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Vystup
09.09.2004, 11:22
aehm, ich behaupte mal, dass du unter reanimationsbedingungen schon froh bist, wenn du eine rosane braunuele da reingeprokelt bekommst. ohne kreislauf ist naemlich ein bisschen schlecht mit grosslumig stehen. und durch die kleinen rosa dinger laeuft mehr durch, als man gemeinhin so denkt. klar ist das kein vergleich mit den orangenen gartenschlaeuchen, aber es ist erst mal besser als gar nichts. im zweifelsfall wuerde ich dann doch lieber eine nummer kleine waehlen, als die vene kaputtzumachen.

ich steche uebrigens lieber mit butterfly beim blutabnehmen. und noch lieber lege ich braunuelen... ist glaube ich alles gewohnheitssache.

Christoph_A
09.09.2004, 12:53
Rosanülen bei Reapatienten,na ich weiß ja nicht-sicher sind da schwer welche reinzupopeln,aber in so einem Fall kann man sich ja mal überlegen,ob man nicht doch gleich nen direkten zugang reinknallt,natürlich nachdem man zuerst einen peripheren für die Erstversorgung gemacht hat. Was immer ganz gut hilft,wenn man gar nix mehr sieht ist Nitrospray,alter Intensivtrick!

Vystup
09.09.2004, 19:17
na ob der unterschied von rosa nach gruen wirklich so gross ist... sicherlich nimmt man das groesste was passt, aber wenn das halt rosa ist, warum soll man dann drei mal mit der gruenen danebenstechen? auch wenn gruen wirklich nicht viel dicker ist.

und den augenarzt, der einfach mal eben einen zvk legt will ich erstmal sehen. zum volumen geben ist der aber auch nicht sinnvoll, das lumen ist da naemlich auch nicht wirklich gross...

Lava
09.09.2004, 19:28
Leute, wir reden hier von Augenheilkunde! *lol* Ich meine, ich kann ja morgen mal fragen... aber würde mich wundern, wenn sich da irgendjemand an eine Reanimation erinnern kann! *gggg* So schwer kranke Pats landen gar nicht erst bei uns, schätze ich.

Christoph_A
10.09.2004, 08:08
Naja,ich denke mal,über einen mehrlumigen ZVK kann man schon etwas Volumen geben, zumindest haben wir das oft gemacht aber egal, das war ja schliesslich auch in der Inneren-eine Reanimation beim Augenarzt ist wohl ungefähr so häufig wie eine beim Psychosomatiker ;-)

Vystup
10.09.2004, 08:31
gut, einigen wir uns darauf, dass man den besten zugang nimmt, den man bekommt? :peace:

(die anaesthesisten waren bei mir immer sehr gegen einen zentralen zum volumen auffuellen, dafuer gabs immer noch zusaetzlich ein grosslumiges ding in die jugularis externa)

sunrise10086
10.09.2004, 14:52
Jaja, das liebe Stechen und Braunülen schieben...

Dem Himmel sei's gedankt, dass unsere Patienten von der Anästhesie schöne Braunülen, vorzugsweise in den Farben grün, weiss und grau, gestochen bekommen, die sie dann am 3. Tag post-op bei uns loswerden. Und meistens auch keine neuen brauchen, es seie denn, sie bekommen nochmal EKs, da die aber eh nur die Approbierten anhängen dürfen, haben die auch das Vergnügen, die verfluchten Mistdinger selbst zu legen.

Beim Blutabnehmen schwöre ich mittlerweile auf den Thomas-C-Spezialtrick. Sprich: Stauen mit Blutdruckmanschette zwischen systolischem und diastolischem Druck und es flutscht, bei wirklich ALLEN.
Weiterhin hilft es auch ungemein, die Hand, mit der man gestochen hat, nicht mehr umzusetzen bis man fertig ist, sprich, die Nadel festhalten (oder Butterfly, die ich übrigens auch hasse wie die Beulenpest) und mit der anderen Hand alles weitere machen. Geht wunderbar. Und wenn's nicht geklappt hat: Nicht entstauen, sondern Nadel drinlassen und weitermachen. Knallhart.

Zum Thema schlechte Tage: Hatte Mittwoch mein absolutes Tief. Hab im OP mich immer dann ablenken lassen, wenn ich's hätte bleiben lassen sollen, wurde dann noch gehörig verarscht (Haken rutscht aus dem Knie weil Operateur Knie durchbewegt. Spruch: "Na prima, jetzt hast Du dem Patienten einen viertgradigen Knorpelschaden verpasst..." Ich sprachlos, was selten vorkommt. Entgeistertes Gesicht. Spruch vom Operateur, Knuff in die Seite: "War doch nur Spass..." Grausamer Witz) und es war eh alles ganz schrecklich.
Hab gestern einen Tag frei gemacht und heute ging's viel besser. Hilft manchmal Wunder.

Lava
11.09.2004, 10:35
Also nach der letzten Woche bin ich der Meinung, ich kann mittlerweile ganz gut Blut abnehmen und Flexülen legen. Vielleicht klappts nicht immer beim ersten Stich, aber bis auf eine Ausnahme hab ich es IMMER selber hinbekommen! *stolzbin* :-) Viele Patienten waren auch sehr geduldig mit mir. Jedenfalls die, die "schlechte" Venen haben und die Prozedur zur Genüge kennen.


Dem Himmel sei's gedankt, dass unsere Patienten von der Anästhesie schöne Braunülen, vorzugsweise in den Farben grün, weiss und grau, gestochen bekommen

Aber ist doch blöd! So lernt man es doch nie! :-nix


"Na prima, jetzt hast Du dem Patienten einen viertgradigen Knorpelschaden verpasst..."

Ich hab jemanden beim exzessiven IOD Messen mittels Applanationstonometrie ne schöne Erosio beidseits verpasst. :-blush So musste der Mann noch einen Tag länger im KH bleiben.... aber sowohl Stationsärtin als auch OA haben's locker genommen. "Passiert halt", meinten sie.

Tibia
11.09.2004, 10:47
Ich erlebe gerad meine erste Famulatur und hatte ebenso Tage bei, an denen absolut gar nichts lief und man am liebsten die Flucht ergriffen hätte. Besonders das Blutabnehmen kann sich zum absoluten Horror entwickeln, vor allem bei zickigen, meckernden, wehleidigen, schon vollkommen grün und blau gestochenen, marcumarisierten Patienten :-blush
Nett ist auch, wenn man sich ganz alleine den Blutentnahmen widmen darf. (In der ersten Wochen, der ersten Famulatur) Da stehen dann so ca 15 Becher mit zig Monovetten, es ist halb neun. Um neun sollte der ganze Kram im Labor sein, yippie. Es wird halb elf, noch 4 Becher und der Angstschweiß lässt nicht nach. Ja ja, man hat es schon nicht einfach, aller Anfang ist schwer. Ich hoffe nur, dass nicht jeder Tag so ein Kampf wird.

Lava
11.09.2004, 10:52
Aber wenn du täglich wirklich 15mal Blut abnehmen drafst, wirst du es nach spätenstens einer Woche perfekt können!!!! *g* Bei mir waren es im Schnitt vielleicht 4 oder 5 Blutabnahmen pro Tag plus 2 oder 3 Flexülen, und ich hab mich innerhalb einer Woche doch schon verbessert, denke ich. ;-)

Das gleiche gilt übrigens für Anamnesegespräche und Untersuchungen. So eine Spaltlampe mit hundert Rädchen zum Verstellen von was-weiß-ich muss man erst mal bändigen. *lol*

Tibia
11.09.2004, 11:42
Ja also 15 mal ist schon extrem viel, kommt nicht jeden Tag vor, in der Regel sind es so 8-10, aber von "perfekt" bin ich noch meilenweit entfernt, brauch wohl etwas länger als andere :-nix
Naja Hauptsache, das wird irgendwann mal besser.

sunrise10086
11.09.2004, 14:18
Das Argument, dass man es nie lernt, wenn man die Dinger nicht legt, stimmt schon. Andererseits glaube ich, dass ich im PJ und an anderer Stelle als nun genau auf einer unfallchirurgischen Station noch genug Gelegenheiten haben werde, die Dinger zu stechen. Da mach ich mir nicht wirklich Stress.
Und ich glaube ausserdem, dass es eine viel grössere Kunst ist, eine Spaltlampe zu bedienen als schnöde an einem Bein rumzuziehen. Deshalb: Maximum Respect!

Lava
11.09.2004, 20:40
Was ziehst du denn am Bein rum?? Bei meiner U-Chi Famu hab ich da höchstens mal was zugenäht am Bein oder ne Schraube rausgedreht :-D

Hm.... irgendwie hab ich mich immer gefreut, wenn ich ne Flexüle legen durfte. Da hat man wenigstens mal das Gefühl, man MACHT irgendwas. :-D Auf der Station, wo ich letzte Woche war, waren hauptsächlich Patienten mit Netzhautproblemen. Sprich: die Vorderabschnitte sahen immer tip-top aus. Und weiter als bis zu den Vorderabschnitten durfte ich die Aufnahmen verständlicherweise nicht machen. Na ja, hab noch zwei Wochen vor mir, in denen ich bestimmt noch mehr lerne - bestimmt auch Netzhäute zu befunden. :-D

sunrise10086
15.09.2004, 16:49
Warum zieht man am Bein..Hmmm....
Vielleicht bei Hüft-TEPs? Repositionsmanöver? Da zieht man am Bein rum wenn man es genau nimmt. Wobei... Man rotiert unter permanentem Zug, das wäre wohl korrekter ausgegrückt...

Lava
16.09.2004, 17:42
Stimmt. Aber ich musste zum Glück nicht ziehen - ich musste nur Haken halten. :-)) Diese Riesenteile... da werden einem die Arme aber auch schnell müde. :-(

Christoph_A
17.09.2004, 08:11
naja, sagen wir mal, 60% der Unfallchirurgie besteht aus Reissen und Kraft. Wenn ich da schau,wie oft wir in der Schweiz im Winter an Sprunggelenken,Schultern,Tibiae,Hüften etc. rumgefuhrwerkt haben,dann muß ich sagen,daß das ein ganz gutes Armmuskeltraining ist.

Die Niere
21.09.2004, 07:23
Nicht ich, aber eine Bekannte durfte sich letztens DAS anhören:

"Versuchen sie nicht mit ihrem nicht vorhandenen Bizeps am Haken zu ziehen, sondern legen sie sich lieber mit ihrem reichlich vorhandenen Gewicht dagegen."

Aber hey...ist der Ruf erst ruiniert...nicht jeder hat Glück mit seiner Orthostelle in der Schweiz *zwinker*

gruesse, die niere

sunrise10086
21.09.2004, 15:54
Böser Operateur sowas...
Mein Oberarzt hat mir mal gesagt: "Der Bauch ist die dritte Hand des Operateurs..."
In diesem Sinne sollte man es halten.*hehe*

Wobei man sowas schon wieder unter Geschichten aus Deutsch-Absurdistan abbuchen kann.

Lava
21.09.2004, 20:23
Hm... also ich hab mal gesehen, wie der Chef einen Roux Haken bei sich am Kittel eingehakt hat - vor seinem Bauch. vielleicht hat der Oberarzt DAS gemeint? :-nix

Die Niere
22.09.2004, 10:20
Hm... also ich hab mal gesehen, wie der Chef einen Roux Haken bei sich am Kittel eingehakt hat - vor seinem Bauch. vielleicht hat der Oberarzt DAS gemeint? :-nixDas wird sogar noch einigermassen häufig gemacht, da dieser OA jedoch auch im normalen Leben ein A-Loch ist, bezweifele ich seine guten Absichten :-))

gruesse, die niere