Anfang fand ich das Essen super toll. Mitterlweile könnte ich schon fast kotzen, wenn ich das Essen in der Mensa sehe. IIIIIiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!

Marlies
09.12.2001, 16:06
Ja, hallo

zu diesem Thema möchte ich jetzt auch mal was loswerden:
Ich denke, dass man gut schreiben kann, welche Erfahrungen man mit den jeweiligen Unis gemacht hat und welche man persönlich für gut befindet und welche nicht. Nur sind das wirklich persönliche Einstellungen und jeder muss seine Erfahrungen selber machen und kann auch Gutes erleben an einer Uni, die jemand anders als die schlimmste Anstalt sieht.
Ich kann nämlich über die Uni in Magdeburg nur Gutes berichten. Das System ist dort vielleicht ein wenig verschult, wie so überall im Osten, aber dafür lernt man hier eine Menge Basics, auf die im gesamten Studium aufgebaut wird. Während der 2 Jahre zum Physikum muss man hier zwar so einige Hürden nehmen, dafür hat man es dann in der Physikumslernzeit einfacher als Kommilitonen anderer Unis (Ausnahmen bestätigen die Regel:-)), da man vorher gut darauf vorbereitet worden ist. Unter dem Strich schneiden die Magdeburger Studenten in der letzten Zeit im Physikum immer unter den ersten 5 ab, ich denke, dass spricht für sich.
Ich habe mich dort auf jeden Fall sehr wohl gefühlt, denn es gibt hier nicht nur "Platten", sondern auch sehr viele schöne alte Häuser, die alle wieder Farbe bekommen haben und nun viel besser aussehen. Leider ist hier von der Kneipenszene nicht so viel los, aber in den ersten 2 Jahren kommt man sovieso nicht so oft weg, wie man das vielleicht gerne hätte, aber das ist wohl überall so, jedenfalls wenn man es in 2 Jahren durchziehen möchte(auch hier gilt wieder: Ausnahmen bestätige die Regel).
Die Menschen sind dort etwas gewöhnungsbedürftig, aber man muss ja nicht für ewig dableiben:-))
Fazit: Ich kann das Studium bis zum ersten Stex (danach habe ich dann gewechselt) in Magdeburg nur empfehlen, nicht zuletzt weil der Lebensunterhalt hier noch so billig ist!!

Lava
09.12.2001, 18:52
So wie ich das von meinen Kommilitonen aus dem Westen (das sind 308 von 310, glaube ich) mitbekommen habe, gilt auch Greifswald als sog. Negativbeispiel. Es soll Leute geben, die den Studienplatz gar nicht annehmen, wenn sie von der ZVS nach Greifswald gesteckt werden. Ich kann nur sagen: ALLES QUARK! Mal abgesehen vom obligatorischen Neubaugebiet (das ist nunmal im Osten so) ist die Stadt sehr sehr schön. Noch dazu sind Rügen und Usedom nur eine halbe Stunde weg. Da die Stadt nicht sehr groß ist, ist auch das Studentenleben nicht schlecht (in der Innenstadt ist halt jeder zweite den man trifft ein Student). Wer jetzt sagt, Greifswald läge am Arsch der Welt, hat auch Unrecht. Berlin ist vielleicht gerade mal 3 Stunden weg und wenn die Ostseeautobahn erstmal fertig ist, sind es höchtens 2 Stunden!!! Wie ich die Sache mitbekomen habe, hat die Uni auch einen ganz guten Ruf. Übrigens komme ich keineswegs aus Greifswald, aber eine gute Freundin von mit studiert dort.

So viel zum Thema Ruf und Subjektivität.

Pascal
10.12.2001, 06:25
Nen Studienplatz wegen des Ortes nicht anzunehmen kann ich auch nicht verstehen. Es gibt vielleicht zwingende Gründe in Einzelfällen, aber an sonsten sollte man halt lernen, daß nicht immer alles so läuft wie man will. Das ist denke ich auch ein Grund für den Großteil der noch arbeitslosen Ärzte. Nicht die Stellen fehlen. Die sind mitlerweile da. Aber unter umständen nicht sofort in der Traumstadt oder gar Traumklinik. Da muß man sich vielleicht von einer anderen Stelle aus hinbewerben.

tcb
11.12.2001, 10:42
:-(

also schon wieder so ne sinnlose diskussion über besser und schlecht obwohl hier ja einer nur tipps für ne gute uni haben will, haben unsere übereifrigen medizinstudenten nichts besseres zu tun als sich über besser und schlechter zu streiten :-???

also hier einige ernstgemeinte tipps von mir...

ich studiere in frankfurt...frankfurt hatte früher einen sehr schlechten ruf als massenuni was heute aber ganz und garnicht mehr so ist...achja übrigens der einzige existierende reformstudiengang ist übrigens hier in frankfurt und ausserdem in heidelberg und ausserdem in berlin usw...soviel zu den immer besserwissenden...die irgendwas behaupten grml...
also in frankfurt wurde jetzt das studienjahr eingeführt mit einer neuen studienordnung...die kurse werden über mehrere semester angeboten der präpkurs geht z.b. über 3 semester und wir in jedem semester parallel mit einem anderen verwandten fach behandelt d.h, im 1semester ist es biologie und anatomie im 2 semester anatomie biochemie und im dritten semester anatomie und physiologie. es gibt keine von einander unabhängigen unterrichtsveranstaltungen sondern es werden immer themenbereiche abgehandelt...z.b wird in anatomie das herz durchgenommen dann wird parallel dazu in physiologie herz-kreislauf durchgenommen und in biochemie z.b. blut...also eigentlich ein sehr gutes neues modell was auch in fachkreisen für aufsehen gesorgt hat...siehe frankfurter rundschau im september ausgabe reiche ich noch nach...dieses model ist ganz neu in deutschland und deswegen auch sehr interessant für studienanfänger...ausserdem wird gerade die uni-klinik komplett saniert es kommen neue hörsäle neue räumlichkeiten hinzu...forschungszentren werden neu gebaut...renommierte professoren werden an land gezogen...übrigens hat unser dekan dieses jahr das bundesverdienstkreuz bekommen für seine leistungen um die lehre in der medizin...ausserdem haben wir bei uns den wohlbekannten prof. braak der auch für den nobelpreis vorgeschlagen wurde, für seine alzheimerforschung...ihr wisst alzheimer stadien werden auf der ganzen welt nach ihm benannt( braak1, braak2.... *angebentu*)...und so weiter...ausserdem noch ein vorteil in ffm ist alles an der uni-klinik alle veranstaltungen an einem ort. ausserdem haben wir eine sehr gute fachschaft mit viel service, und dann noch einmalig in deutschland ein LERNSTUDIO wo studenten sich praktische fertigkeiten in eigenregie aneignen können. POL und so gibts bei uns schon seit ewigkeiten...ach ja noch was EBM ist auch sehr aktiv in frankfurt (evidence based medicine)...

also soviel angeberei...wie ihr seht hat jede uni vorteile zu bieten...ich würde sagen sucht euch die uni so aus dass ihr euch in der stadt wohlfühlt, denn das wissen kann man sich auch in timbuktu aneignen. :-meinung

greets

Pascal
11.12.2001, 10:55
Hab ich versuch, aber da stiß ich doch auf gewisse Sprachprobleme. Nee, hast aber recht. Studieren macht insgesamt mehr Spaß und bringt dann wohl auch mehr, wenn man sich wohlfühlt.

Susannchen
16.12.2001, 09:16
Ist es nicht immer so im Leben ? Nach welchen Priotitäten man handelt ? Karriere : ist es wirklich so, dass der Studienort maßgeblich ist ? Was nützt es, einen Trottel aus ner "Eliteuni" zu nehmen, wenn ich ein Genie von ner "Scheiß-Uni" haben kann ? Bei Medi-Learn gibt´s dazu übrigens auch ein interessantes Ranking.
Wohlfühlen : Wenn mir aber wichtig ist, dass es mir gut geht und ich mich wohl fühle ....
Das is wie mit dem Partner : ob ich Wert drauf lege, dass er gut aussieht oder andere Qualitäten entscheidend finde ....

Also beim Studienplatz : was is wichtig ? Lernangebot (z.B. Präpen), Namen der Professoren (da wäre Hannover mit den Anatomen erwähnenswert), Kosten für Unterkunft (München!), Freizeitangebot, Freunde, Fahrzeit/Weg, Persönlichkeit (Anonymität), .... ?