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Froschkönig
31.08.2004, 17:18
Ich stimme deiner Darstellung ist keinster Weise zu, denn sie widerspricht der Idee der repräsentativen Demokratie - "Die repräsentative Demokratie ist eine Form der indirekten Demokratie, in der Volksvertreter gewählt werden, die souverän und ohne direkte Eingriffsmöglichkeit des Volkes, die politischen Entscheidungen treffen. "
Netlexikon

Ich fürchte hobbes, Du bringst da was durcheinander ?

hobbes
31.08.2004, 17:32
"Die repräsentative Demokratie ist eine Form der indirekten Demokratie, in der Volksvertreter gewählt werden, die souverän und ohne direkte Eingriffsmöglichkeit des Volkes, die politischen Entscheidungen treffen. "
Netlexikon

Ich fürchte hobbes, Du bringst da was durcheinander ?

Dein Lexikon ist gut und recht. Selbstverständlich treffen die Volksvertreter (man lasse sich das Wort Repräsentantenhaus auf der Zunge zergehen) ihre Entscheide souverän, d.h. ohne Rücksprache mit dem Volk und gemäss dem was sie für das Beste und das Vernünftigste halten. Nichtsdestotrotz handelt es sich um Repräsentanten ihrer Wählerschaft und jeder vernünftige Politiker weiss dies auch und verhält sich entsprechend - nämlich nach der Wählergunst (schon zum reinen Selbstzweck). Natürlich muss er dies nicht - er kann das System nämlich ad absurdum führen (will heissen sich unter falschen Versprechungen wählen zu lassen, um anschliessend schalten und walten zu können wie es ihm gerade beleibt). Aber die Idee wäre doch, dass er seine politische Freiheit so zu zügeln vermag, dass er seine Wählerschaft nicht der Verachtung und Verhöhnung straft.

Ganz so einfach kann man es sich nicht machen. Und ich brauch jetzt auch nicht zu schreien: doch luckyblue ich habe recht. Wir sind hier ganz eindeutig unterschiedlicher Überzeugung.

luckyblue
01.09.2004, 14:47
... sich unter falschen Versprechungen wählen zu lassen, um anschliessend schalten und walten zu können wie es ihm gerade beleibt Der Volksvertreter ist nur seinem Gewissen verpflichtet und an Weisungen nicht gebunden. So steht's im Grundgesetz. Parteiprogramme und Koalitionsvereinbarungen sind höchstens im Innenverhältnis der Mitglieder irgendwie verbindlich, dem Wähler gegenüber aber überhaupt nicht rechtskräftig, zumal es im Bundestag ja überhaupt keine Parteien gibt. Wer was anderes glaubt, ist selber schuld;-)

Repräsentanten ihrer Wählerschaft Das bestreite ich ja nicht wirklich. Mit der Einschränkung, dass zumindest Mitglieder der Regierung Repräsentanten des gesamten Volks, nicht nur ihrer Wählerschaft sind. Aber wie gesagt, das heißt konkret wenig.
Im übrigen halte ich es angesichts des Thread-Eröffnungs-Thema für ein wenig fernliegend, hier eine neue Diskussion über das Badevergnügen der Demokratie im Brackwasser der Wirklichkeit vom Zaum reißen zu müssen. Der Bund subventioniert einen Pornokanal in MeckPomm - und ich war gestern bei Burger King. Jetzt droht der Untergang des Abendlands. Aber wirklich;-)

cu
luckyblue

hobbes
01.09.2004, 15:40
überhaupt nicht rechtskräftig, ................, ist selber schuld;-)

Also ich führe hier auch keineswegs eine juristische Diskussion! Die Politik hat noch andere Schattierungen als Jurisprudenz!

luckyblue
02.09.2004, 20:39
Passt irgendwie;-): http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,316128,00.html

Froschkönig
02.09.2004, 21:04
Er frage sich, "wie gerade Menschen aus einem katholischen Jesuitenkolleg auf diese Idee kommen".

Hey, ICH war nur bei den Benediktinern...die sind eigentlich viel "harmloser" und glaubt mir: In Klosterschulen geht´s da hoch her, Verbote waren schon immer ein Garant für Interesse :-D


Der Frosch

Doktor_No
13.09.2004, 11:54
link zum thema: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,317687,00.html