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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu Gehalt (BAT IIa)



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Epsilon
20.08.2004, 08:46
Also hier in den neuen Bundesländern ist der Anteil der Privatkliniken sehr hoch. Hier macht es allerdings mittlerweile Sinn nach öffentlichen Häusern zu suchen... Das AiP Gehalt war in den privaten besser ( zum anfüttern...). Das Assigehalt ist aber meist deutlich schlechter als BAT IIa OSt !!!
Dumm gelaufen...
:-???

Mini-Doc
30.08.2004, 20:34
Ziemlich zum kotzen und das noch für ein ziemlich mieses Gehalt Bat 2 ....daß ich nicht lache .... wenn du die realistischen Stunden also etwa min 55 pro woche zugrundelegst verdient jeder ungelernte genausoviel .....verdiene zur Zeit als Barkeeper incl. Trinkgeld etwa 12 Euro die Stunde ..... ich glaube nicht , daß der Durchschnittsassistent auf 12*55*4 = 2640 Euro brutto kommt, was ich theoretisch mindestens bekäme wenn ich denn so lange arbeiten würde ;-) ....... das muß man sich reinziehn ... ich krieg als ungelernter nen höheren Stundenlohn als als Arzt und da sind richtig gute Abende noch nicht drin !.... und jetzt kommen wieder einige die mir sagen ich müsse doch berufen sein oder so .... ich will nur gerechtes Gehalt ......


Sorry mußte mal raus klingt materialistischer als es gemeint ist .... kann nur diese Sprüche nicht mehr ertragen dass man doch zu den Besserverdienern und Ausbeutern gehört als angehender Arzt und mehr für die Gesellschaft tun sollte.....Ich denke Ärzte gehören zur am meisten ausgebeuteten und unterbezahlten ( Stundenlohn ) Gruppe überhaupt im Verhältnis zu dem was man leisten und lernen muß um dahin zu kommen...

Ernüchterte Grüße Mini-Doc.... :-nix

Aufschneider
27.10.2004, 21:03
"Monats-Netto: 1675.94 E " Als Assigehalt ist doch wirklich nicht so schlecht.

Die Zahnarztassistenzgehälter liegen bei 700- 1200 € im Schnitt. Es gibt auch Ausreißer nach unten, die für UMSONST arbeiten bzw. als geringfügig Beschäftigte.

Also da kann ich Eure ganze Aufregung nicht so ganz verstehen. 3000 BRUTTO ist doch wirklich eine ganze Menge Holz.
Da kommt man als Zahnarztassi nie ran !
Wenn ihr schon stöhnt... :-love

...naja, wie lange is man denn Assi als Zahni? Doch mal grade 'n Jahr, oder?

Froschkönig
27.10.2004, 22:39
Irgendwie ist das System krank
Das betrifft aber nicht nur Zahnis....wir hatten ja grad erst ne "Gesundheitsreform"....aber dazu sag ich lieber nix sonst brauch ich ne handliche Papiertüte und ein Duftspray :-D

Froschkönig
27.10.2004, 23:11
Es gibt für alles eine Schmerzgrenze ! Wenn Du meinst, daß sie für Dich überschritten ist und die Konsequenzen gezogen hast: soweit so gut ! Sollten sich die Zustäände weiter verschlimmern, werden immer mehr und mehr junge Mediziner abwandern in andere Länder oder verwandte Berufssparten ohne kurative Tätigkeit und letztlich wird sich Oma Müller für eine elektive Gallen-OP 15 Monate im vorraus anmelden müssen und wir führen im regulären Krankenhausbetrieb eine Triage durch, weil die Personalkapazität mangels ausreichender Finanzen dazu führt, daß wir Schwerstverletzte zu gunsten mehrerer Leichtverletzten versterben lasssen, ganz so wie auf dem Schlachtfeld. Das ist jetzt zwar ein Horrorszenario, vor dem Gott sei, aber wenn man im Geiste den Trend der letzten Jahre weiterspinnt, könnte man dahin kommen. Hoffen wir nur, daß der Verwaltungsapparat aufwacht, bevor es zu spät ist !!!!

Falls dem nicht so ist, kann man als Mediziner immer nur hoffen, daß einem die Bekanntschaft mit soundso vielen anderen Ärzten zumindest eine ausreichende persönliche medizinische Versorung garantieren wird, sollte es mal soweit kommen !
Der grad schwarzmalende Frosch

Rico
28.10.2004, 08:01
Was mich aber sehr stark wundert ist die Tatsache, das die medizinischen Studiengänge Rekordzahlen verzeichnen. Hatten wir nicht schon eine "Ärzteschwemme" in den 80 ern.Zumindest bei Humanmedizin (bei den Zähnen kenn ich mich nicht aus ;-) ) sind die Studentenzahlen dank ZVS seit Jahren relativ konstant.
Rekorde werden bloß jedes Semester bei den Bewerberzahlen aufgestellt, aber die haben ja keinen Einfluß auf die Zahl der letztlichen Absolventen.
Was massiv abgesackt ist, ist die Zahl derer, die nach dem Studium auch in der Krankenversorgung arbeiten, wodurch ein funktioneller Ärztemangel entsteht (besonders in wenig populären Fachrichtungen und Landstrichen).

Diese "Abstimmung mit den Füßen" hat ja schon zur Abschaffung des AiP geführt und vernünftigereres ein Arbeitszeitgesetz ist auch in Sicht (zugegeben noch in einiger Entfernung).
Vielleicht hilft's ja bei den Zahnis auch mal, wenn genug die Schnauze voll haben.

Evil
28.10.2004, 11:44
...letztlich wird sich Oma Müller für eine elektive Gallen-OP 15 Monate im vorraus anmelden müssen und wir führen im regulären Krankenhausbetrieb eine Triage durch, weil die Personalkapazität mangels ausreichender Finanzen dazu führt, daß wir Schwerstverletzte zu gunsten mehrerer Leichtverletzten versterben lasssen, ganz so wie auf dem Schlachtfeld. Das ist jetzt zwar ein Horrorszenario, vor dem Gott sei, aber wenn man im Geiste den Trend der letzten Jahre weiterspinnt, könnte man dahin kommen. Hoffen wir nur, daß der Verwaltungsapparat aufwacht, bevor es zu spät ist !!!!

An diesen Verhaetnissen sind die hier in Irland schon nah dran, viele elektive OPs werden denn auch de facto als Notfaelle operiert, weil zu lange gewartet wurde.
Ich hab's auch mehr als einmal erlebt, dass mittags im OP schon Schluss war, weil keine Betten mehr zu Verfuegung standen.

:-nix :-nix

Bei uns wird die Misere im Gesundheitssystem ja auch auf die schlechte allgemeine Wirtschaftssituation zurueckgefuehrt, aber hier in Irland boomt die Wirtschaft!!

:-( :-( :-(

Dr. Sziget
16.11.2004, 23:02
..ich kann diese Zahlen leider nicht so ganz einordnen, da mir der Einblick in andere Sparten fehlt. Was verdienen denn andere UniAbsolventen, was verdienen Leute die eine Banklehre machen, was verdient ein Bäcker, etc.

Aber 1700 hört sich echt nach nicht allzuviel an...obwohl es deutlich mehr ist als das BaföG von dem ich die Hälte eh wieder zurückzahlen muss.....

Grüße
Dr.Sziget

Froschkönig
17.11.2004, 00:07
[QUOTE=Dr. Sziget}Aber 1700 hört sich echt nach nicht allzuviel an...obwohl es deutlich mehr ist als das BaföG von dem ich die Hälte eh wieder zurückzahlen muss.....[/QUOTE]
BaFöG ist ja auch kein Gehalt, von dem man eine Familie ernähren können muß/soll, sondern eine spärliche finazielle Ausbildungsbeihilfe, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen....

Dr. Sziget
17.11.2004, 13:56
BaFöG ist ja auch kein Gehalt, von dem man eine Familie ernähren können muß/soll, sondern eine spärliche finazielle Ausbildungsbeihilfe, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen....


nein natürlich will ich das nicht vergleichen aber dennoch hast du als BaFög Empfänger zur guten alten Zeit des AIPS doch fast bessere Verdienste gehabt wenn du den Vollsatz mit sämtlichen Unterstützungen bekommen hast


Grüße
Dr.Sziget

test
17.11.2004, 14:30
Nach einer IG MEtall Umfrage, heute bei Spiegel Online nachzulesen verdienen Absolventen der NaWis/Ingenieursw/Informationsw. im Schnitt in der Industrie 49000 € brutto Einstiegsgehalt. :-nix

Mini-Doc
17.11.2004, 15:35
Zum Thema andere Gehälter hier mal 2 kleine Beispiele, daß Ärzte der letzte Idiot der Gesellschaft sind oder dafür gehalten werden.... ich will keinen damit beleidigen lediglich die unterschiedliche Verantwortung regt mich auf..... In meinem Bekanntenkreis hab ich neulich mit ein paar Freunden über Gehälter geredet und die sagten mir, dass sie mit ihrem Gehalt nicht auskämen , da es zu wenig sei..... der eine fährt LKW hat jeden Sonntag frei und verdient 2000 netto.... meint das ist zuwenig.... und der andere schafft hier bei VW am Band.... 35 Stunden Woche oder so .....22-2400 netto je nach Zulagen ..... meint ebenfalls er verdient zuwenig .... mir hat dann keiner geglaubt als ich sagte was Ärzte verdienen ....... also wenn hier nochmal einer sagt Ärzte verdienen viel oder 1700 sind doch gut..... muß ich ihm leider vor die Füße k*****........ und damit es nicht gar so böse aussieht mein POst und ihr mich für nen Miesepeter haltet .... ich liebe den Beruf nur werde ich ihn in einigen Jahren hoffentlich woanders ausüben :-love :-angel :-))

Vystup
17.11.2004, 17:42
Ich hab neulich aufgrund dieser Situation mal an die Bundesregierung geschrieben und gefragt, was es fuer einen Sinn macht, fuer viel Geld die deutschen Studenten auszubilden, um ihnen dann anschliessend so wenig zu zahlen, dass sie lieber ins Ausland arbeiten gehen. Antwort habe ich bis heute keine bekommen, aber ich moechte doch jeden von Euch bitten, das gleiche zu tun.

Naja, mein Wunschland ist Kanada, ich hoffe, dass das klappt.

EDIT:
Wobei mir auffaellt, dass man das Ganze doch vielleicht auch etwas medienwirksamer als oeffentlichen Brief an irgendeine wohlgesonnene Zeitung schicken koennte bzw. falls die das nicht als Artikel drucken wollen als Anzeige schalten. Irgendwer hier mit Ahnung was sowas kostet? Dazu muesste man natuerlich einen ansprechenden Text schreiben und auch genuegend Unterzeichner sammeln, weil 10 Leute machen da nicht besonders viel Eindruck. Sprich man braeuchte wirkliche Aktionen dazu an den einzelnen Unis. Koennten wir sowas auf die Beine stellen? Waer doch mal was Sinnvolles...

Evil
18.11.2004, 13:51
Sprich man braeuchte wirkliche Aktionen dazu an den einzelnen Unis. Koennten wir sowas auf die Beine stellen? Waer doch mal was Sinnvolles...
Die Idee ist nicht schlecht... ich werd mal unsere Fachschaft, bzw die lokalen GEMSA-Vertreter darauf ansprechen, vielleicht laesst sich da wirklich deutschlandweit was auf die Beine stellen...
:-(( :-(( :-(( :-(( :-(( :-(( :-((

arcd007
22.02.2005, 09:02
>> "Monats-Netto: 1675.94 E "
>>:-(( Ich wusste ja, dass ein Assistenzarzt wenig verdient, aber das ist ja wohl ein Witz!

Ein wissenschaftlicher Angestellterin Physik an der Uni verdient auch nicht mehr und hat effektiv eine 80h Woche...selbst mit Promotion und 2 Diplomen bekommt man nicht mehr :(
Wenn es schlecht läuft bekommt man während der Promotion nur ein Stipendium...im Wesentlichen 1000 Euro netto für eine 80h Woche...echt prima. Wenn es gut läuft bekommt man eine halbe BATIIa-Stelle, was auch nicht mehr ist...immerhin sind dann in den 1000 Euro schon der Anspruch auf Arbeitslosengeld nach der Promotion enthalten...

desertfoxx
24.12.2006, 15:14
Hier, so zum Vergleich! Ich werd gleich mal meinen Flug buchen... wer kommt mit?? ;-)

Internist: http://www.studentdoc.com/internal-medicine-salary.html
Herz-/Gefäßchirurg: http://www.studentdoc.com/cardiovascular-surgery-salary.html

Ösiman
25.12.2006, 17:53
Naja, AAABER-
da musst du dir auch die entsprechenden Versicherungen (-Preise) dazu noch anschauen- klar, die verdienen sich eine goldene Nase, aber die Versicherungen sind auch nicht ohne...
gerade als Chirurg musst du dir da einiges auf die Seite legen.....
ich schätze mal Pathologen kommen da billiger weg...

test
25.12.2006, 20:44
Trotz der Versicherungen verdient man sehr viel in USA. Die Beiträge sind auch nicht so hoch, wie meistens angenommen wird. Ich habe darüber mit einigen Leuten gesprochen, dabei ging die Spanne von 3000 bis 15 000 pro Jahr, 15 000 von einem Neurologen war das höchste, der Verdienst liegt dabei aber auch bei rund 180 000 bis 200 000 mind. Geburtshilfe mag da vielleicht eine Ausnahme machen aber insgesamt wird man an der malpractice insurance nich arm so lange man kein Kurpfuscher ist. Es gibt auch Möglichkeiten zu arbeiten ohne dass man eine malpractice insurance braucht z.B. an VAs. Dort ist der Verdienst allerdings nicht so hoch wie im private practice.
ALlerdings muß man überlegen, dass man sehr viel mehr Geld für die Ausbildung seiner Kinder brauchen wird. Auch für Gesundheits und Rentenvorsorge muß man selber aufkommen. Insofern relativiert sich das hohe Gehalt etwas. Die Gehälter und Lebenshaltungskosten unterscheiden sich auch extrem je nach Lage, in beliebten Gegenden verdient man deutlich weniger und das Geld wird dort auch nicht für einen sehr viel höheren Lebensstandard als in D reichen, v.a. wenn man Kinder hat, deren AUsbildung bezahlt werden will.
Finanziell lohnt es sich da meiner Meinung nach nur in den lukrativeren Fächern wie Radio, plastic surgery, ophtalmo, derma, ENT, Uro, CV surgery usw.

astrophys
08.01.2007, 14:56
Hm, ich bekomme gut 1300 netto, aber ich komme super damit über die Runden. Bezahle Auto, teile 70qm Wohnung mit Freundin und alles was man so zum Leben braucht. Hab noch in keinem Monat einen Engpass gehabt und spare zwischen 150 und 350 Euro/Monat.
Im Dezember gabs incl. Weihnachtsgeld 1760 Euro (also weniger als ihr im Schnitt mit Diensten), ich wusste erstmal nicht was ich mit soviel Geld machen sollte => 700 Euro aufs Tagesgeldkonto.
Das Problem ist: für jemanden der nicht mit Geld umgehen kann sind 1000 ebenso wie 5000 Euros im Monat zu wenig.

Evil
08.01.2007, 19:33
Gehst Du beim Dalai Lama in die Lehre? ;-)