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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 4. Tag, A43/B15 -Handschuhe autoklavieren



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Unregistriert
24.08.2004, 15:13
Hallo,
in meinem Hygienebuch steht explizit, man könne auch Handschuhe autoklavieren (Brockfeld, Ökologisches Stoffgebiet, S. 400). Und die Instrumente werden doch nicht "eingeschweißt", sondern nur eingewickelt?? Müsste nicht C richtig sein?
Schöne Grüße
Christoph

Unregistriert
24.08.2004, 15:15
hab auch c genommen....würd mich freuen wenns stimmt ;)

Capriccio
24.08.2004, 15:19
Hey,

komplette Siebe werden im Stahlcontainer in ein Tuch gewickelt, und nicht verschweist.

Aber das einzelne Instrument , was Du dir nachreichen läßt, die sind immer verschweißt.

Und die Handschuhe, ok, vielleicht ist das denkbar, aber hast Du DAS schon mal live gesehen ???

DocExitus
24.08.2004, 15:22
Ich bin immer wieder erstaunt, daß es echt Leute gibt, die ein Hygiene-Buch haben... ;-)

Unregistriert
24.08.2004, 15:23
Hey,

komplette Siebe werden im Stahlcontainer in ein Tuch gewickelt, und nicht verschweist.

Aber das einzelne Instrument , was Du dir nachreichen läßt, die sind immer verschweißt.

Ja klar, aber bist Du Dir sicher, dass sie das schon im Autoklaven sind? Kann mir nicht vorstellen, dass der Papierteil der Hülle das aushält.



Und die Handschuhe, ok, vielleicht ist das denkbar, aber hast Du DAS schon mal live gesehen ???

Wie sollten die Handschuhe denn sonst sterilisiert werden? Live gesehen hab ich von den Hygiene-Fragen maximal 0,1 %.

Schöne Grüße
Christoph

Capriccio
24.08.2004, 15:32
Hey Christoph,

ja, die Instrumente werden gespült, getrocknet, eingetütet, und dann sterilisiert.
Definitiv. Das habe ich im Z-Steri schon gesehen.

Handschuhe werden industriell mit Gamma-Strahlen sterilisiert, nicht im Autoklaven.
Außerdem gibt es noch ein Argument gegen den Autoklaven. Dampf ist über 100 Grad, das macht das Latex bestimmt nicht mit. Kunststoff wird doch mit Ethylenoxid sterilisiert.,

hoffe, ich konnte dich überzeugen :-)

Pascal
24.08.2004, 15:34
Also Latexhandschuhe tät ich net in den Autoklaven legen. Das schmilzt recht gut. Und natürlich sind die Sachen vor dem Steri eingeschweist. Sonst müßte man sie ja wieder anfassen, außerdem wären sonst diese Farbindikatorfelder auf der Verpackung recht sinnlos.

Unregistriert
24.08.2004, 15:38
Gebe mich geschlagen... Danke für die Ausführungen.
Schöne Grüße
Christoph

Capriccio
24.08.2004, 15:40
@ Christoph

trink auch noch ein wenig und freu dich, das die Plackerei zu Ende ist.
Ich bin sooo froh, das der Sch... vorbei iss.

Machet jut.

Ciao :-dance :-dance

snape
24.08.2004, 16:05
schwarze reihe Hygiene ,5. Auflage , seite 104
F 88
sollen op handschuhe sterilisiert werden lässt sich ein sicheres resultat am besten erreichen
(A) durch Tyndallisieren
(B) durch Auskochen
(C) im Heißluftsteri
(D) durch UV Licht
(E) durch Autoklavieren bei 121 Grad C über 20 Minuten
Damals war Lösung E richtig

Unregistriert
24.08.2004, 16:11
Was soll das denn? Wäre das nicht etwas umständlich mit den Handschuhen. Die werden ja wohl weggeschmissen nach Gebrauch!

DocExitus
24.08.2004, 16:22
Warum wurde die Lösung denn jetzt auf E gesetzt?!

Unregistriert
24.08.2004, 16:24
entschuldigung, ich hab natürlich Antwort E für die Altfrage von H 88 gemeint.

Für unser examen muss es demnach Lösung C sein

Unregistriert
24.08.2004, 16:26
warum nicht B????
bin nicht überzeugt, dass handschuhe in den autoklaven gehören...

Cogito
24.08.2004, 16:33
Hallo,
in meinem Hygienebuch steht explizit, man könne auch Handschuhe autoklavieren (Brockfeld, Ökologisches Stoffgebiet, S. 400). Und die Instrumente werden doch nicht "eingeschweißt", sondern nur eingewickelt?? Müsste nicht C richtig sein?
Schöne Grüße
Christoph

Also ich habe über ein Jahr im modernsten Steri Norddeutschlands gearbeitet! :)
Ich habe nie erlebt, daß wir Handschuhe autoklaviert hätten. Das wird sicher gehen, dürfte aber schwierig und aufwendig werden. Da nimmt man heute immer Industrieprodukte und die sind bestrahlt. Außerdem sind alle anderen Antworten bis auf B *definitiv* nicht korrekt. Das hab ich alles live und in echt gemacht und gesehen bzw. NICHT gesehen! :-)
Instrumente werden natürlich auch verschweißt (Scheren, Pinzetten etc.): Es gibt ja nicht nur OP-Siebe. Diese Einschweißerei funktioniert in Tüten aus Papier und Kunststoff. Nach dem Erhitzen auf 131 Grad verschließen sich die Poren des Papiers und das Sterilgut bleibt geschützt (vorher muss ja der Dampf rein!).

DocExitus
24.08.2004, 16:41
Mich würde interessieren, was die Leute von MediLearn dazu sagen und vor allem, warum sie die Lösung von B auf E geändert haben... :-???

Unregistriert
24.08.2004, 16:43
Die Niedrig-Temperatur-Plasmasterilisation gilt als Alternative zur Gassterilisation, allerdings mit den gleichen Einschränkungen. Stark absorbierende Güter (Papier, Wäsche, Textilien) sind für diese Form der Sterilisation nicht geeignet.

Im Temperaturbereich von 37°C bis 45°C erfolgt in einem Zyklus von einer Stunde die Sterilisation der Medizinprodukte.


Zurück zur Übersicht Sterilisation.

aus: www.medicon.de/jsp/language.jsp?id=6266&showwhat=article&art=6543

Cogito
24.08.2004, 16:48
Mich würde interessieren, was die Leute von MediLearn dazu sagen und vor allem, warum sie die Lösung von B auf E geändert haben... :-???

E stimmt NIEMALS!!!! Wir hatten einen der ersten Plasmasteris in Deutschland und da haben wir drei Stunden ne Einführung von der Firma bekommen. Die Dinger sind auch relativ klein und für Wäsche nicht geeignet. Da kann man gut thermolabile Sachen reinpacken wie Kaltlichtkabel etc.
B ist richtig.

notre
24.08.2004, 18:46
also plasmasteri für wäsche?? und jetzt auch noch in den endgültigen ergebnissen richtig??

Bitte helft mir, das zu verstehen!!!

Cyclinganz
24.08.2004, 23:01
es gibt da in der Schwarzen Reihe (Auflage 2001) eine ähnliche Altfrage (aus den 80iger Jahren). Da ist die Lösung "C" richtig: Handschuhe gehören in den Autoklaven! Ob das Sinn macht, weiß ich nicht - aber es steht da schwarz auf weiß!

Bye,
David