Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studienstiftung
Hallo Nina,
es gibt keine Referatthemen, die "gern gesehen" werden. Am besten, Du nimmst ein Thema, bei dem Du Dich gut auskennst und zu dem auch jeder was sagen kann.
Stell Dir vor: Da sitzen 5 oder 6 Leute zusammen und hören einen Vortrag nach dem anderen und müssen anschließend diskutieren. Wenn Du Dich in diese Situation versetzt, kannst Du Dir vorstellen, dass es ziemlich tödlich ist, entweder einen öden Vortrag zu hören (womöglich noch vom Blatt abgelesen...), oder einen, bei dem niemand was versteht oder einen, bei dem es nichts gibt, über das man diskutieren könnte.
Herzliche Grüße
Anne
Hier spricht nochmal der Verfasser und Gegendarstellungsliebhaber von heute früh um 01:57 .... Ich will mal aus dem Nähkästchen plaudern, was die Vorträge angeht: Als ich anno 1912 (es kann auch einige Jahre später gewesen sein) zu einem Auswahlseminar der Studienstiftung (damals wurde das "des deutschen Volkes" in den Broschüren noch allenfalls im Impressum verwendet...) fuhr, zusammen mit einem ebenfalls vorgeschlagenen Kommilitonen, hatten wir, schon im Zug sitzend, beide noch kein Referatthema. Der Grund war ein simpler: Wir hatten beide gedacht, daß man auf dem Seminar ein Thema ausgehändigt bekommen würde, über das man dann -- bittschön -- zu referieren haben würde! Das war natürlich eine groteske Fehleinschätzung. Und als wir noch einmal gemeinsam während der Fahrt einen Blick in die Bewerbungsunterlagen warfen, schwante uns allmählich, das wohl eher ein zu Hause vorbereiteter Vortrag erwartet wurde. Hoppla! Offenbar hat es also schon damals Probleme mit der Lesekompetenz und dem Verstehen von Texten (z.B. Bewerbungsunterlagen) gegeben, und nicht erst seit der PISA-Studie.... Ähem. Was also tun? Ich las gerade ein Kafkabuch und habe mir das erstbeste Fragment genommen und irgendwelche haarsträubenden Thesen an einem Aphorismus festgemacht; mein Kommilitone hatte den übers Wochenende mitgenommenen Seminartext eines Proseminars der Gräzistik etwas kommentiert. Die Vorträge können wahrhaftig nicht allzu geschliffen gewesen sein! Wenn sie originell waren, dann wohl nur durch die Not der Stunde. Wir "hatten beide Glück", das falsizifiert also die Theorie, man müsse enorme Vorarbeiten zur geschliffenen Präsentation (womöglich mit Powerpoint oder Probeläufen vor Freundin/Freund, Eltern, Tanten, Großonkeln, Mensapersonal etc.) leisten. Mein einziger wirklicher Tipp (nicht besonders neu, wenn ich mir meine studienstiftelnden Vorredner ansehe): Sich nicht aufplustern, wenn es irgendwo an Substanz mangelt, aber sich auch nicht künstlich klein machen, wenn man an bestimmten Punkten wirklich Bemerkenswertes vorzuweisen hat. Fazit: Es ist wirklich nicht so schlimm.
Schlußwort: Nun bin ich selber Großvater, und was sonst würde ich meinem Enkel geben als Werthers Echte -- und diese bescheidenen Tipps fürs Auswahlseminar....
Langsam wird's mir hier ein bisschen zu feindlich, was die Rechtschreibung angeht.
Du hast doch mit der Provokation angefangen, liebe Janine!
und jetzt antwortest Du nicht einmal.........
tss
Is ja gut, is ja gut. Es tut mir leid, ich entschuldige mich und sag nichts mehr.
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