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Cranium
08.10.2004, 18:02
Ja, die Chancen hat man! Und wer weiß schon was die Zukunft bringt!?
Vielleicht bist du morgen bei einem schlimmen Unfall ums Leben gekommen (Gott bewahre).
Mach das was dich erfüllt und Lebensfreude bereitet. Es kann so viel passieren oder auch nicht passieren. Das ganze Leben ist eine Gefahr und Herausforderung, von Beginn der Befruchtung der Eizelle aus der du entstanden bist.
Gruß Cranium

Sorpresa
20.10.2004, 14:34
@Cranium:
schon mal an ein philosophie studium gedacht? ;-)

Cranium
20.10.2004, 15:32
@Cranium:
schon mal an ein philosophie studium gedacht? ;-)

Nicht wirklich.
Aber bei der momentanen Wartezeit vielleicht eine Überlegung wert! :-D

Doc Pepp
21.10.2004, 15:51
By the way entsinne ich mich in einer Statistik gelesen zu haben, dass in der Tat das Durchschnittsalter eines Erstis 24,7 Jahre betraegt.

Sagt mal: Woher habt ihr denn diese Information? Würde mich auch mal interessieren....

Sabine
21.10.2004, 17:54
@ Ordonez:
Ich würde gerne nochmal auf das Familienthema zurückkommen;
Ich hatte 4 Sem. Wartezeit und habe genau in der Zeit mein 2. Kind bekommen. Meine 2 Mäuse sind heute 11 und 8 Jahre alt und es läuft genau, wie Rico beschreibt: Kiddis früh in die Schule ( der Große im Tagesinternat bis 16.30), Mama derzeit ins PJ.
Ist etwas stressig, denn wenn du heimkommst geht natürlich erst noch der Familienmarathon los, aber es ist machbar und ich habe meine Entscheidung noch keinen Tag bereut!
Außerdem kann ich sagen, daß unsere Familienplanung wohl abgeschlossen ist, während meine Kolleginnen natürlich überlegen, wie sie möglichst günstig den Nachwuchs in die berufl. Zeitplanung einbauen. Da bin ich froh, daß ich diese Entscheidung schon rum habe und nach dem PJ, so hoffe ich, entspannt evtl. halbtags arbeiten kann.

Klar kann ich dir nicht die Familiengründung als Wartezeitüberbrückung empfehlen, bei mir hats halt gut gepaßt. Aber du siehst, viele Wege führen zum Erfolg; wenn du Medizin machen willst häng dich ran und mach vielleicht eine medizinische Ausbildung.

Grüße, die Intensiv-PJ-Mama

Schrabschrab
25.10.2004, 04:09
Hallo Ordonez.
Du steckst da echt in eine schwierigen Lage... Ich kann Dir nur sagen, was ich vielleicht machen würde... Wenn medizin Dein traum ist, würde ich kein anderes Studium beginnen, da wärst Du wahrscheinlich unzufreiden und würdest immer auf die Medizin schielen. Außerdem zählen dann keine Wartesemester und die Entscheidun erledigt sich von selber, weil Du erst recht keinen Platz bekommen würdest... Deswegen ist eine Ausbildung nicht schlecht. Da hat mein eine grundlage fürs Studium, kann nebenbei gut Geld verdienen und, was Dir ja auch sehr wichtig ist: Es macht bei einer späteren Bewerbung als Arzt einen eher guten Eindruck, dass Du die Ausbildung hast. Also, das überwiegt die Jahre, die Du vielleicht mehr als andere auf dem Buckel hast (Was eben noch nicht mal gesagt sein muss), bei weitem.
Natürlich ist es hart, andere an sich vorbeiziehen zu sehen, erst recht, wenn es die Freundin ist. Aber, wenn Du Deinen Traum aufgibst und was anderes machst, hast Du sie auch vor der Nase und siehst die ganze Zeit, dass sie ebnen das macht, was Du so gern möchtest. Also wäre ein anderer Studiengang wohl keine "Fluchtmöglichkei", wie ich das sehe...
Ob sich das Studium lohnt... Naja... Also, finanziell würd ich sagen: Wohl eher nicht. Die Assi-Gehälter sind so um die 2000 Euro brutto, vielleicht plus Dienste aber Überstunden kriegt man kaum bezahlt. Und die Arbeitsatmosphäre ist oft auch nicht die wahre... Gibt schon Konkurrenzkampf. Aber das hängt auch von dem Fach ab, in das Du gehen willst und kann bis dahin, wenn Du fertig würdest auch wieder einfacher sein...
Insgesamt ist es aber trotzdem lohnenswert, find ich. Sich mit dem Körper auszukennen, anderen raten zu können und Dinge zu wissen und erklären zu können, von denen andere noch nie etwas gehört haben. Ist sicher auch mit anderen Studiengängen so, klar. Aber... der Körper, finde ich, ist eben nochmal was anderes als ein Computer oder eine Maschine und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, wie er funktioniert. Andererseits muss man sich im Klaren sein, dass man nie alles wissen wird und kann und man hat immer Lücken und ein fast dauerhaft schlechtes Gewissen, weil man weder Zeit, Kraft, noch oft ehrlich gesagt auch Lust hat, alles nachzulesen und auf dem Laufenden zu bleiben. Und das ist schon wichtig. Man muss immer weiterlernen, den Rest des Arbeitslebens. Hat was für sich, aber kann neben der Arbeit, die im KH zumindest und in der Praxis wohl gar noch mehr, zu mind 50 % aus Papierkram besteht, auch belastend sein, weil es eben zu kurz kommt, so im Alltagsstress und -gewusel. Und auch der Umgang mit Patienten..., das kann auf Dauer anstrengend werden, das sollte man wissen. Deswegen ist es doch gar nicht schlecht, eine Ausbildung zu machen und zu sehen, ob der Umgang mit vielen Menschen jeden Tag ür eine auf Dauer nicht doch belastend wird. Aber selbst dann könnte man ja ein Fach wählen, in dem man nicht zuuu viel reden muss, ne?
Also, ich würd sagen, für einen selbst kann das Studium sehr gewinnbringend sein und natürlich für die Patienten, aber hier geht es erstmal nur um Dich...
Hmmm. lange Rede, kurzer Sinn: Ich würd dranbleiben. Viele haben vor der Uni ne Ausbildung gemacht, Du würdest nicht ins Gewicht fallen, vom Alter her. Und: Eine Ausbildung macht sich eher gut als schlecht! Und Du hast schonmal was in der Hand während dem doch recht langen Studium.
Naja, viel Erfolg jedenfalls...:-)

Panchy
05.11.2004, 11:17
Also ich würde wahrscheinlich in Ungarn anfangen, wenn das irgendwie für Dich geht (kenne mich aber da nicht aus, welche Bedingungen erfüllt sein müssen etc.) Ich persönlich würde sonst wahrscheinlich zu?viel Kraft in
Warten, Frust, KOmpensation stecken.
Quereinstieg, falls es das noch gibt, kannst Du doch auch versuchen.
Würde jedenfalls versuchen die KRaft und Motivation die Du besitzt nicht in den Verzweiflungs-WInd zu schiessen. ISt doch auch irgendwie eine Herausforderung, sich einen Alternativweg erkämpfen zu müssen.
Vielleicht geht das ja mit Ungarn.

Viel Glück