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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 1. Tag, A112/B173 - Harnwegsinfekt



DocExitus
19.08.2004, 17:01
Ist die i.v.-Gabe von 2,5 Litern 5%iger Glucose in 3h nicht ein wenig viel Flüssigkeit in relativ kurzer Zeit?

Hätte gedacht, wenn es ohnehin schon einen HWI gibt, muß man nicht auch noch ´nen Blasenkatheter schieben, als zusätzliche Infektionsquelle...

Wie seht Ihr das?

Froschkönig
19.08.2004, 17:07
Hätte gedacht, wenn es ohnehin schon einen HWI gibt, muß man nicht auch noch ´nen Blasenkatheter schieben, als zusätzliche Infektionsquelle...

Wie seht Ihr das?
Also wenn die somnolent oder so semi-komatös ist dann pullert die dir aber ohne Katheter ziemlich das Bett voll....vor allem wenn der Katheter die richtige antwort sein sollte und du ihr dann aber 2,5L Infusion gibst ;-)

übrignes ist das nicht frage B137...find sie aber grad selber nicht :-nix

Capriccio
19.08.2004, 17:08
ja, das kam mir auch so vor. Aber da sie exsikkiert war, dachte ich das wäre nicht so schlimm.
:-)
Aber ich dachte so wie Du, während eines floriden HWI besser keinen Kathether schieben.
Das unterhält den Infekt nur noch

ciao capriccio

Capriccio
19.08.2004, 17:10
@Froschkönig,

an den Puller-Effekt habe ich in der Prüfung auch kurz gedacht, ihn aber dann wieder verworfen. Irgendeine Infusion braucht die Oma ja unstrittig.
Hach, was mögen wir das IMPP :-)

Unregistriert
19.08.2004, 17:10
Hallo beisammen...

Bei der guten Frau ist das Kalium ja schon weit im Keller. Wenn man jetzt noch ordentlich Glukose draufkübelt, sackt das Kalium ja noch weiter ab. Würde ich nicht emphehlen, also B halte ich für richtig.

Und wenn sie Exsikkiert ist, ist meiner Meinung nach eine Flüssigkeitsbilanzeirung wichtiger als ein HWI, also Katheter nötig (D nicht ankreuzen).

Ciao

Unregistriert
19.08.2004, 17:10
bei dem Kaliumspiegel soll man wohl keine Glucoselsg geben, weil dass die Hypokaliämie nur verschlimmern würde

wobei die Sache mit dem Katheter natürlich auch nachvollziehbar aber wohl nicht "IMPPmässig" ist

Unregistriert
19.08.2004, 17:16
Hallo,

also laut "Das Zweite STEX":

"Eine Rehydrataion bei hypertoner Hypovolämie muß mit großer Vorsicht erfolgen, um ein Hirnödem zu vermeiden."
Seite 196, Kapitel Hypernatriämie

2500 ml in 3h würde ich eher nicht unter "großer Vorsicht" verstehen :-).

André

Froschkönig
19.08.2004, 17:17
bei dem Kaliumspiegel soll man wohl keine Glucoselsg geben, weil dass die Hypokaliämie nur verschlimmern würde
Ja denke ich auch...obwohl ich währed der Prüfung wieder zuviel nachgedacht hab und was anderes angekreuzt hab :-(

DocExitus
19.08.2004, 17:19
Bei dieser Frage könnte man ja glatt mal über ´nen Einspruch nachdenken... :-))

Froschkönig
19.08.2004, 17:27
Bei dieser Frage könnte man ja glatt mal über ´nen Einspruch nachdenken... :-))
DAS glaub ich hier weniger......

Unregistriert
19.08.2004, 17:43
Wie ist das denn mit der Kaliumgabe, ist 40mmol nicht ein bißchen viel?

Froschkönig
19.08.2004, 17:46
Wie ist das denn mit der Kaliumgabe, ist 40mmol nicht ein bißchen viel?Mit 40mmol kannst du jemanden umbringen...aber nicht wenns über 24h reinläuft...wir geben das bei Narkosen oft innerhalb von sehr viel kürzerer zeit...mußt es halt in ne Flasche Ringer tun und es langsam tropfen lassen.
Oder über nen Perfuser langsam geben etc...dann ist das kein Problem

Pascal
19.08.2004, 18:22
Mit 40 mmol K über 24 Stunden liegt man so an der oberen Grenze dessen was man pro Tag geben darf. Daher ist B wohl auch kaum strittig. Würde man die Menge Glucose über 3 Stunden geben würde man den Natriumspiegel so schnell runterprügeln das die gute wohl eine Zentrale pontine Myelinolyse bekäme. Und das wäre net gut

Unregistriert
19.08.2004, 18:27
Mit 40 mmol K über 24 Stunden liegt man so an der oberen Grenze dessen was man pro Tag geben darf. Daher ist B wohl auch kaum strittig. Würde man die Menge Glucose über 3 Stunden geben würde man den Natriumspiegel so schnell runterprügeln das die gute wohl eine Zentrale pontine Myelinolyse bekäme. Und das wäre net gut

Ja, das hatte ich in der Prüfung auch überlegt. Stimmt aber nicht, wie ich jetzt nachgelesen habe. Die ZPM bekommt man beim zu schnellen Ausgleich einer HYPOnatriämie. Naja, falsch gedacht und trotzdem Treffer...

André

Unregistriert
21.08.2004, 08:57
zentrale potinomyolyse bekommt man beim "hochprügeln" des na-speigels nicht beim runterholen! und außerdem ist der richtige kommentar schon gegeben: wenn man in 3 stunden 2,5 l 5 % glucose reinleert dann bekommst du das fetteste hirnödem das du dir vorstellen kannst und brauchst dir keine gedanken mehr über den hwi machen....

Unregistriert
21.08.2004, 09:06
ich hoffe, daß b richtig ist.
alle argumente dafür wurden genannt.
kaliummangel muß aufgefüllt werden, da die frau sonst kreislaufprobleme kriegt. glucose wirkt in die falsche richtung (senkt k noch mehr). und bei dem alter sollte eine unbekannte prämedikation von digitalis angenommen werden, sodaß kalium schleunigst hochnormal werden sollte.

deswegen hatte ich zuerst an c gedacht, aber da steht gar nix vom wichtigsten überhaupt, vom rehdrieren - und da fiel mir dann auf, daß nach dem kontraindizierten gefragt wurde - also B muß es sein.
alle anderen maßnahmen sind als sekundär oder unnötig einzustufen, nicht als akut

DoktorW
21.08.2004, 09:17
zentrale potinomyolyse bekommt man beim "hochprügeln" des na-speigels nicht beim runterholen!

sicher? Ich hab das andersrum in Erinnerung aber ich kann mich auch täuschen nach dem gestrigen Abend :-party

Der Bochumer
21.08.2004, 22:10
Mit 40 mmol K über 24 Stunden liegt man so an der oberen Grenze dessen was man pro Tag geben darf.

Sorry, aber da liegst du irgendwie falsch, das Maximum liegt bei 20 mmol pro Stunde (!), nicht pro Tag