Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MegaCode bei Rea / Position & Aufgaben der Helfer?
nduester
29.01.2005, 15:50
Gerade auf das EKG wurde meines Erachtens bisher sehr wenig eingegangen. Die Richtlinie sieht doch vor, dass es VOR der Intubation abgeleitet werden soll - oder vertue ich mich da?
Daher wird man auch kaum in der ersten Minute intubieren können, oder war ich in den Übungen nur zu langsam?
P.S.: oben stand was, ala: "man hat ja nicht immer alles gleich zur Hand".. Stimmt, aber wir haben bei uns vor der Prüfung alles schön in ein Dreieckstuch gepackt (Laryngoskop, Führungsstab,....). Somit hat man vor Ort fast alles mit einem Griff beisammen (und es liegt alles halbwegs sauber), und kann die restlichen Sachen schnell hinzufügen.
Aber das ist nur mein Senf, kann ja jeder so machen wie er möchte!
Schönes WE!
Tja... im tatsächlichen Leben" hat man aber eben NICHT alles hübsch beisammen, muß auch noch Verpackungsmaterial entfernen etc. etc. Und TROTZDEM sind die angesprochenen Zeiten (rd. 40 Sek. bis zur ersten Defibrillation, ca. 90 Sek. bis Intubation) tatsächlich machbar.
Gruß, Nils
Und TROTZDEM sind die angesprochenen Zeiten (rd. 40 Sek. bis zur ersten Defibrillation, ca. 90 Sek. bis Intubation) tatsächlich machbar.Ganz ehrlich: seitdem ich die Zahlen zur Frühdefibrillation kenne und irgendwo reinkomme, wo jemand liegt, der blau ist und reanimationsverdächtig, bekommt der erstmal die Paddel auf die Brust. Bin mir ziemlich sicher, daß ich die 40 Sek. schlage - ob allerdings die 90 bis zur Intubation drin sind, wage ich im Regelfall mal zu bezweifeln...
R.
Felix@112
29.01.2005, 16:55
Ganz ehrlich: seitdem ich die Zahlen zur Frühdefibrillation kenne und irgendwo reinkomme, wo jemand liegt, der blau ist und reanimationsverdächtig, bekommt der erstmal die Paddel auf die Brust. Bin mir ziemlich sicher, daß ich die 40 Sek. schlage - ob allerdings die 90 bis zur Intubation drin sind, wage ich im Regelfall mal zu bezweifeln...
R.
Wenn man wieder zum Auto muß, um den Defi zu holen, schafft man die 40 Sekunden nicht :-)) .....
Um nach 90 Sekunden Defibrillation durchgeführt UND Intubation vorbereitet zu haben, muß man ein verdammt fittes Team mit Bewegungsfreiheit sein....
In Real Life nur selten zu schaffen, ich schaff es zumindest nicht :-blush ....
Allerdings stoppe ich auch selten die Zeit dabei..... Also 30 Minuten Rea sind bei mir immer gefühlte 5.... Die Zeit bis zur Intubation allerdings auch!!!
Gruß
Felix
Wenn man wieder zum Auto muß, um den Defi zu holen, schafft man die 40 Sekunden nicht :-)) .....Wohl wahr, wohl wahr! Manchen Kollegen kann man das nicht oft genug sagen!
Um nach 90 Sekunden Defibrillation durchgeführt UND Intubation vorbereitet zu haben, muß man ein verdammt fittes Team mit Bewegungsfreiheit sein....Sehe ich genauso! Allein, bis man den Patienten in einer Position hat, um vernünftig arbeiten zu können, vergeht oftmals schon fast eine Minute.
Rugger
Allerdings stoppe ich auch selten die Zeit dabei..... Ich weiß nicht, wie durchführbar das im präklinischen Bereich ist, aber in Tübingen im Schockraum hängt eine große Uhr, die gestartet wird, wenn der Patient reingerollt wird.
Ein Anästhesist hat gemeint, das hätte die Effizienz ungemein gesteigert, wenn alle Beteiligten immer mal wieder die Uhr im Blick haben.
Ich weiß nicht, wie durchführbar das im präklinischen Bereich ist, aber in Tübingen im Schockraum hängt eine große Uhr, die gestartet wird, wenn der Patient reingerollt wird.
Ein Anästhesist hat gemeint, das hätte die Effizienz ungemein gesteigert, wenn alle Beteiligten immer mal wieder die Uhr im Blick haben.Zum einen glaube ich kaum, daß das in der Praxis machbar wäre (es sei denn, man hat einen Praktikanten dabei!), zum anderem wäre das in meinen Augen ein zusätzlicher Stressor, den man in der Situation nicht wirklich brauchen kann - ist schon stressig genug so wie es ist...
R.
Tja... im tatsächlichen Leben" hat man aber eben NICHT alles hübsch beisammen, muß auch noch Verpackungsmaterial entfernen etc. etc. Und TROTZDEM sind die angesprochenen Zeiten (rd. 40 Sek. bis zur ersten Defibrillation, ca. 90 Sek. bis Intubation) tatsächlich machbar.
Gruß, Nils
Ui, klingt gut!
Frage mich nur, wie das dann abläuft?
Weil laut Lehrplan: Bewusstsein (sagen wir mal 3-5 s) Atmung 10 s, Puls 2x5 s. Bleiben ca 15 s für die ganze Vorbereitung incl. Umlagerung etc?
Wie macht ihr das dann im Einsatz?
Lasst ihr was weg, oder wird was kürzer ausgeführt?
Oder seid ihr so gut "trainiert"?
(Will hier nicht dumm rumschwätzen, sondern nur nen paar Anregungen/Tipps erhalten - schliesslich bin ich praxismässig noch nicht sehr erfahren, und die nächste Rea kommt bestimmt...)
Zu der Sache mit der Zeit:
Wenn genügend Leute da sind, kann ja einer auf die Uhr schauen oder auf dem EKG rumspielen (da kann man ja Ereignisse, z.B. Adrenalingabe auch eingeben - aber wem sag ich das :-music ) - obs allerdings was bringt sei dahingestellt. Denke das hilft höchstens zu Trainingszwecken an der Puppe.
Frage mich nur, wie das dann abläuft?
Weil laut Lehrplan: Bewusstsein (sagen wir mal 3-5 s) Atmung 10 s, Puls 2x5 s. Bleiben ca 15 s für die ganze Vorbereitung incl. Umlagerung etc?
Wie macht ihr das dann im Einsatz?
Lasst ihr was weg, oder wird was kürzer ausgeführt?Ganz ehrlich: ich habe den Check nach Algorhythmus noch nie wie vorgegeben durchgeführt. Meistens ist es ja doch so, daß man reinkommt und man sieht, daß der Patient reanimationspflichtig / - verdächtig ist. Dann kurz die Paddel drauf, ableiten und dementsprechend handeln... (eventuell vorher kurzumlagern... *gg*)
R.
Ein interessanter Aspekt bei der Durchführung der Frühdefibrillation durch Ersthelfer ist "wann leg ich meinen Profi-Defi an?"... denn kabelt man den Halbautomaten ab verliert man Zeit.
Also: anlegen nachdem wieder Rhythmus da ist ODER den mitgeschleppten Defi einfach als EKG Anhängen und mit dem kleinen Kasten ballern...
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