Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 34 Jahre, Familie etc. Noch jemand hier?
Aesculap
11.08.2004, 07:19
Hi Schwedi,
toll, dass Dich Deine Familie unterstützt. Mein Mann macht dies zum Glück auch und motiviert mich zur Zeit sehr, weil ich ziemlich ungeduldig bin und Angst habe, keinen Platz zu bekommen. Ich habe mich übrigens auch für Köln beworben. Wohnst Du direkt in Köln? Ich hoffe, wir werden nicht die einzigen Oldies dort sein!!
Liebe Grüße
Aesculap
Schweden
11.08.2004, 16:53
Hallo Aesculap,
nein, ich wohne nicht unmittelbar in Köln, ich wohne in Leverkusen. Ich kann das mit der Ungeduld wegen des Platzes gut verstehen. Geht mir ebenso. Was soll´s, wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes. Aber eigentlich bin ich sehr zuversichtlich. Ich denke nicht dass wir die einzigen Oldies sein werden, aber wenn, wäre es mir auch nicht unrecht. Einmal im Leben nicht der Jüngste, sondern der Älteste zu sein. Hat doch was. :-dance
Bis dann,
Schwedi
Hallo (Ex-)PJlerInnen!
Da kann man wirklich nur den Hut vor euch ziehen,dass ihr alles (samt PJ) mit Kindern durchgezogen habt!
Meine Frage ist aber,wie habt ihr das organisiert?Musstet ihr auch Dienste mitmachen?Wie sahen eure Wochenenden und Feiertage aus?
Werde hoffentlich nächstes Jahr ins PJ gehen.Habe eine kleine Tochter (gerade 2) und weiss irgendwie gar nicht,wie das so laufen soll!?
Gibt es eigentlich eine Möglichkeit das PJ halbtags zu machen?
LG
Hallo,
es gibt ja viele, die das PJ mit Kind gemacht haben, insofern nur beispielshaft meine Erfahrungen. Ich habe alles immer mit den Stationsärzten abgesprochen, schließlich sind die es, die jeden Tag mit einem zutun haben. Also, in meinem Fall bin ich eine Stunde früher gekommen, und dementsprechend auch früher gegangen. Eine PJ lerin auf einer anderen Station mußte z.B. um 14Uhr gehen und konnte auch erst um 8 Uhr kommen. Sie hat immer mal wieder Wochenenddienste zum zeitausgleich gemacht. Je früher Du klärst, was Du klären mußt bzw. je deutlicher Du das auch freundlich aber bestimmt artikulierst, desto weniger Probleme. Natürlich muß man sich immer diese blöden Kommentare anhören, von wegen, was Du gehst jetzt schon? Bla bla bla. Du bekommst während des PJ kein Geld, es soll eine Zeit sein, in der man was lernt, und das kann man auch innerhalb sechs Stunden eines Tages. Da muß man nicht zwei Stunden lang Blut abnehmen und nachittags bis 18Uhr Entlassungsbriefe schreiben. Engagier Dich während Deiner Anwesenheit, dann wird auch fast niemand ein Problem haben, wenn Du noch Deinen anderen familiären Pflichten nachkommst. Wenn Du fertig bist, kommen schon die nächsten, also nimm´s alles nicht so persönlich (habe ich die erste Zeit auch getan, bringt aber nur Frust). Dienste mußte man bei uns nicht machen, hätte man aber machen können. Ich habe in der Chirurgie viel in der rettungsstelle verbracht, abends, da war mein Mann dann bei den kindern, und in der rettungsstelle eh mehr los als während des Tages. In der Inneren konnten wir Samstagsvormittagsdienste (4h) machen. Das brachte dann einen zusätzlichen freien Tag unter der Woche. Manche haben auch den Studientag auf die einzelnen Wochentage verteilt, und sind um 14 Uhr gegangen.
Das klappt schon, wirst sehen, bist nicht die erste, die das gepackt hat.
lieben Gruß :-)
Hallo onduty!
Erstmal vielen Dank für die vielen Tipps!Das lässt ja hoffen! :-)
Dir jedenfalls einen guten Start in die Assistentenzeit!
LG
Hallo! Ich freue mich, dass es noch mehr mutige Mädchen gibt. Ich selbst werde im Winter mit 31 Jahren und einer Tochter anfangen,Medizin in Frankfurt zu studieren, habe aber meine Familienplanung ehrlich gesagt noch nicht abgeschlossen. Mich quälen manchmal die Gedanken zu Stellenaussichten, wenn man mit Ende 30, Anfang 40 fertig wird und auch einen nicht ganz so geradlinigen Lebenslauf hat. Wie geht Euch das? Alles Gute, Rosi
Hillary76
12.03.2005, 12:39
Hallo Rosi 5!
Hab zwar selbst keine Kinder, bin jetzt fast 30 und hab vor Jahren schon mal angefangen zu studieren. Hab alle Scheine fürs Physikum aber die Prüfung selbst nicht abgelegt. Jetzt möchte ich im Sommer das Physikum schreiben, um dann ab WS 05/06 (sofern ich einen Studienplatz erhalte) weiterstudieren.
Mich quälen ganz ähnliche Gedanken... mein Lebenslauf ist auch alles andere als geradlinig und ich frage mich oft, wie die Berufsaussichten in meinem Fall aussehen... trotz Ärztemangel etc...
Hast du vielleicht Interesse an einem email-Kontakt? Vielleicht könnten wir uns ja auch gegenseitig Mut machen???
Vielleicht ist ja sonst noch jemand da, der über seine Erfahrungen nach dem Studium berichten kann... Wie reagieren Chefs auf weit über 30jährige Bewerber???
hallo zusammen,
mich würde mal interessieren , wie ihr euren unialltag mit kind organisiert.
wer betreut eure kleinen, wenn ihr an der uni seid oder lernen müßt?
geht ihr nur zu den pflichtveranstaltungen und schenkt euch die vorlesungen, reicht es also,wenn man sich den stoff zuhause im stillen kämmerlein zu gemüte führt?
stelle soviele fragen, da ich überlege, mit dem medizinstudium zu beginnen, bin auch schon 31 jahre alt und habe einen sohn (1jahr), kannn mir im moment aber irgendwíe noch nicht recht vorstellen, wie ich das alles organisiert bekommen soll. habt ihr eine tagesmutter oder großeltern die ständig griffbereit sind wenn man hilfe braucht?
fragen über fragen, noch eine letzte:
was hat euch dazu bewogen, erst so spät mit dem medizinstudium zu beginnen?
bei mir war es so, das ich in meinem bisherigen beruf (arbeite im labor)nie so richtig zufrieden war und ich gerne etwas sinnvolleres machen wollte, aber irgendwie hatte ich nie den mut, ganz von vorne anzufangen, bin halt eine schißbuchse. seit mein sohn da ist und ich in elternzeit bin, habe ich viel zeit zum nachdenken, und mir ist klar geworden, das ich wenn ich noch etwas neu starten möchte, jetzt anfangen muß, sonst werde ich es nie mehr machen und später bestimmt bereuen.
so ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen
pekus
Ein Hallo an alle!
Bisher habe ich es nur vorgezogen die Foren mir nur anzusehen. Es ist mein erster Versuch auch mal was dazu zuschreiben.
Ich bin 32 und habe zwei Kinder ( 3 und 11Monate) und einen Mann. Meine drei Lieben kamen nach dem 1. Staatsexamen in mein leben. Die Reaktion meiner KommulitonINNen waren unterschiedlich während der ersten Schwangerschaft. Dies wurde nicht besser als sich meine Jüngste sich ankündigte.
Nun sitze ich an meinem Schreibtisch und versuche seit zwei Monaten mich aufs 2. Stex vorzubereiten. Ich weiss nicht ob ich es diesmal packen werde. Vor zwei Jahren musste ich meinen ersten Anlauf abbrechen, weil es mit der Kinderbetreuung ganz und gar nicht geklappt hat.
Ich habe Angst wenn es wieder nicht klappt.Noch kann ich nach der alten Approbationsordnung den Versuch wagen. Es macht mir Mut zu sehen das es auch andere Mütter gibt, die es schaffen, Familie und Studium unter einen Hut zu bringen. Und danke für die tollen Tips zum PJ.
Wie organisiert Ihr das Lernen mit anderen Studenten? Ich bin sehr lange aus dem Uni- altag raus.
Liebe Grüsse Arzu
Hallo Arzu,
ich drücke Dir ganz fest die Daumen für´s 2.Stex, nur nicht lockerlassen, es lohnt sich!!!!
lieben Gruß
Alex
Hallo Alex!
Danke für liebe Aufmunterung.
Ich habe eben einige Beiträge von dir gelesen. Dabei stellte ich fest, dass du vier Kinder hast und es trotzdem mit dem Studium super hingekriegt hast. RESPEKT!
Es ist schön und aufmunternd zu sehen, dass es trotz Kinder auch geht.In meinem nähren Umfeld bin ich die einzige, die es trotz Familie versucht, den grossen Schritt zu versuchen.. Die meisten Verwanten, Bekanten und Freunde geben mir das Gefühl, als würde ich mir nur etwas vormachen. Die wenigsten sind so ehrlich und sagen es. Das verunsichert mich. In solchen Momenten überkommt mich das grosse Zweifeln, ob ich es wircklich schaffe. Schliesslich bin ich ja auch schon lange aus dem lernen raus. Erschwerend kommt auch noch hinzu, das unsere Kleine wieder ihre Zähne bekommt. Das heisst weidere mal schlaflose Nächte...
Wie hast du das gemacht? Vielleicht kann ich von dir noch lernen.
Liebe grüsse Arzu
todeward
02.04.2005, 19:13
Hallo Ihr alle,
will mich mal zu Euch gesellen, bin 32/w, verheiratet, 3 Kinder (13,11,6), 1 Hund , 1 Haus und seit 8 Semestern dabei. Habe bisher alles in der Regelstudienzeit geschafft. Es ist zwar nicht immer leicht, aber wenn man etwas unbedingt will.....
Bei uns in Göttingen haben wir eine Gruppe von Medizinstudenten/-innen mit Kind, die beim Dekanat schon viel erreicht haben. So wird z.B. bei der Vergabe der Blockpraktika-Plätze darauf geachtet, wann unsere Kinder Ferien haben (d. h. wir werden einfach bevorzugt berücksichtigt) Auch die Fehlzeiten, die durch Krankheit der Kinder entstehen, werden berücksichtigt. Alles in allem ist das Studium auch in "höherem" Alter und mit Familie gut zu schaffen, man darf sich nur nicht entmutigen lassen. :-))
also, dass es zu schaffen ist, haben wir hier ja nun schon sehr oft gehört.
Mich würde aber mal ganz konkret interessieren, wie Ihr das mit den nachmittäglichen Pflichtveranstaltungen löst? Ich meine, da ist keine Schule (Grundschule)und die Kinder sind zu Hause ... und morgens, wenn man Vorlesungen sausen lassen könnte, müssen die Kinder weg!
Wieviel gemeinsame Zeit verbringt Ihr noch mit den Kindern?
Und was ist mit dem schlechten Gewissen?
Ich meine, wenn ich denke, wie schnell die Kids groß werden und jeden nachmittag woanders hinwollen, die Zeit kann ich doch für mich nutzen. Und dann denke ich wieder daran wie genervt man in Prüfungszeiten sein muß - was die Kinder dann mittragen müssen. Wie geht Ihr damit um???
Vielleicht ist jemand so lieb und outet sich mit seinen individuellen Lösungen?!
Nun, studieren mit Kindern, da gibt es keinen Rat oder Lösung, wie das bei dem Einzelnen funktioniert. Wir konnten zumindestens nicht auf Familie/Au-Pair/Babysitter... zurückgreifen, weil einfach dazu das Geld fehlte, bzw die passenden Eltern dazu. Mein Mann hat seitdem das dritte Kind da war seinen Job auf 2/3 reduziert, so gingen die Kinder wochentags von 10-15 Uhr in den Kindergarten. Ich habe sie gebracht, mein Mann sie geholt, so waren auch Nachmittagspraktika zu schaffen. Zu Vorlesungen war ich seltenst, glücklicherweise wurden hier viele Kurse in Blockpraktikaform abgehalten, und da konnte ich bei Krankheit der Kinder Blöcke verschieben/nachholen... Zu den Examenszeiten wurde während der Kitazeit, abends,nachts gelernt. Vor dem dritten Stex letzten Dezember hat meine Schwiegermutter uns zwei Kinder für drei Wochen abgeholt. Alles in allem machen sich glaube ich studierende Eltern weniger Panik, als unsere nichtbekinderten Kollegen, mein Gedanke war immer: ich will diese Prüfung nur einmal machen, zweimal wäre Zeitverschwendung und was kann ich schon verlieren, wenn ich jetzt durchfalle (was nie passiert ist) dann habe ich immer noch das Wichtigste auf der Welt zu Hause: meine Kinder und meinen Mann, was ist schon so ein Examen. Dafür in Depressionen/Panik zu verfallen hätte meine Vorstellung vom Sinn des Lebens erschüttert. Die große Tochter hat übrigens seit letztem Jahr Grundschule von 8 Uhr bis 15 Uhr. Die Zeit vormittags und nachmittags/abends mit den Kindern, sowie die Wochenenden gehören ausschließlich und intensiv den Kindern/der Familie. Ich habe beileibe nicht den Eindruck, dass sie weniger Zeit mit uns verbringen, als andere Kinder, deren Mütter/Väter 24h am Tag bei Ihnen sind. Wie schon erwähnt, unsere Zwerge sind 5 Stunden am Tag in "Fremdbetreuung", und ich kenne einige Mütter, die zwar zu Hause hocken, aber ich weiß, dass sie nicht vom Aufwachen der Kinder bis zum Betthupferl sich ausschließlich mit Ihnen beschäftigen. Okay, alles hat seinen Preis, ich putze nicht, wenn die Kinder wach sind, Hausarbeiten uns sonstiger Kram wérden nicht gemacht, wenn man mit den Kindern rumtoben kann. Dafür ist mir die Zeit zu kostbar. Die Prioritäten verschieben sich halt. Ich konnte nie nach der Univeranstaltung noch vor dem Gebäude rumklönen, Kaffetrinken gehen etc, weil ich immer mit Abholen/Übergabe/Schwimmkurs/ Ballet/Elternnachmittag andere Termine hatte. ABER dafür haben wir uns entschieden und sind mehr als glücklich mit unserer Familie. Das kann einem niemand nehmen. Ist sicherlich Geschmackssache. Vor zwei Wochen war Absolventenfeier des Abschlußjahres 2004 an unserer Uni, meine Tochter, die mich von Anfang bis Ende durch´s Studium begleitet hatte, war so stolz auf mich, und ich auf sie . Ich weiß, dass es für uns so die richtige Lebensform ist.
lieben Gruß an alle, die im Studium stecken
Alex
Hallo onduty!
Herzlichen Dank für Deinen Beitrag mit den konkreten Schilderungen!
Natürlich gibt es nur sehr individuelle Lösungen, aber mir hilft es ungemein gerade diese zu hören, damit ich nicht schon gleich zu Beginn den Mut verliere.
Ich möchte einfach nicht, dass meine Kinder auf der Strecke bleiben, da würden mich Gewissensbisse plagen. Andererseits find ich die Zeit zu schade, um daheim rumzusitzen und darauf zu warten "gebraucht" zu werden. Die Kids werden doch sehr schnell groß und für einen selbst ist es dann vielleicht wirklich zu spät.
Leider kann ich kaum auf meinen Mann bauen, seine Arbeitszeiten sind sehr unregelmässig und auch saisonunterschiedlich, der Faktor fällt demnach so gut wie aus.
Aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten und da werde ich mich jetzt mal drum kümmern gehen....
Hallo,
bin schon 44, habe 4 Kinder und studiere im 3. Semester Zahnmedizin. Ist sehr anstrengend, muss schon alles geben, aber bin voller Elan dabei. Mit genügend Wartesemestern kriegt jedereinen Studienplatz. Oder hast du inzwischen angefangen?
Ich kann nur empfehlen, das mit viel Schwung zu versuchen.
Bis bald vielleicht.
Assi
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