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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankenversicherung in Ungarn



Wombat1983
05.07.2004, 14:17
Hi!
Werde auch bald nach Budpest gehen, nur das ich zu den VetMeds gehen werde.
Habe nur eine Frage wegen der Krankenverischerung dort. Denke ja mal, ihr habt auch das gleiche Angebot von der Uni für die Versicherung für ca. 28 €/ Monat. Nur wie macht ihr das, wenn ihr nach Deutschland geht.
Bin nämlcih zur Zeit in D bei einer gesetzlihcnh KV versichert (Studententarif), da ich aber ab September nicht mehr an einer deutschen Uni eingeschrieben bin, müsste ich den vollen Beitragssatz zahlen, ist mir aber dann doch etwas zu viel, vor allem weil ich wahrscheinlich nciht soo oft die Zeit habe nach D zu gehen.
Kann mir mal jemand einen Rat geben, was ich machen soll? Versicherung von der Uni nehmen udn dann für Deutschland eine AuslandsKV nehmen? Bin etwas ratlos

Danke schon mal im voraus

BudaKai
05.07.2004, 14:35
Deutsche Auslandsprivat-Versicherungen sind sehr teuer. In Ungarn wirst du für die 28 € bei der Provinicia General versichert. Ich war selber bei der Semmelweiss und habe monatlich meine Augen durchchecken lassen. Ist alles nicht sehr modern dort, aber es langt. Beim Zahnarzt war ich auch, aber habe es aus eigener Tasche bezahlt, für ne Füllung habe ich in D 65 € dazubezahlt, in Ungarn kostete mich alles 30 € bar. Und die Zahnärzte Praxis wo ich war, ist sehr modern gewesen, wie D. In D bin ich solange ich studiere über meinen Vater mitversichert.

antonia
06.07.2004, 21:17
Bitte liest meinen Beitrag unter
http://www.medi-foren.de/showthread.php?s=&threadid=12349
Dort findet Ihr viel Wissenswertes.

Zu der Krankenversicherung:
Mit ungarischer Krankenversicherung ist es heutzutage kein großes Problem mehr in EU-Länder zu fahren. Ihr braucht also für die Dauer Eueres Studiums keine zusätzliche deutsche Krankenversicherung.
Allerdings solltet Ihr bevor Ihr Ungarn verläßt unbedingt Euch ein "E111"-Formular ausstellen lassen (wird jeweils nur für 3 Monate ausgestellt, d. h. unbedingt immer wieder neue beantragen!)
Ohne dieses Formular müßt Ihr im Krankheitsfall in der EU, also auch in Deutschland zuerst den vollen Behandlungsbetrag bezahlen und könnt erst anschließend die Rechnung bei der ungarischen Krankenkasse einreichen. Dieser Umstand ist aber noch nicht das entscheidende. Ohne das besagte Formular zahlt die ungarische Versicherung NUR den Betrag zurück, was die gleiche Behandlung in Ungarn gekostet hätte. Das bedeutet in Zahlen, etwa 1/3 der in Deutschland anfallenden Gebühren.

Empfehlenswert aber nicht Bedingung ist zudem der Abschluß einer privaten Kranken-Zusatzversicherung in Deutschland. Dadurch habt Ihr die Möglichkeit in Ungarn auch Privatärzte aufzusuchen. Weshalb unbedingt Privatärzte? Weil bei den Kassenärzten keine Terminvergabe existiert, d. .h. daß man unter Umständen den ganzen Tag zusammen mit 50 Leuten Schlange sitzen muß und wenn man Pech hat, dennoch nicht mehr an diesem Tage dran kommt. Desweiteren werden von Kassenärzten viele Behandlungen oder Medikamente nicht verschrieben, da diese von den Kassen nicht gedeckt werden.

Obwohl offiziell wehement abgestritten, ist es eine absolut übliche Praxis bei Kassenärzten und Pflegepersonal auch heutzutage noch das ERWARTEN von sog."Dankbarkeitsgeld". Ohne diese "Spende" wird man zwar auch behandelt, doch in Krankenhäusern z.B. vergißt man gerne die Bettwäsche zu wechseln, die Ärzte sehen seltener nach dem Kranken und in den Praxen wird dem Kranken wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Diese Praxis hat sich im Laufe der Jahre so herausgebildet, da das medizinische Personal in Ungarn äußerst unterbezahlt ist.
Daher auch meine Empfehlung zur privaten Zusatzversicherung sowie zum Besuch von Privatpraxen.

Da dieses Thema doch recht wichtig ist, werde ich meinen o.g. Beitrag noch heute dahingehend ergänzen.

Herzliche Grüße
Antonia