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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blut abnehmen



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Christoph_A
26.03.2004, 07:31
@ Feuerblick:
Das war genau das,was ich mit meinem Post sagen wollte. Wollte hier keinem Faulheit vorwerfen,sondern nur Relationen darstellen.
P.S.: @ Milz: Kleiner Idealist,hmm?

Leelaacoo
29.03.2004, 20:47
Also, ich weiß nicht, was ihr so schlimm dran findet....wenn ich in meinem Chirurgie-Tertial das im-OP-rumhängen gegen Dauerblutabnehmen eintauschen könnte...hey, her damit!
Außerdem ist es doch das einzige, wo man noch a bisserl Selbstbestätigung erfährt ("Ach, bei mir kriegt nie einer Blut...wollen Sie nicht lieber den Oberarzt holen?"-"Oh, das ist schön, daß das jetzt funktioniert hat..."...na ja, nicht immer, aber immer öfter :-D )
Ich hab bei meiner Inneren-Famulatur teilweise 30 BE's am tag gehabt (der AIPler auf der anderen Station war gaaaanz alleine...hat mich nett drum gebeten, ob ich das nicht auch machen könnte...na ja, was man nicht alles tut, dafür hat er auch bei den Viggos auf meiner Station geholfen....die hasse ich nun wirklich...).
Ist es eigentlich möglich, daß man fast immer Blut kriegt, auch bei den schlimmsten Venen, aber nur eine Viggo von 100 liegen bleibt??? Ich habe die Technik jetzt jahrelang theoretisch studiert...aber es klappt einfach nicht (hab extra wegen dem ***** in der Anästhesie famuliert....Intubieren klappt prima, Viggos immer noch alle para :-peng )
LG Lee

milz
29.03.2004, 23:21
Original geschrieben von Christoph_A
P.S.: @ Milz: Kleiner Idealist,hmm?
Ja. :-blush Ich kenn das Immer-die-andern-Spielchen halt von der KP-Ausbildung und da bin ich dann etwas empfindlich. ;-)
Und idealistisch muß man auch sein, wenn man Arzt werden will. :-))

Pascal
30.03.2004, 05:08
Muß auch mal sagen das ich überhaupt kein Problem mit BEs habe. Hatte ich in keiner Famulatur und werde ich auch nicht im PJ haben. Was anderes sind grobe Unverschämtheiten von Ärzten oder Pflegepersonal. Aber das Blut abnehmen und Viggos schieben sollte meiner Ansicht nach sehr wohl die zu den Aufgaben von PJlern gehören. Ich finde es schon sehr beschämend wenn Ärzte später nicht in der Lage sind nen Zugang zu legen. Und das lernt man nur vernünftig durch Übung.

Turnusknecht
11.04.2004, 14:16
Original geschrieben von Leelaacoo
Ist es eigentlich möglich, daß man fast immer Blut kriegt, auch bei den schlimmsten Venen, aber nur eine Viggo von 100 liegen bleibt???


Das Problem habe/hatte ich auch.........vielleicht triffst du das Gefäß zu steil.

Probier´s mal mit der indirekten Punktion, dann kommst du flacher rein, das klappt beim Viggo/Venflon bzw. Butterfly-legen meist besser.

Feuerblick
11.04.2004, 19:57
@Leelacoo: Genau! Viggos legen mag ich nämlich lieber als das reine Nadelgesteche (okay, inzwischen klappts dann immerhin so gut, daß es mir nicht völig den Tag verhagelt...). Du mußt die Dinger möglichst flach reinstechen und sobald du siehst, daß Blut reinläuft (und das passiert ja schon, wenn du nur das Gefäß getroffen hast) sofort die Nadel zurückziehen. Dann sollte eigentlich nichts mehr para gehen. DAS zumindest krieg ich auf die Reihe :-))
Und was Ops vs. BEs angeht: Wollen wir uns ne Station teilen? Du die BEs und ich den OP? :-D ;-) :-))

Rugger
13.04.2004, 08:20
Original geschrieben von Turnusknecht
Probier´s mal mit der indirekten Punktion... Womit sich (zumindestens mir) nun die Frage stellt, wie man eine indirekte Punktion durchführt?!

R.

condorito
13.04.2004, 17:07
Erst Haut durchstechen,dann Vene punktieren,das nennt sich indirekt

Rugger
13.04.2004, 17:26
Original geschrieben von condorito
Erst Haut durchstechen,dann Vene punktieren,das nennt sich indirekt Und erst Vene, dann Haut wäre dann direkt?! *scnr* :-))
Naja, daß deckt sich dann wohl mit dem, was ich eh' vermutet habe: erst Haut durchstechen, dann sc. zur (hoffentlich naheliegenden) Vene vorarbeiten... Stellt sich mir nur die Frage, ob die diese Technik tatsächlich einen Vorteil darstellt?!

Rugger

Turnusknecht
13.04.2004, 18:26
Ich hab es auch nicht geglaubt, aber mit ein wenig Übung ist das eine zuverlässige Methode.

Gerade Unerfahrene bevorzugen die direkte Puntkion. D.h. du stichst direkt über den Gefäß durch die Haut in einem Zug in die Vene. Das geht auch meist gut (z.B über einer fetten Cubitalvene), birgt aber das Risiko, die Nadel nicht rasch genug abzusenken. Die Nadelspitze kann dann die gegenüberliegende Venenwand spätestens beim Vorschieben durchstossen....das Vorschieben geht dann erschwert, tut weh oder man sieht, daß alles para geht.

Wenn Du schon direkt punktierst, schieb die Nadel langsam vor, bis Blut hinten erscheint. Dann senk die Nadel ab, und heb eventuell die Vene mit der Nadel hoch und schieb letztere so ein paar mm vor, das ist auch ein kleiner Trick, den ich mir gerne zunutze mache.

Ansonsten........das eigentliche Geheimnis beim Venflonlegen ist Routine, Ruhe und Geduld. Und wer gut Blut abnehmen kann, kann gut Venflon legen...über kurz oder lang, bis er ´"es" im Gefühl und eigene Schmähs drauf hat.

Leelaacoo
14.04.2004, 08:24
Hi Ihr...danke für die Tipps, aber das ist alles längst ausprobiert...klappt leider trotzdem nicht. Beim Blutabnehmen hab ich echt keine Probleme...auch wenn mal eine Infusion über Butterfly laufen soll, geht alles gut...aber wenn ich direkt punktiere, warte, bis das Blut hinten in der Kappe erscheint und dann zurückziehe, bin ich meist schon wieder draußen...oder aber ich schieb noch ein Stück vor und die Vene ist dahin (vielleicht liegts ja dadran, daß meine Viggo-Patienten alle über 70 sind???). Indirekt find ich noch schwerer und die Patienten sind meist nicht angetan, wenn ich unter der Haut mit der Nadel rumfummele...aber das mit dem anheben der Vene muß ich mal versuchen, vielleicht klappt es ja dann??? Ich glaub, ich hab mich mittlerweile schon konditioniert, daß es nicht klappt. Sobald ich das Tablett mit diesen rosa Dingern sehen (ja ja, die Sanis schreien gleich...rosa...pahhh :-blush ), dann läuft mir schon der Schweiß herunter...
@Feuerblick: DAS ist mal ein Angebot! Wär ich gleich dafür :-D
LG Lee

Turnusknecht
14.04.2004, 15:08
ok, ein letzter exklusiver tip, den ich meinen famulanten immer gebe:

Man nehme so einen alten Gummi-Stauschlauch, ihr wisst schon, diese Gummiröhren, mit denen man früher zu werke gegangen ist.

Die macht ihr irgendwo fest, oder legt sie hin und drüber ein Zellstoffpapier oder ein Fetzerl.

Und dann stechen.....vorschieben.......rausziehen.......ste chen........vorschieben.......rausziehenstechen... ..vorschieben.......rausziehenstechen.....vorschie ben.......rausziehen

Also quasi Trockentraining. Ist zwar anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, und ich weiss nicht wieviel Venflons ich kaputtgemacht hab (am besten weisse oder grüne nehmen, da der Gummi doch mehr Widerstand bietet als jede Cutis bzw. Venenwand, und bei den rosanen dsich die Nadel verbiegt) aber du bekommst mit der Zeit ein Gefühl, weil Du dann "automatisch" arbeitest. Ausserdem "siehst" Du ja, was Du falsch machst (zu steil, zu tief, daneben, durchgestochen usw.).

Ahja, wg rosa Venflons: Grün ist die Farbe der Hoffnung - aber mach Dir nix draus.......das wird schon noch *g*, Übung macht den Meister.