Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sauerstoffgabe durch nicht-ärzte
@Phage
Da kann ich dir nur zustimmen.
harlekyn
20.05.2004, 10:49
Also wenn ich mir vorstelle, dass ich als RA zu ner Rea komme, der Patient flimmert, was bedeutet ich muss ihn als RA defibrilieren, darf es aber net, weil ich keine HalbAutomaten dabei hab, könnte ich schon die Faxen kriegen.
Wa macht man in so einer Situation? Man tut es vermutlich, geht dann aber was schief...
Solche und Beruifspolitsche Verhalten des Arbeitgebers führen dazu, dass ich ohne umschweife sagen kann...sch... Job!
In welchem Gesetz steht denn, dass der RA nur mit einem Halbautomaten defibrillieren darf??? Dieses Gesetz gibt es gar nicht!
Es kommen wieder die oben genannten Regeln des rechtfertigenden Notstandes zur Anwendung. Wenn der RA das Defibrillieren mit einem manuell zu bedienenden Geraet erlernt hat und beherrscht, dann darf und muss er den Patienten auch defibrillieren. Die Notwendigkeit, dies schnell, ohne Zeitverzoegerung und ohne auf einen Arzt zu warten zu tun, ist ja nun mittlerweile in Studien gut dokumentiert.
Wenn organisationsinterne oder arbeitsvertragliche Aussagen dagegensprechen sollten, wird im Rahmen der Verhaeltnismaessigkeit sicher dem Patientenleben der Vorrang gegeben.
Wenn der RA Fachkunde nachweisen kann, und einen Patienten bei einer Reanimation manuell defibrilliert, passiert ihm strafrechtlich erst mal gar nichts (Fachkunde - Notwendigkeit - Verhaeltnismaessigkeit - alles positiv erfuellt).
Was aber, wenn er es kann (und muss), aber mit dem Bezug auf seinen Arbeitsvertrag den Patienten versterben laesst?
Dies ist vor Gericht unhaltbar. Das Leben des Patienten ist wichtiger, daher sind solche Arbeitsvertragzusaetze mit grosser Sicherheit ungueltig.
Ich frag aber noch mal meinen Kollegen....
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