Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2.Fach neben Medizin?
Hallo
Mich würde mal interessieren, ob es möglich ist neben Medizin noch ein weiteres Fach zu studieren und was man dafür machen muß? Vielleicht hat hier ja jemand schon Erfahrungen damit. Ich würde mich für Chemie oder Biologie als 2. Fach interessieren.
Vielen Dank
Soviel ich weis spricht nix dagegen, wenn es kein Zulassungsbeschränktes Fach ist. (Also NC). Dann schreibt man sich einfach für das Fach ein. Und selbtst bei NC Fächern muß es ne Möglichkeit geben. Mit mir hat einer angefangen der im ersten Semester Jura und Medizin gemacht hat. Hat dann Medizin aufgehört.
Das ganze ist aber zumindest sehr streßig. Kommt auf die Stadt an wie es mit den Örtlichkeiten ist. (Entfernung der Fakulteäten und Veranstaltungen.) Außerdem wird man Semester Verlieren. Zeitliche Überschneidungen sind kaum zu vermeiden. Wenn würde ich dir eh Bio raten. Auch das wird wahrscheinlich nicht einfach, aber Chemie? Zwei Freunde von mir machen Chemie an verschiedenen Unis. Beide haben von den Stunden in der Uni extrem viel. Und in Chemie kann man auch zu sämtlichen Vorlesungen erscheinen. Bei den paar Leutchen fällt es nämlich auf wenn man fehlt, und das sehen die Profs meist ungerne. Und Medizin ist ja nun auch alles andere als ein Nebenfach.
Will sagen, ist bestimmt alles irgendwie möglich, aber wenn du es machst verabschiede dich mal von deiner Freizeit für die nächsten 8 bis 10 Jahre.
da du gerade studienzeit ansprichst, will ich doch gleich fragen, ob man beim medizin studium normaleweise seine regelstudienzeit einhalten kann?
faith
ps: ihr seht mich übrigens auch bei "medizinstudium und zvs". würde mich freuen, wenn ihr mir auch dort weiterhelfen könntet!
danke
Ja, es geht. Und man muß dafür auch nicht leben wie ein Mönch. Kommt natürlich auch auf einen persönlich an, aber es geht. Und selbst wenn nicht, ist das nicht der Weltuntergang. Aber man kanns machen. Viele nehmen zum Beispiel auch ein Semester vor dem 2. Stex oder für die Doktorarbeit.
airmaria
27.01.2002, 23:09
Hallo faith!
Wenn nicht in Medizin, wo dann?! Schau Dir mal die Regelstudienzeiten im Vergleich zur Mindeststudienzeit an. Die liegt für manche Unis gerade mal ein halbes!!!!!!!!!! Semester darüber. Daraus folgt, daß dort mehr als jeder Zweite (man muß ja auch die Ewigstudenten berücksichtigen) es in der Mindeststudienzeit schafft!
Grüße, "Mary"
Ich kenne etliche Leute , die es nicht in der Regelstudienzeit schaffen .Zum Teil wurden Klausuren versiebt , manche bekamen nicht immer ihre Kurse zugewiesen und die Doktorarbeit kann auch noch Zeit kosten .
Der größte Teil schafft es wohl aber in der Zeit .
Ich kann mir eh vorstellen, daß die Regelstudienzeit von etwa 13 Semestern daher rührt, das viele die wirklich extrem hinterher hengen nie Abschließen und daher nicht in die Wertung kommen.
von denen die Abschließen verlieren die meisten denke ich ein Semester entweder in der Klinik oder in der Vorklinik. Der Rest dürfte in etwa zu gleichen Teilen aus leuten bestehen die entweder ohne Verlust durchgekommen sind, oder zwei Semester verlohren haben. (tendenziell entwerder 1 Vorklinisch eins Klinisch oder zwei vorklinisch.) Die Leute die ich kenne die einen dritten Versuch fürs Physikum gebraucht haben sind dann danach in Regelzeit. Wahrscheinlich extremer Motivationsschub, und Definitives Wissen darum, das man nicht nochmal in dieser Situation sein möchte.
naja, ich frag deswegen, weil einige sagen, dass man in "massenunis" nur schwer seine kurse, die man braucht, zusammenkriegt wegen zu wenig professoren, zu viele studenten, überfüllte hörsäle usw... und deshalb die studienzeit auch verlängert wird. ich meine, das medizinstudium ist lang genug, da soll man es möglichst durch so was nicht noch verlängern müssen. ich bin gerade dabei, meine 7 wunschorte für die zvs zusammenzustellen und möchte das auch berücksichtigen. welche unis würdet ihr mir empfehlen? oder erzähl mir doch bitte etwas über eure uni!
danke
Vor diesem Begriff "überlaufen" hatte ich auch Angst. Trotzdem habe ich mir eine Uni ausgesucht, die zu denen mit den meisten Medizinstudenten zählt (310 waren es am Anfang). Das bedeutet, dass du niemals alle diener Kommilitonen kennen wirst! Aber bisher habe ich den Eindruck, dass die Kapazitäten trotzdem ausreichen. Im Chemiepraktikum sind wir ca. 25 bis 30 Studenten pro Assi + Hiwi. In Physik sind wir sogar nur 10 oder 12. Das mit dem Präpkurs habe ich mal schnell durchgerehcnet und bin auch 6,25 Personen pro Leiche gekommen. Liegt also auch im grünen Bereich.
Die Hörsäle sind auch ausreichend groß - jedenfalls wenn nicht alle zu den Vorlesungen kommen. Nur ganz am Anfang war der Anatomiehörsaal immer hoffnungslos überfüllt. Die Leute haben sogar draußen vor dem Saal gestanden und gesessen! Mittlerweile sind aber sogar noch Plätze frei und bei den anderen Vorlesungen muss man sich erst gar keine Gedanken machen.
Also ich hab erst einmal einen überfüllten Hörsaal erlebt. Bei der Aktion gegen das Hammerexamen.... Ansonsten herrscht eher chronische Unterbelegung und man hat ein richtig schlechtes Gewissen in der 6. Reihe, weil vor einem nur drei Leute sitzen...
Soviel dazu. Mag in der Vorklinik manche Tage mal anders sein. Aber das gibt sich schon.
Grundsätzlich bekommt man seine Pflichtkurse, wenn man nach dem von der Uni vorgegebenen Curriculum studiert und keine Extrawürste brät. Auch kein Problem.
Wenn man alles ordentlich besteht, sollte die Regelstudienzeit kein Problem sein. Die meisten brauchen etwsa länger. Zum Beispiel, weil Mediziner normalerweise darauf angewiesen sind, ihre Dissertation während des Studiums zu schreiben. Später wird's nichts mehr. Und bezahlte Doktorarbeiten, wie in vielen Fächern üblich, gibt es in der Medizin meist nicht.
Auch ein längerer Auslandsaufenthalt oder so kann dsa Studium verlängern, aber den muß man ja nicht unbedingt einlegen.
Noch zur Erklärung, besonders auch für Marry. Die Regelstudienzeit beträgt 12 Semester und 3 Monate. Das Hängt nicht von der Uni ab und auch nicht von irgend einem Durchschnitt. Das ist Gesetzlich nämlich einfach so festgeschrieben. 10 Semester dauert das theoretische Studium. Dazu kommt noch ein Praktisches Jahr macht 12 Semester. Danach kommt noch ein Staatsexamen. Macht also 12 Semester und noch ein bisschen mehr. 12,5 Semester.
Die Durchschnittsstudienzeit hat mit der Regelstudienzeit leider praktisch nichts zu tun und ist auch deutlich länger, hängt von der Uni ab und beträgt oft etwas mehr als 13 Semester.
Ach, noch etwas. Die 12,5 Semester sind übrigens auch festgeschrieben. Steht in der ÄAppO. Weniger geht nicht. Ist also nicht nur Regel- sonder auch gleich Mindeststudienzeit.
airmaria
28.01.2002, 21:52
Original geschrieben von Unregistered
Die Durchschnittsstudienzeit hat mit der Regelstudienzeit leider praktisch nichts zu tun und ist auch deutlich länger, hängt von der Uni ab und beträgt oft etwas mehr als 13 Semester.
Hallo unregistered!
Is scho recht, das mit den Begriffen habe ich nicht korrekt drauf. Was ich sagen wollte ist dennoch deutlich rübergekommen - denke ich.
Diese 13 Semester die Du ansprichst stimmen eben nicht für jede Uni! Habe (vor 5 Jahren!) eine Liste gesehen, da waren einige (unter anderem Hannover) mit um 12,5 dabei; andere wohl auch über 13.
Grüße, "Mary"
Also kann man im Durchschnitt sagen 1 Semester über Regel. Da kann man doch wohl nicht meckern. Oder?
eva_luna
29.01.2002, 23:10
Original geschrieben von faith
naja, ich frag deswegen, weil einige sagen, dass man in "massenunis" nur schwer seine kurse, die man braucht, zusammenkriegt wegen zu wenig professoren, zu viele studenten, überfüllte hörsäle usw... und deshalb die studienzeit auch verlängert wird. ich meine, das medizinstudium ist lang genug, da soll man es möglichst durch so was nicht noch verlängern müssen. ich bin gerade dabei, meine 7 wunschorte für die zvs zusammenzustellen und möchte das auch berücksichtigen. welche unis würdet ihr mir empfehlen? oder erzähl mir doch bitte etwas über eure uni!
danke
Hi faith,
ich studiere an der LMU in München, also einer echten Massenuniversität (soweit ich mich erinnere - ist ja schon ein Weilchen her *g* - waren wir 440 Erstsemester, das dürfte die größte medizinische Fakultät in Deutschland sein. Ich bin auch immer wieder überrascht, wie viele neue Leute ich jedes Semestern in den Praktika kennenlerne, dabei studieren wir schon seit 4 Semestern zusammen...). Probleme mit Kursplätzen gibt es seltenst, das Dekanat hat da irgendein ausgefeiltes Programm, das es immer wieder schafft, alle Leute samt Wiederholern und Nachholern in den Kursen unterzubringen, auch die Kursgrößen sind noch erträglich. Probleme gibt es eher in den Hörsälen, besonders Anatomie, da 1. und 2. Semester die jeweilige Vorlesung zusammen haben. Aber nach ein paar Wochen (spätestens wenn die KLausuren und Testate anfangen) bekommt jeder einen Platz. Das beste an dieser riesigen Fakultät ist eigentlich die umfassend gewährte Anonymität - solange Dich ein Prof noch nie bewusst wahrgenommen hat, kann er eigenltich auch keine schlechte Meinung von Dir bekommen haben... *g*
An Deiner Stelle würde ich (zumindest für die Vorklinik) eine kleine Uni bevorzugen, es ist einfach viel persönlicher und man kommt sich nicht so völlig verloren vor! Von München würde ich generell wegen der extrem hohen Lebenshaltungs- und Mietkosten abraten.
Zum Thema Studienzeiten: Mittlerweile kenne ich kaum noch jemanden, der die Vorklinik hier in München in 4 Semestern abschließen kann, mich hat es jetzt auch dank Physio und Biochemie erwischt... Ich habe keine Ahnung, wie das in anderen Städten ist, also am liebsten gleich von Anfang an alles sofort bestehen und keine Extrawürste braten, sonst kommst Du auf keinen grünen Zweig mehr (bei mir hat das ganze Drama z.B. wegen einer einzigen lächerlichen Bio-Klausur im 1. Semester angefangen)!
Viele Grüße,
eva_luna
Hallo
Naja kaum jemand schaffts in der regelzeit halte ich für übertrieben. In den IMPP listen stehen immer 212 Teilnehmer beim letzten physikum die es in 4 semestern geschafft haben und ich schätze mal das in München mindestens 100 aufgehört weil sie keine lust mehr haben oder gesehen haben dass es nich das richtige ist. Ich denke lieber haut man die nich so guten früh raus als später wenn es schwerer ist noch was anderes anzufangen.
airmaria
31.01.2002, 21:45
Also wenn man nicht gerade irgendein Schwallfach studieren will, sondern was wissenschaftliches, technisches oder mathematisches, wird man keine bessere Wahl als Medizin bezüglich "Aussieben" oder "Studienzeit" wählen können. So geringe Durchfallquoten und so viele Absolventen in der Regelstudienzeit gibt es glaube ich nirgenswo anders!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Grüße, "Mary"
Hi!
Also eigentlich ist ein zweites Fach neben der Medizin nicht unmöglich, erfordert aber extrem viel Planung (da viele Überschneidungen) und wahrscheinlich wirst Du ein Fach möglicherweise nicht in der Regelstudienzeit schaffen, oder sogar beide nicht!
Ich spreche da aus Erfahrung. Zwar habe ich mit Biochemie begonnen (bin auch dabei geblieben) und studiere jetzt zusätzlich noch Medizin in Frankfurt/M. Probleme mit ZVS oder der Uni wegen zwei NC-Fächern gab´s zum Glück nur relativ wenige, aber das Hauptproblem sind wie schon erwähnt unzählige Überschneidungen, zumal meist Klinikum und Labors naturwissenschaftl. Studiengänge an getrennten Orten stehen, sodaß man oft lange Fahrtwege zwischen beiden Studiengängen hat. Achja außerdem sollte man nicht vergessen: 2 Fächer heißt auch doppelt soviel lernen. Aber trotz aller Schwierigkeiten: Zum einen kann man teilweise einige Veranstaltungen sich vom anderen Studiengang anerkennen lassen und zum anderen macht es einfach wahnsinnig viel Spaß neues Wissen zu erlangen und neue Leute kennen zu lernen!
Fazit: Auf alle Fälle versuchen!!
Besonders Biochemie kann ich mir noch ganz gut in Kombo vorstellen. Immerhin profitiert man von den Sachen die man in BC lernt in vielen Fächern in der Medizin. Wenn man das mal alles wirklich intus hat, hat man es in vielen Fächern einfacher. Angefangen mit BC und Physio und natürlich dann auch PathoBC und PathoPhysio, Klinische Chemie, Pharma, etc. Aber ein Schlauch ist es auf jeden Fall.
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