PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bestehensgrenze



MEDI-LEARN
24.03.2004, 14:47
Hallo,

wer sich fragt, wie diesmal die Bestehensgrenze berechnet wird, weil es ja gar keine Referenzgruppe mehr für das 1. Staatsexamen gibt, dem sei durch folgendes Zitat aus der AO geholfen:

" .. so ist der Erste Abschnitt der Ärtzlichen Prüfung bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 Prozent der gestellten Fragen zutreffend beantwortet hat oder wenn die Zahl der vom Prüfling zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr als 12 Prozent die durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller Prüflinge des betreffenden Prüfungsabschnittes unterschreitet."

bisher: um nicht mehr als 22 Prozent die durchschnittlichen Prüfungsleistungen der Referenzgruppe (Studenten nach dem 3. Studienjahr)

Zusammenfassung:

Bisherige Bestehensgrenze:
Durchschnitt der Referenzgruppe abzgl. 22 % .

Bestehensgrenze nach Übergangsregelung:
Durchschnitt aller Studenten abzgl. 12% .

Man darf gespannt sein.

Viel Erfolg

MEDI-LEARN

25.03.2004, 15:32
wie ich es sehe, gibt es auch ein paar aus der Referenzgruppe, die mitgeschrieben haben (Göttingen). was nun? geht es nach diesen oder nach allen oder nach dem, was am vorteilhaftesten ist (aber das wäre ja das erst mal...)

MEDI-LEARN
25.03.2004, 16:42
Wenn mehr als 15 % der Examensteilnehmer zur Referenzgruppe gehören, dann alte Regel (Referenzgruppe abzgl. 22 %) sonst neue Regel (Alle abzgl. 12 %)

Im Original heißt es in der gemeinfreien Fassung der ÄAppO, vom 27 juni 2002 in § 43:

"Ist eine Berechnung der nach & 14 Abs. 6 der Approbationsordnung für Ärzte in der Fassung der Bekanntmachnung vom 14. Juli 1987 (BGBI.IS.1593), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetztes vom 27. April 2002 (BGBI,I S. 1467), für Studierende nach Satz 1 nicht mehr möglich, weil nicht mehr als 15 Prozent der Prüfungsteilnehmer nach der Mindeststudienzeit von drei Jahren den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zu diesem Zeitpunkt ablegen , so ist der Erste Abschnitt der Ärtzlichen Prüfung bestanden, wenn der Prüfling mindestens 60 Prozent der gestellten Fragen zutreffend beantwortet hat oder wenn die Zahl der vom Prüfling zutreffend beantworteten Fragen um nicht mehr als 12 Prozent die durchschnittlichen Prüfungsleistungen aller Prüflinge des betreffenden Prüfungsabschnittes unterschreitet."

Viele Grüße MEDI-LEARN

25.03.2004, 16:50
Kann mir jemand sagen, wie von der Bestehensgrenze aus dann die anderen Noten ausgerechnet werden?

Vielen Dank!!

micca
25.03.2004, 16:58
ich vermute , dass es bei der alten regel bleibt:

es gibt eine

1: 75 %,
2: 50 %,
3: 25 %,

wenn der prüfling: soundsoviel % der darüber hinaus gestellten fragen richtig beantwortet hat.

verbessert mich, wenn 's nicht stimmt.

micca

Faust601
25.03.2004, 17:07
Aber sicher ist das so.
Ist bei jedem Examen so.
War ja auch beim Physikum so, das du (ich meine Unregistered, nicht dich, Micca) doch sicher schon geschrieben hast...

P.S.: Sorry, wenn ich ein wenig sarkastisch wirke, aber wir kreisen hier seit letzter Woche irgendwie immer wieder um dasselbe Thema.

micca
25.03.2004, 17:21
Original geschrieben von Faust601
War ja auch beim Physikum so, das du (ich meine Unregistered, nicht dich, Micca) doch sicher schon geschrieben hast...

richtig, richtig, ich schreib ja erst in einem jahr :-oopss

micca :-lesen

25.03.2004, 17:34
15% werden es schon sein, oder? obwohl die andere lösung vermutlich eine niedrigere notengrenze ergeben würde.

25.03.2004, 18:09
dazu paßt vielleicht auch folgendes:

es haben diesmal wohl drei Gruppen das 1. Stex mitgeschrieben haben:
- übergangsregeln-betroffene, die noch darauf hoffen, vor 2006 neues oder altes 2. Stex zu machen, wenn sie jetzt das 1. Stex machen.
- mehr oder weniger alle an 2 oder 3 Unis (z.B. Gö), weil es da so mehr oder weniger vorgesehen ist.
- ein paar, die es einfach so schreiben (gute Note abholen, Lernmotivation, Protest, Spaß)

Trotzdem, auch wenn es noch keine offiziellen Zahlen gibt, werden es wohl statt 4000 irgendeine 3stellige Zahl sein.

Nächstes Semester werden es wohl noch weniger sein, aus allen gruppen, da
- die meisten übergangsregelungen-betroffenen es diesmal mitschreiben. wer diesmal nicht antreten konnte, ist ohnehin nicht so stark betroffen. Vielleicht gibt es noch ein paar, die durchgefallen sind, oder die diesmal dachten, es bringt nichts. wahrscheinlicher aber: es bringt nichts und das hat sich bis nächstes mal endgültig herausgestellt.
- diese 2 oder 3 unis werden auch umgestellt haben inzwischen
- da wird es auch weniger geben, weil die jetzigen 5.Semester noch länger daran gewohnt sind, kein 1. Stex zu schreiben als die jetzigen 6.Semester, von denen eben manche schreiben, weil... weil halt. vor allem aber KÖNNEN auch viele nicht mehr, weil durch die neuen Kurse von den heutigen 5.Semestern kaum noch jemand nach dem 6. alle alten Scheine hätte, nach dem was ich höre jedenfalls.

lange Rede, kurzer Sinn: 8/04 wird vielleicht noch eine 2stellige Anzahl übrig bleiben. und was ist 3/05 und 8/05, denn so lange gibt es das 1. Stex offiziell noch? Wahrscheinlich schreibt da gar keiner mit von sich aus. Außer einer sucht sich sagen wir mal 9 Freunde und verpflichtet sie dazu, jeweils 20 Punkte zu schreiben, er selbst macht 180, normalerweise ne glatte 4. Durchschnitt dieser 10 Teilnehmer: 36 Punkte, Bestehensgrenze 32 Punkte, Grenze für eine 2: 162 oder so. mit einer glatten 4er Leistung (sogar mit einer 5) kann man sich also ne schöne 2 abholen, die zwar nur 1/6 zählt, aber immerhin. die anderen 9 würden im grunde genommen auch nichts verlieren, ob man das 1. Stex nicht mitschreibt oder mit ner glatten 6 durchfällt macht so weit ich weiß keinen unterschied (solange man nicht 3mal durchfällt). noch so ein beispiel, zu welch unsinn die übergangsregelungen so führen können.