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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie oft präparierkurs?



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kultfigur
06.09.2004, 17:25
ich denke an "das schweigen der lämmer" und an die salbe, die sich alle in die nase schmieren, als sie die body bag mit der wasserleiche öffnen. hilft das nix, wenn man sich vorher / nachher was in die nase schmiert? ich habe da eine sehr geruchsintensive nasensalbe von wala, vielleicht teste ich das mal.

wenn ich mich bis dahin nicht exmatrikuliert habe ..

DoktorW
06.09.2004, 17:40
Soweit ich weiss kann man die Vorklinik nicht verkuerzen. Es ist wohl vorgeschrieben, dass man mindestens vier Semster bis zum Physikum machen muss.
jo, das stimmt! Du kannst auch in der Klinik nicht verkürzen, sondern nur zusammenraffen, damit Du z.B. das 10. frei hast zum Lernen!

Dr. Weissnix
06.09.2004, 23:25
Ich weiss ja nicht so recht..

Ich hoffe mal ich komme durch diese zeit ganz gut durch. ich hab bisher noch nicht so viel Kontakt zum Gevatter Tod gehabt und ich bin gespannt, wie mein körper auf dei Tatsache reagiert an Schädeln rumzusägen und in Gehirnmasse rumzustochern...

Spannend wird das auf jeden Fall..

Mal jemand von euch beim ersten mal umgekippt? Ab welchem Semester fängt man den an zu präparieren?

Sidewinder
06.09.2004, 23:37
In welchem Semester man mit Präppen anfängt ist durchaus von Uni zu Uni verschieden...wir haben im ersten damit angefangen, gleich in der zweiten Studienwoche!
So wirklich umgekippt ist eigentlich niemand...habe nur dreimal mitbekommen, dass jemandem schlecht wurde, zweimal mal war aber aus Prüfungsstress kurz vor dem Testat, hatte also eher weniger mit den Leichen direkt zu tun und das andere mal war ein Mädchen, das sich das nur mal anschauen wollte, also noch gar nicht Medizin studiert hat...

kultfigur
07.09.2004, 06:24
Mal jemand von euch beim ersten mal umgekippt? Ab welchem Semester fängt man den an zu präparieren?

ich war neulich mit einem tutorium im präpsaal und wir durften uns alles mal ansehen. umgekippt ist keiner, aber es ist schon gewöhnungsbedürftig.

bei uns wird nur im wintersemester gepräppt, d.h. im 2. oder 3. semester.

Doktor_No
07.09.2004, 08:13
ich erinnere mich daran, daß in meinem präp-kurs mal ein mädel eine schüssel voller formalin und fettresten zum ausguß bringen wollte und dabei ausgerutscht ist-in der folge hat sie sich das geschmadder über ihren kittel und die klamotten geschüttet! war aber für die umstehenden sehr lustig, ich glaub die hat dann erstmal geheult...

ceres
07.09.2004, 08:23
ich erinnere mich daran, daß in meinem präp-kurs mal ein mädel eine schüssel voller formalin und fettresten zum ausguß bringen wollte und dabei ausgerutscht ist-in der folge hat sie sich das geschmadder über ihren kittel und die klamotten geschüttet! war aber für die umstehenden sehr lustig, ich glaub die hat dann erstmal geheult...

Hoffentlich musste sie nict mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren ^^ :-blush

Hellequin
07.09.2004, 08:44
@topic:
der gestank ist wirklich ein wenig belastend. die privatklamotten sind aber eigentlich nicht so sehr betroffen, nur die haende (trotz handschuhen) und der kittel. am besten keinen weissen baumwollkittel sonderen einen schoenen alten speckigen polyesterkittel anziehen ;-)

Der Geruch an den Händen kam meiner Meinung nach, zumindestens bei uns, eher von der komischen Flüssigseife mit der wir uns waschen mussten. Am Anfang hat ich den Präpsaalgeruch aber auch die ganze Zeit über in der Nase, und hatte das Gefühl es riecht überall (Stadt, Bücher, Essen) danach. Mit der Zeit hat sich das dann aber gegeben.

Schön war auch immer das Mittagessen in der Mensa, wenn man noch mal den Tag hat Revue passieren lassen und den Nichtmediziner am Tisch schlagartig klar geworden ist, das sie doch nicht soviel Hunger haben.:-))

questionmark
08.09.2004, 11:09
Ab welchem Semester fängt man den an zu präparieren?

In Hamburg ist es so, dass der Praep-Kurs nur im dritten Semester ist. Das wollen sie jetzt aber angeblich auf das erste und dritte ausdehnen.

Bei mir praeparieren wir alle vier Semester durchgehend. Ich studiere allerdings in Budapest. Angeblich sollten wir hier uns ja auch nur zu viert eine Leiche teilen, wir sind aber zu sechst am Tisch. Ist mit deutschen Verhaeltnissen verglichen aber noch ganz gut. :-D Was aber wirklich bloed ist, dass wir im ersten Semester nur an einzelnen Teilen praeparieren und erst im zweiten eine ganze Leiche bekommen.

Solara
08.09.2004, 17:44
Bei uns ist der Präpkurs ein Ferienkurs .... und findet jetzt :-)) statt!!!
2h vormittags, 2h nachmittag und das ganze täglich bis das Semester offiziell beginnt *stöhn*

Solara

heka
10.09.2004, 15:44
Wir haben ab der 2. Studienwoche 2 Semester lang gepräppt, jeweils einen Nachmittag pro Woche 4 Stunden (mal 3, mal 5). Jedesmal war zum Schluss ein mündliches Testat, wo durchaus auch welche durchfallen konnten. Wer auch nur 1x fehlte, musste dafür ersatzweise jeweils ein Röntgentestat (auch mündlich) machen. Testatkarten mit Foto wurden kontrolliert.

Für die Vorbereitung auf den Präptag habe ich immer etwa 3 Tage gebraucht, habe zu Hause gelernt. Die VL waren zwar vielleicht auch nicht schlecht, aber zu Hause lernt es sich schneller und effektiver. Die Vorlesung wäre vielleicht eine interessante Ergänzung gewesen, aber dafür reichte die Zeit einfach nicht.

Wir waren zu 4. oder 5. in einer Gruppe an der Leiche. An einem anderen Wochentag kam eine andere Gruppe an die selbe Leiche, wir haben dann jeweils die rechte oder linke Seite gemacht. Bei Theman, wo das nicht ging, musste einer aus der Gruppe ein Referat zu dem Thema vorbereiten, das die andere Gruppe gehabt hatte.

Ich fand den Gestank nicht so schlimm, man roch hinterher höchstens was am Unterarm direkt über dem Handschuhrand. Aber die Konservierungsverfahren sind wohl auch verschieden.

Histo und Neuroanatomie waren bei uns separate Kurse, aber erst im 3. Semester.

THawk
11.09.2004, 09:38
Schön war auch immer das Mittagessen in der Mensa, wenn man noch mal den Tag hat Revue passieren lassen und den Nichtmediziner am Tisch schlagartig klar geworden ist, das sie doch nicht soviel Hunger haben.:-))

:-D Schade, dass bei uns fast nur Mediziner in der Mensa sitzen.

JHS
13.09.2004, 17:32
betet dass Eure Leiche nicht so fett ist, denn das beeinflusst wesentlich, wie lange und intensiv man präppen muss. Am besten jemand junges dünnes, wo Strukturen nicht atrophiert sind, und gleichzeitig auch nicht erst von Schüsseln voller Fett befreit werden müssen!

JHS

P.S. und Vorsicht mit denn Fingern beim Messer schärfen. Ich habe mir derart in die Hand geschnitten, dass man den Knochen sehen konnte. Der Vorpräp Hiwi hatte wohl gerade Nähkurs gehabt, und hat den Prof bekniet, meine Hand nähen zu dürfen... (durfte er natürlich nicht!) :-peng

tonexxx
13.09.2004, 20:17
Hups, ein Thread über ein kölsches Thema übersehen! :-sleppy

Naja, mal ändern:

vor Beginn des Modellstudiengangs gemäß der Novelle der ÄAppO präppte der durchschnittliche Kölner Student 3 Tage die Woche und 4 Stunden.
Aber: von den 4 Stunden geht häufig die erste für die (empfehlenswerte!) Vorlesung drauf und die letzte oft für (erst zum Physikum wichtige) Filme.

Das ist zwar schon irgendwie anstrengend, vor allem, da man ja abends noch weiterlernen sollte, aber auch gut zu schaffen!

In Köln teilen sich 8 Studenten gütlich ein Präparat. Schichtenbetrieb oder sowas gibt's nicht. Ihr habt auch nur wenige Fehltage.

Aber natürlich kann man auch mal Zigarettenpausen machen, solange die Tages/Wochen/Monatsziele erreicht werden.

Viel Erfolg!