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Pünktchen
11.03.2004, 13:02
ihr bringt mich hier total durcheinander....ich hatte euch doch grade geglaubt...:-((


Die Aussage in der IMPP-Frage würde ja meine Theorie der Lordosierung beim Beineanheben gegen Widerstand unterstützen. Denn eigentlich verkürzt sich doch der Muskel bei bei Arbeit oder nicht *grübel*



Das der Psoas eine LWS-Flexion bewirkt ist klar, es zählen doch nur die unterschiedlichen Anteile des Psoas an der Lordose. Zieht der Psoas oberhalb der Lordose wirkt er ihr entgegen und zieht er hauptsächlich in der "Lordose" dann verstärkt er sie.
bei meiner Theorie mit auf dem Boden liegender Person ist doch eigentlich der der Weg zwischen Bein und Th12 am längsten und daher wird von dort aus kaum Kraft ausgehen und eher die unteren Muskelanteile aktiviert oder? und da diese an der Lordose angreifen, könnten sie doch auch an der Hyperlordosierung beteiligt sein.

airmaria
11.03.2004, 14:50
Zur IMPP-Frage: "auf Dauer verkürzt"

Wie weiter vorne Beschrieben, bewirkt der Psoas normalerweise eine Ventralflexion der LWS.
Ist der Psoas aber auf Dauer verkürzt, kippt das Becken - und somit der Bezugspunk S1 - nach vorne (wodurch der Drehpunkt der oberen LWK's vor die Zugrichtung des Psoas gelangen könnten).
Um nun nicht schräg in der Gegend rumzulaufen ist der Erector schwer in Arbeit und bewirkt eine Hyperlordose vor allem im Bereich L1/L2 (man beachte auch das major, ohne minor in der Frage ;-) )

"Mary" airmaria

Kerstin18
11.03.2004, 20:25
Hallo zusammen,

also ihr bringt mich nun vollkommen durcheinander.
In meiner Physioausbildung wurde uns eingebleut (mit eu oder äu, HILFE!), dass der Psoas die Lendenlordose verstärkt.
Daher sollte man ihn bei Bauchmuskelübungen "ausschalten".
@Pünktchen
Demnach ist Deine Übung mit Liegen auf dem Rücken und Beine heben strengstens verboten ;-) Führt zur Hyperlordose und ist zu belastend. Also, Bauchmuskelübungen nur ohne Beteiligung des Psoas machen.
Ist das nun alles verkehrt oder bin ich grad verkehrt, verdreht, verwirrt....??? :-)
Kann vielleicht einer das ganze mit den Hebeln und Drehpunkten mal aufzeichnen? Könnte mir das dann besser vorstellen. ;-)
Okay, ist ein bisschen viel verlangt, ich geb's zu...;-)

Schönen Abend und vielleicht hat sich bis morgen in meinem Gehirn ja wieder alles zurechtgerückt :-winky

Neujahrsrakete
11.03.2004, 20:34
Original geschrieben von Kerstin18
also ihr bringt mich nun vollkommen durcheinander.
In meiner Physioausbildung wurde uns eingebleut (mit eu oder äu, HILFE!), dass der Psoas die Lendenlordose verstärkt.
Daher sollte man ihn bei Bauchmuskelübungen "ausschalten".

Und wie schaltet man den Psoas aus? Den Rücken einfach auf den Boden drücken und ein Hohlkreuz während der Übung vermeiden? Oder reicht das nicht aus?
Das interessiert mich ja jetzt doch!!!
Nicht, daß wir da im Unisport nur Blödsinn machen :-blush

airmaria
11.03.2004, 21:18
Das Problem und die Differenzierung liegt in der Verkürzung.
Diese Übungen und Warnungen beziehen sich eben nicht auf den Psoas als solchen, sondern auf das nach ventral verkippte Becken!
Dieses muß zur richtigen Übung aufgerichtet werden, sonst kommte es zur Hyperlordierung und Fehlbelastung.

"Mary" airmaria

abcd
11.03.2004, 21:42
Ausschalten des M. iliiopsoas beim Bauchmuskeltraining durch Hüftflexion während des Übens.
Man nutzt die passive Insuffizienz des Muskels aus, in dem man Ansatz und Ursprung annähert.

test
11.03.2004, 22:52
Original geschrieben von abcd
Ausschalten des M. iliiopsoas beim Bauchmuskeltraining durch Hüftflexion während des Übens.
Man nutzt die passive Insuffizienz des Muskels aus, in dem man Ansatz und Ursprung annähert.

Ist das nicht die aktive Insuffizienz :-notify

Kerstin18
12.03.2004, 10:29
[QUOTE]Original geschrieben von abcd
[B]Ausschalten des M. iliiopsoas beim Bauchmuskeltraining durch Hüftflexion während des Übens.

@Neujahrsrakete
Genau, man lässt die Beine ganz einfach am Boden stehen oder legt sie auf 'nen Hocker/Pezziball etc.
Am besten den Rücken im Lendenbereich zusätzlich auf den Boden drücken bzw. das Becken nach hinten kippen. Die geraden Bauchmuskeln spannen sich dabei bereits leicht an und das ganz ohne Hyperlordose.

@airmaria
'Ne Aufrichtung des Beckens bewirkt doch eine Hyperlordose. Aufrichtung des Beckens = Kippung des Beckens nach ventral
Hm, vielleicht hast Du ja auch 'ne andere Definition von "Beckenaufrichtung". Ich hab's zumindest immer wie oben gelernt.

Gruss,
Kerstin :-winky

airmaria
12.03.2004, 15:45
Original geschrieben von Kerstin18
Ne Aufrichtung des Beckens bewirkt doch eine Hyperlordose. Aufrichtung des Beckens = Kippung des Beckens nach ventral
Hm, vielleicht hast Du ja auch 'ne andere Definition von "Beckenaufrichtung". Ich hab's zumindest immer wie oben gelernt.


??? der arme Mensch steht da so rum, sein Becken ist nach vorne gekippt: zum Ausgleich muß er in der LWK hyperlordieren, sonst fällt er nämlich auf die Nase.
Richtet er das Becken nun auf, verringert sich die Lordose, oder nicht?

"Mary" airmaria

Alles wird gut
12.03.2004, 17:47
:-)) wenn man liegt, ist das "Becken aufrichten" allerdings wieder was anderes, nämlich das genaue Gegenteil....

hier zeigt sich, dass es scheinbar doch recht sinnvoll ist, hochtrabent von "Flexion" und "Extension" zu sprechen... ;-)

Kerstin18
12.03.2004, 21:04
[QUOTE]Original geschrieben von airmaria
[B]

??? der arme Mensch steht da so rum, sein Becken ist nach vorne gekippt: zum Ausgleich muß er in der LWK hyperlordieren, sonst fällt er nämlich auf die Nase.
Richtet er das Becken nun auf, verringert sich die Lordose, oder nicht?



@airmaria
Also mit dem ersten Teil bin ich einverstanden. Mit dem zweiten weniger.
Nehmen wir doch mal an, Du sitzt auf einem Stuhl. Wenn Du nun Dein Becken so bewegst, dass sich die Lordose (Kippung nach dorsal) verstärkt, dann nimmst Du mit Deinem Becken doch keine Aufrichtung ein. Aufrichten kannst Du Dich und Dein Becken nur, wenn das Becken nach ventral gekippt ist. Erst dann kannst Du "gerade" sitzen und hängst nicht in der Lümmelhaltung (sprich allgemeiner WS-Flexionshaltung) da, oder nicht?

airmaria
13.03.2004, 00:42
Original geschrieben von Alles wird gut
:-)) wenn man liegt, ist das "Becken aufrichten" allerdings wieder was anderes, nämlich das genaue Gegenteil....

hier zeigt sich, dass es scheinbar doch recht sinnvoll ist, hochtrabent von "Flexion" und "Extension" zu sprechen... ;-)

Nein, nicht nötig: man bezieht immer alles zur Normalstellung (stehend usw...), so wie der Mensch im Atlas gemalt ist ;-)

Sonst kann man alle Richtungsangaben vernichten... varus, valgus... usw

"Mary" airmaria

... damit erklärt sich auch meine Meinung zur vorangehenden Aussage von Kerstin: nein!

Kerstin18
13.03.2004, 10:49
@airmaria
DOCH!!! ;-) Okay, ich seh schon, wir werden uns hier wohl nicht einig werden. Ist halt Definitionssache...
Gruss,
Kerstin :-winky

airmaria
14.03.2004, 12:10
Original geschrieben von Kerstin18
Ist halt Definitionssache...

Ja, das ist es... es ist definiert ;-)

Guckst Du mal z.B. hier (http://www.spiraldynamik.com/kreuzschmerz.asp) (sogar aus dem Bereich der Physios)

Grüsse "Mary" airmaria

Kerstin18
14.03.2004, 14:26
Dem Artikel stimme ich vollkommen zu, wenn die Deine Definition der Beckenkippung haben. Dann ist das alles richtig erklärt.
Sorry, ich hab halt gelernt, dass Beckenaufrichtung 'ne Kippung nach ventral bedeutet.