Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Montagsdemo - klare Sache oder Namensklau
Also zu so einem A-loch wird man wahrscheinlich erst, wenn man Politik so richtig ernsthaft betreibt und eine Karriere anstrebt - und sei es die, Bügrermeister in einem kleinen Kaff zu werden! :-D Ich bin noch nicht in irgendeine Partei eingetreten, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, was man da überhaupt macht/machen kann/soll :-nix
medimädchen
13.08.2004, 09:11
Also mein alter Lateinlehrer hat zu schulzeiten auch immer gesagt "Wer was bewegen will, muß aktiv Parteiarbeit betreiben" - da guckten wir kleinen Steppkes und nur gegenseitig dumm und latent überfordet an und hatten von der großen Welt der Politik noch keine Ahnung....sollte er doch Recht behalten haben???
Aber selbst wenn, ich wüßte noch nicht einmal, in welche Partei ich gehen sollte - alle haben zum Teil etwas, das ich gut finde und voll akzeptiere und dafür aber genauso etwas, mit dem ich mich überhaupt nicht anfreunden kann....können wir nicht unserere eigene Partei gründen???
Wie war das doch...für ne Fraktion oder so braucht man nur 5 Mann/Frauen???
Na, wer macht mit - Namensvorschläge nehm ich doch gern an *grins*
-Das Mädchen-
Wie war das doch...für ne Fraktion oder so braucht man nur 5 Mann/Frauen???Drei Direktmandate reichen und Du hast Fraktionsstatus im Bundestag (Gruß an die PDS :-D ) oder alternativ die 5%-Hürde...
Namensvorschläge nehm ich doch gern an *grins*Am besten so einen typischen Kleinparteiennamen, bei dem das ganze Programm schon im Namen erklärt ist, wie z.B.
Mediziner für bessere Politik und gerechtere Bezahlung - MBPGB :-angel
medimädchen
13.08.2004, 11:05
*lach*
oder Mediziner-im-Kampf-für-soziale-Anerkennung-des-Arztberufes-und-regelmäßige-Gehaltserhöhungen-bei-gleichzeitiger-übertariflicher-Nachtdienstbezahlung
also die MIKFSADAURGBGÜN
klingt eher nach ner türkischen Nachspeise *ggg*
-Das Mädchen-
Froschkönig
14.08.2004, 02:34
Am besten so einen typischen Kleinparteiennamen, bei dem das ganze Programm schon im Namen erklärt ist
Du meinst so wie dieser Verein in Loriot´s Ödipussy ? Wie hieß der noch...ich glaub sowas wie "Verein zur Integration der Begriffe Karneval und Umwelt in die Frau"...oder so ähnlich :-D Aber die wurden sich ja da selber nie einig, wie sie ihn genau nennen sollen....
Ich finds bei den Wahlen immer wieder unglaublich wieviele "Popelparteien" so existieren und auf diesen Wahlzetteln stehen.....und manche gehen dabei echt unklug vor...wer soll schon außerhalb Bayerns sowas wie ne "Bayern-Partei" wählen *fg* Außer nostalgische Exilbayern vielleicht...aber da die ja nicht mal in den Landtag kommen brauchen wir uns da wohl keine Gedanken über etwaige Problematiken auf Bundeseben machen :-D
So und nun geh ich schlafen...ach mist...das hätte ja jetzt wohl alles in den "Spät in der Nacht" Thread gehört ? Obwohl..so langsam könnt ich da auch nen "Früh am Morgen" Thread aufmachen.
Gute Nacht
Der Frosch
Froschkönig
14.08.2004, 02:36
also die MIKFSADAURGBGÜN
klingt eher nach ner türkischen Nachspeise *ggg*
Stimmt *ggg* vor allem nach einer nach der man die folgende Woche auf der Toilette verbringen muß :-D Aber wo du schon dabei bist...vielleicht kannst du aus den Buchstaben von SAMBAL ÖLEK auch nen Parteinamen machen ??? ;-)
SO nun ist aber gut...
Die Niere
14.08.2004, 09:38
Stimmt *ggg* vor allem nach einer nach der man die folgende Woche auf der Toilette verbringen muß :-D Aber wo du schon dabei bist...vielleicht kannst du aus den Buchstaben von SAMBAL ÖLEK auch nen Parteinamen machen ??? ;-)
SicherheitsAufsichtsrat mit beschränkten Aufgaben liberalisiert Österreichisches Lehnsherr Erfahrungs Konglomerat
Hellequin
14.08.2004, 10:52
SicherheitsAufsichtsrat mit beschränkten Aufgaben liberalisiert Österreichisches Lehnsherr Erfahrungs Konglomerat
Du sollst doch nicht bereits nach dem aufstehen anfangen zu saufen! :-( :-))
Die Niere
14.08.2004, 11:35
Du wirst Dich wundern...der Freitag abend war der erste Tag in der Woche an dem ich einigermassen nüchtern ins Bett gefallen bin.
gruesse, die niere
medimädchen
16.08.2004, 09:06
also @ Froschkönig, da geb ich mir ma Mühe:
SAMBAL ÖLEK:
Sozialere
Arbeitbedingungen
Mit
Besserer
Arbeitsvergütung,
Lebenszeitübertarifbezahlung,
Öffentlicher
Liebe,
Einkommensdauererhöhung und
K(G)ratis Mensaessen ....na, gibts da noch was zu meckern???
*hat mich ganze zwei Minuten gekostet *lol**
-Das Mädchen-
Pünktchen
16.08.2004, 14:52
Mal zurück zum Thema ;-)
Nach dem letzte Woche an Hartz IV rumgebastelt wurde und man somit den "Forderungen der Protestierenden" nachkam, werden es immer mehr Leute auf den Strassen.
Meint ihr die Regierung ist "erpressbar" geworden???
Hellequin
16.08.2004, 15:02
Das ganze erinnert mich irgendwie an den Witz bei dem keiner die Pointe kapiert, aber erstmal alle lachen, damit sie nicht für doof gehalten werden.
Froschkönig
16.08.2004, 15:06
Meint ihr die Regierung ist "erpressbar" geworden???
Wenn "erpressbar" heißt, daß sie sich durch die Proteste gezwungen fühlen, nochmal etwas intensiver über ihre Flickwerke nachzudenken dann kann man diesen Umstand nur begrüßen ;-)
Pünktchen
16.08.2004, 15:11
"Erpressbar" im sinne von "ihr protestiert und wir ändern es nach euren Wünschen". Wenn ich merke, daß ich etwas erreiche, dann mach ich weiter und fordere mehr. Warum auch nicht hat ja einmal geklappt. Bin mir nicht ganz sicher, aber die ganz oben hatten sich ziemlich schnell etwas überlegt im Sinne von nachgegeben. Im Grunde finde ich begrüssenswert, wenn man noch einmal etwas ändert und nachbessert und durch andere darauf aufmerksam gemacht wird, daß man vorher etwas nicht bedacht hat. Aber ich finde es gefährlich was die Regierung grade macht...Montagsdemos können damals wie heute der Regierung gefährlich werden...
:-meinung
Froschkönig
16.08.2004, 15:18
"Erpressbar" im sinne von "ihr protestiert und wir ändern es nach euren Wünschen".
Ich denke nicht, daß das generell zutrifft und die Regierung da "erpressbar" ist. Wenn jetzt haufenweise Leute gegen Erbschaftssteuer protestieren würden glaube ich kaum daß sie deswegen abgeschafft würde. Aber im Falle Hartz IV muß sich die Regierung wohl gefallen lassen, daß man ihr Flickschusterei vorwirft und daß die Proteste nicht aus einer einfachen Laune heraus entstanden sind. Somit schließt man dann einen Kompromiss:
"Ihr habt recht, war schei*e, wir denken nochmal über die Einzelheiten nach aber es kommt trotzdem, auch wenn ihr Euch auf den Kopf stellt"
Ich finde das insofern legitim, als sich eine Regierung auch sagen lassen können muß wenn sie was total verbockt.
Der Frosch
P.S. "sagen lassen können muß" ist das eigentlich ein deutscher Satz ??? :-blush
Also, ich finde es sehr gut, dass die Regierung auf Grund der Demos nochmal am Konzept arbeitet. Sicherlich darf das nicht zu weit gehen, aber schließlich sind sie ja eigentlich "Vertreter des Volkes" und sollten gerade deshalb auch solche massiven Proteste nicht ignorieren.
Gut ist es auch zu sehen, dass Demonstrationen mal etwas bringen.
Viel zu wenig Leute gehen heutzutage auf die Straße um ihre Meinung öffentlich zu machen, weil sie denken, dass sie eh nichts bewirken können. Vielleicht animiert das manche sich wieder für etwas einzusetzen, was sie für wichtig erachten. :-top
Viel zu wenig Leute gehen heutzutage auf die Straße um ihre Meinung öffentlich zu machen, weil sie denken, dass sie eh nichts bewirken können. Vielleicht animiert das manche sich wieder für etwas einzusetzen, was sie für wichtig erachten.Ach, die Leute gehen doch eh bloß auf die Straße weil's um's Geld geht und nicht aus irgendwelchen Überzeugungsgründen. Die Zeiten sind lange vorbei....
Wann gab's das letzte Mal große Demos in Deutschland?
Schau mal den Golfkrieg an... wer hat demonstriert? Schüler. Weil sie allesamt überzeugte Pazifisten sind? Oder weil sie dann nicht in die Schule mußten?
Erstaunlicherweise nahmen sie Demos mit Beginn der Osterferien damals ein recht jähes Ende.
Die Studenten - seit Dekanden ja die Vertreter pazifistischen Gedankenguts schlechthin - sind gleich zuhause geblieben. Schließlich waren ja schon Semesterferien als der Krieg losging. :-???
Werktagspazifisten und geldgeile Hartz'ler... auf DIE politische Bewegung hat die Republik doch gewartet.
Als in den 80ern diverse Gruppierungen für Umweltschutz, Abrüstung etc. demonstriert haben waren die wenigstens noch glaubwürdig.
:-meinung
medimädchen
17.08.2004, 09:03
Ich persönliche begrüße diese Form von Engagement (hilfe richtig geschrieben???) in unserer deutschen Gesellschaft..zumindest im Ostteil selbiger.
Jeder sagt doch immer..."oh Gott, da müßte man" oder "das kann man sich nicht gefallen lassen, man sollte doch demonstrieren" - aber es macht einfach keiner.
Im heimischen Sessel ist es ja auch viel bequemer den Demonstranden vom Ferseher aus zuzuschauen.
Aber Fakt ist doch einfach, das mit den geplanten Reformen zum Beispiel eine große Menge an Kaufkraft verloren geht (die genaue Summe hab ich nicht im Kopf, aber es handelt sich um mehr, als ich trotz Prof.dr.med je verdienen könnte) - ergo: die Wirtschaft geht immer weiter baden und das ist dann wieder unser Circulus vitiosus - am Ende steht immer das finanzielle Chaos.
Und ist es nicht klar, das die Regierung einerseits Hartz IV durchsetzten will, also am mehr oder minder Geringverdiner/Armen im weitesten Sinne sparen will aber gleichzeitig den Spitzensteuersatz erheblich senkt??? Wo ist da die soziale Gerechtigkeit??? Oder sind meine Vorstellungen in dieser Hinsicht einfach nur fehlgeleitet.
Wem kann man es verdenken dann auf die Straße zu gehen - seinem Unmut Luft zu machen oder Petitionen zu verfassen? Wie heißt es doch so schön "Wir sind das Volk" - ist es dann nicht auch unser Recht, unsere Meinung kund zu tun???
-Das Mädchen, das in der Sommerferien ihren Hang zur Politik wiedergefunden hat-
Also, dann schränke ich meine Aussage halt etwas ein. Ich gehe seit Jahren auf Demonstrationen, von denen ich überzeugt bin, dass sie wichtig sind.
Jedoch kam auch bei mir in letzter Zeit der Gedanke auf, ob es heutzutage überhaupt noch etwas nutzt. Das Einlenken macht mir wieder ein wenig Mut.
Klar, gibt es viele, die nur zu Demos gehen, wenn Sie dadurch "Freizeit" gewinnen und nicht wenn sie dadurch freizeitliche Einschränkungen oder unangenehme Nebenaspekte, wie frühes Aufstehen riskieren müssen.
Ich kenne allerdings viele, die sich oft und auch wenn sie dafür Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen, an Demonstrationen beteiligen, deren Grund sie für wichtig erachten. Und das ist auch gut so!
Allerdings reagieren die meisten nur, wenn sie persönlich betroffen sind, oder es gerade "cool" ist. Da sollte man sich manchmal ein Beispiel an seinen Eltern nehmen!
Froschkönig
17.08.2004, 12:42
Ach, die Leute gehen doch eh bloß auf die Straße weil's um's Geld geht und nicht aus irgendwelchen Überzeugungsgründen. Die Zeiten sind lange vorbei....
Stimmt nicht..bin neulich an ner "Anti-Tiertransporte" Demo vorbeigekommen....äh...kann man 7 Leute mir nem Schild ne Demo nennen ??? :-D
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