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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mündliche! Wurde echt verarscht! Kann mir wer helfen???



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HLA-B57
18.09.2004, 20:15
Hallo, kann mir wer helfen?

Ich hatte am Freitag mündliche Prüfung in Innere Medizin und Urologie. Im Vorgespräch hat mir der Vorsitzende nach unserer schriftlichen Note gefragt und zu mir gemeint, (obwohl ich ihn gar nicht kannte), "das ist zu gut, mal sehen, ob wir das so stehen lassen können!". Erst dachte ich das wäre eine Drohung, später nahm ich an, er wolle mich damit motivieren.
Die Prüfung selber lief super. Ich habe keine Frage nicht beantworten können und sogar in seinen Augen "extra punkten" dürfen.
Als dann die Notenvergabe war, war ich jedoch baff! "Er sagte, wir bewerten sie als Gruppe und staffeln es nur in plus und minus" Ich habe also eine ++ dahinter, wovon ich mir einen Keks kaufen kann. Zur Begründung sagte er: "Theoretisch wissen sie das alles wunderbar, aber Ihnen fehlt ein wenig die praktische Erfahrung! Aber das wird sich sicher im nächsten Jahr geben."
Was erwartet er, denn von einem im 2.Stex.
Ingesamt wurden wir zu viert nur zwei stunden geprüft. Ich möchte dagegen vorgehen, da ich mich echt beschissen damit fühle.
Weiss jemand über den Vorgang Bescheid??
Wäre klasse, wenn mir wer helfen könnte!
HLA-B57

Pünktchen
18.09.2004, 20:17
Bist du deswegen durchgefallen?
Hats dich insgesamt ne Note gekostet?

HLA-B57
18.09.2004, 20:25
wollte das eigentlich vermeiden....! Nein meine Endnote ändert sich dadurch nicht und ich kann damit eigentlich auch zufrieden sein, aber es ärgert mich echt tierisch und ich habe überhaupt kein Problem die Mündliche nochmal machen zu müssen oder so! Aber ich fühle mich echt unfair behandelt und das wird auch nachfolgenden Prüflingen so gehen, wenn ich mich nicht wehre....(finde ich zumindest...)

HLA-B57
18.09.2004, 20:32
P.S. Sorry, dass ich so spät geantwortet habe, aber mein Server kickt mich gerade immer wieder raus... :-?

Pünktchen
18.09.2004, 20:53
hmmm...also unter meiner Einladung zur Mündlichen steht, daß man sofort mitteilen muss, wenn einem die Notengebung unklar ist, aber was denn passiert steht da auch nicht.

Nur denke ich, daß du wenig daran ändern kannst. Das liegt einfach in der Willkür des Prüfers. Ich wäre da sehr vorsichtig. Versuch mal über die Suchfunktion vielleicht etwas herausfinden zu können, ich glaube du solltest auch deine Mitprüflinge fragen ob sie als "zeugen" fungieren können. Aber wie das genau geht weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob es sich eigentlich lohnt, einen solchen Aufwand zu betreiben, wenn kein Bestehen oder eine Note davon abhängt :-nix

test
18.09.2004, 21:08
Ich würde an deiner Stelle ruhig mal Beschwerde bei der zuständigen Stelle einlegen, selbst wenn es dir jetzt nicht mehr hilft, können so vielleicht zukünftige Prüflinge davor bewahrt werden. Also ich finde man sollte sich bei solchen Dingen immer beschweren, nur so können sich Dinge zum besseren wenden :-meinung

HLA-B57
18.09.2004, 23:03
Ich will mich auch beschweren. Und meine Mitprüflinge, die zwar sehr glücklich über ihre Note sind, würden auch "Zeugen" sein und fanden auch das ich sehr ungerecht behandelt wurde.
Weiss denn niemand, wie man bei so etwas vorgeht?

Wie ist es denn eigentlich rein förmlich gesehen, wenn viel zu kurz geprüft wurde. Kann man dann die Prüfung nicht sowieso annulieren lassen?

Pünktchen
18.09.2004, 23:11
ich wusste doch irgendwo steht das hier im Forum :-)....also ein paar offizielel Worte unter folgendem Link

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=13904


achja und einen Beitrag zur PrüfungsZeit gefunden:
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=12224&highlight=pr%FCfung+zeit





Ansonsten noch mal Suchfunktion (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/search.php?) anwenden :-top

Hubschrauberfanatike
19.09.2004, 21:33
Ja haben denn die Prüfer die Noten am Ende der Prüfung genannt? Denn ++ ist ja keine Note.

Sabine
20.09.2004, 09:15
Bei uns sagte der vorsitzende Prüfer zu Anfang, daß die Prüfung mindestens drei Stunden dauert, sonst wäre dieselbe anfechtbar. Daran haben sich unsere Prüfer auch mit der Uhr in der Hand gehalten. ( 4 Prüflinge)
Schon wegen der offensichtlichen "Verfahrensfehler" würde ich gegen die Prüfung vorgehen. Außerdem glaube ich nicht, daß man den Prüfern vorher seine schriftliche Note sagen muß!
Viel Glück!!!

Muriel
21.09.2004, 09:08
Beschweren ok, aber mit Prüfung wiederholen wäre ich doch etwas vorsichtig, denn wenn Du den gleichen Prüfer noch mal bekommen solltest, weißt Du nicht, wie er auf Deinen Einspruch reagieren sollte, und man kann jeden, egal wie gut er ist, herausprüfen. Pass auf, dass Du am Ende nicht mit weniger dastehst als Du jetzt hast!

Die Niere
21.09.2004, 09:14
Als kleiner Prüfling gegen einen "grossen " Professor kann schon verdammt haarig sein. Diese Leute haben so verdammt viel Rückhalt, dass eigentlich ganz andere Dinge passiert sein müssen, damit sich eine Konsequenz ergibt. Auch wenn ich jetzt in das altbekannte Horn stosse: "Schnauze halten und vergessen" - du bist einfach nicht in der richtigen Stellung etwas dahingehend zu bewirken.

gruesse, die niere, die sich fragt, ob ihr jetzt alle ne 2 habt und jeweils mit ++ oder -- dann ists doch sowieso egal, oder?

Holgi77
28.09.2004, 10:19
Bei 4 Prüflingen muss eine Prüfung mind. 3 Stunden und darf max. 4 Stunden dauern. Sonst ist sie nicht gültig! (Liest sich denn sonst keiner vorher mal die Prüfungsunterlagen durch?!) Anfechten musst du das ganze dann allerdings direkt während der Prüfung (also im Grunde Bescheid sagen: Hallo, so läuft das nicht, ich lege Beschwerde ein). Das gilt für jeden Grund (also auch von wegen "wir bewerten Sie als Gruppe" etc.). Wenn du still bist, ist das Thema erledigt.
P.S.: 1.Warum haben hier alle so Schiss vor Ihren Profs? Einfach normales Reden klappt nach meiner Erfahrung prima!
2. WAS HAST DU DENN NUN BEKOMMEN?!

HLA-B57
28.09.2004, 22:03
So: da ich jetzt genaustens Bescheid weiss, kann ich vielleicht wenigstens mal alle anderen, die es interessiert informieren.

Ich bin schließlich bei der Chefin vom LPA gelandet, die sich die Protokolle aus der Prüfung kommen ließ. Die Prüfung war eindeutig zu kurz und ist auch ohne es direkt nach der Prüfung anzumerken als "Verfahrensfehler" schriftlich und formlos beim LPA annulierbar. Wichtig dabei ist es, das Verfahren mit dem LPA abzusprechen, da die neue Prüfung noch vor Beginn des nächsten Semesters durchgeführt werden sollte.(Sie gab mir eine Woche Bedenkzeit)
Positiv fand ich, dass man seine einstigen Mitstreiter nicht in eine neue Prüfung mit rein zieht. (Das wäre mein erstes Ausschlußkriterium gewesen!)
Und auch der neue Prüfer nichts von den Gründen über das LPA erfährt.
Der alte Prüfer wird jedoch über seinen Verfahrensfehler informiert.
Natürlich bekommt man neue Prüfer und auch neue Fächer in der "Zwölf-Tage-Frist" zugestellt.
Sie riet mir jedoch inständig davon ab, nachdem sie erfahren hatte....und jetzt kann ich es vielleicht auflösen, nicht ums Bestehen geht, sondern um eine zwei statt einer eins. Sie meinte zu mir, es gebe noch "viel unangenehmere" Prüfer und auch ich könnte einen schlechten Tag haben....
da sich an der Endnote trotzdem nichts geändert hat, hab ich mich dann doch mit der ver-rückten Kommastelle zufrieden gegeben.

Ankündigungen über Noten,Fragen nach der schriftlichen Note und die eindeutige Vergabe von Gruppennoten, sind im übrigen auch nicht erlaubt!

Ich hoffe, ich kann irgendjemanden, der in den folgenden Semestern sein Examen macht und auf ebensolche idiotischen Prüfer trifft, damit helfen.

Doktor_No
29.09.2004, 18:29
....und jetzt kann ich es vielleicht auflösen, nicht ums Bestehen geht, sondern um eine zwei statt einer eins. .


...wieso war mir das schon beim lesen des eröffnungspostings dieses threads klar... :-wow

Melon_Man
29.09.2004, 20:37
Ich kenne dich nicht und kann es nicht beurteilen ob es so war, möchte aber trotzdem einfach mal in den Raum stellen, dass ein arrogantes/zu selbstbewusstes Auftreten eines Prüflings einen Prüfer reizen kann.

OliP
29.09.2004, 21:37
...dass ein arrogantes/zu selbstbewusstes Auftreten eines Prüflings einen Prüfer reizen kann....

was eine so begründete schlechtere Bewertung nicht rechtfertigt

(nur mal ebenso in den Raum gestellt)

test
30.09.2004, 01:22
Abgesehen davon muß jemand der viel drauf hat nicht zwangsläufig arrogant sein. Und wenn ein Prüfer jemanden aufgrund seines Selbstbewußtseins schlecht bewerten würde, wäre es ja noch schöner. Ich kann HLA durchaus verstehen. Ich finde man muß das ganze etwas differenzierter sehen. Natürlich mag jemand dem es nur ums bestehen geht sowas lächerlich finden. Aber jemand, der sich den Arsch dafür aufreißt wirklich gut zu sein, trifft dann auf nen prüfer, der einfahc allen die gleiche Note gibt, also mich würde das auch aufregen. :-meinung
Ein guter Prüfer ist in meinen AUgen nicht jemand der alle bestehen lässt oder allen die gleiche Note gibt. Sondern einer, der in der Lage ist zu differenzieren auch innerhalb einer Gruppe und das sollte ja wohl nicht zu viel verlangt sein. :-meinung

Froschkönig
30.09.2004, 01:45
Ich seh das ähnlich. Das Grundproblem hier ist ja nicht die Note oder bestehen oder durchfallen, sondern daß die eigene Leistung inadäquat gewürdigt wird. Und sowas nervt einen halt einfach, egal welche Note dabei herausgekommen ist.

TomB
30.09.2004, 09:02
Aber er hat ne 2!!!!! Eine 1 im 2. Stex mündlich zu bekommen ist bei manchen Prüfern, die ich kenne ein Ding der Unmöglichkeit. Die würden nicht mal nem Facharzt oder ihrem Chef persönlich eine 1 geben...

Natürlich ist HLAs Engagement dennoch zu würdigen. Ich würd mich auch ärgern, wenn die Gruppe eine Note bekommt, quasi als Durchschnitt aller 4 Leistungen...