Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Solidaraufgabe Oberweite?
Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass eine 18jährige Patientin mit untenstehendem Befund sich nach einer Korrektur wesentlich besser fühlt.
Ich glaub, ihr habt mich falsch verstanden.
Ich hab das auch net mit nem Studienplatz verglichen, sondern ich wollte damit sagen, dass man, wenn man da eine genau definierte Grenze setzt, nicht die einzelne Person und deren Problem betrachtet, sondern wieder nur exakte Werte. Damit würden viele übergangen werden. Das fände ich nicht gut! Hoffe, das ist jetzt klarer.
Die Frage war ja auch, für wen und ob solche OPs sinnvoll sein können und wie man am besten mit solchen Fällen umgehen kann. Denn Schönheit und besonders die eigene ist meines Erachtens hauptsächlich subjektiv und somit dürfte sich keiner anmaßen, einem anderen zu sagen er sei schön oder häßlich. Das mag in seinen Augen so sein. Ich hab ja auch gesagt, dass mehr, als nur eine Korrektur nötig ist, um einen Menschen glücklicher zu machen.
Ich für MICH weiß, dass ich keine Schönheits-OP will, aber vielleicht kann es bei Leuten, die wirklich Probleme mit ihrem Aussehen haben, ein kleiner und manchmal großer Beitrag zu einem "besseren" Leben sein.
Und hier kommen wir wieder an den Punkt mit dem Geld, den Krankenkassen und der Notwendigkeit eines solchen Eingriffs. :-peng
Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass eine 18jährige Patientin mit untenstehendem Befund sich nach einer Korrektur wesentlich besser fühlt.
Ich auch!
Ich kann mir auf jeden Fall gut vorstellen, dass eine 18jährige Patientin mit untenstehendem Befund sich nach einer Korrektur wesentlich besser fühlt.
Ich schliesse mich die an!
es geht mir nicht um eine pauschalverteufelung von brustaufbau-ops....
wenn es nur um den eingriff an sich in einem indizierten fall geht, ist das sachlich-nüchtern interdisziplinär abzuklären, da schließe ich mich hobbes an!
nur möchte ich gerne hinterfragen, welche erwartungshaltung die künftigen patienten an die operative veränderung haben...
und die erwartungen sind sicher oft verzerrt-
hoffen nicht viele, durch eine op zu einer attraktiveren, erstebenswerteren, erfolgreicheren, charismatischeren, selbsbewussteren person zu werden---
zu einem besseren "ich"?
sollte man nicht diese doch utopischen erwartungshaltungen etwas relativieren....??
@hobbes: sicher, auf dem bild sind die brüste ziemlich asymmetrisch.
aber: was tust du, wenn du eine patientin hast, bei der beide brüste kleiner sind als die linke dieser patientin? ;)
(und das ist sicher nicht selten...)
sollte man nicht diese doch utopischen erwartungshaltungen etwas relativieren....??
Ja, da hast du durchaus Recht!
Gerade bei diesem SWAN-Horror hab ich das Gefühl, dass die Damen mit eben der Erwartung, die du genant hast, an die Sache gehen.
Da ist die Gefahr sicher groß, dass sie in ein tiefes Loch fallen, wenn sie merken, dass sie doch nicht plötzlich mit dem neuen Aussehen einen besseren Job oder so bekommen. Bestimmt ist die Gefahr einer schlimmeren Depression als vorher da gegeben. *seufz*
Aber auch das Beispiel von Hobbes zeigt deutlich, wie sinnvoll soetwas sein kann.
Schwer bis unmöglich, da die goldene Mitt zu finden. :-nix
Schwer bis unmöglich, da die goldene Mitt zu finden. :-nix
da hast du recht!!!!!
aber: was tust du, wenn du eine patientin hast, bei der beide brüste kleiner sind als die linke dieser patientin? ;)
(und das ist sicher nicht selten...)
Dann weiss ich nur, dass sich diese Patientin irgendwo in der 5er Perzentille einer Normalverteilung von Brustgrössen befindet. Viel wesentlicher ist es dann zu wissen, wie die Patientin damit umgeht, ob sie sich daran stört, oder ob sich etwa jemand anderes daran stört, ob sie eine Veränderung wünscht, oder ob sie sich zu einer Veränderung gedrängt fühlt, ich will wissen, wie sie die Risiken einer Operation beurteilt u.s.w.
Ich denke jedoch nicht, dass ich einer entschlossenen und aufgeklärten Patientin in diesem Fall eine Operation verweigern würde. Es ist schon richtig, bei der Operationsindikation spielen die subjektiven Momente von Patientin und Operateur zusammen und müssen sich irgendwo finden. Das ist immer heikel und schwierig.
übrigens würde ich auch unbedingt die Erwartungen an das Leben nach der Operation hinterfragen!
Ich denke jedoch nicht, dass ich einer entschlossenen und aufgeklärten Patientin in diesem Fall eine Operation verweigern würde.
wenn sie die risiken und komplikationen gegenüber ihrem subjektiven gewinn abgewogen hat und sich so zur op entschließt, sehe ich da auch kein problem...
dann sind wir uns doch einig! [-::-]
Froschkönig
25.11.2004, 21:42
aber: was tust du, wenn du eine patientin hast, bei der beide brüste kleiner sind als die linke dieser patientin? ;)
(und das ist sicher nicht selten...)
Keine Ahnung was ich täte, aber ich hab in den letzten wochen Patientinnen gesehen, die einstmals so gut wie gar keine Brüste hatten und mittlerweile bei DD angekommen sind (kein Scherz !!!) und DA fragt man sich schon, was das nun soll :-???
das meinte ich mit der sucht.... oder mit dem selbstbewusstseinsmangel-kaschieren...
wollen die etwa dran ersticken???
Froschkönig
25.11.2004, 22:15
das meinte ich mit der sucht.... oder mit dem selbstbewusstseinsmangel-kaschieren...
wollen die etwa dran ersticken???
Somit finde ich den oben irgendwo gefallenen Satz "Lieber ne Psychotherapie als ne Brust OP" goldrichtig. Aber nur damit ihr mal nen Eindruck habt, in welcher Preisklasse sich das abspielt:
Nase begradigen etwa 5000€, Facelift etwa 10.000€, jeweils plus Kosten für Narkose und stationären Aufenthalt danach !!!!...und wenn es komplikationen gibt und weitere OP´s nötig werden, so kostet das natürlich auch...und eine Vermeidungsgarantie dafür gibts nicht. Somit verwundert es auch gar nicht, daß eine steigende Anzahl Schönheitswütiger ihr Glück im billigeren Ausland sucht....mit den dort erworbenen Komplikationen und/oder Kunstfehlern liegen sie dann zwar wieder in Deutschland für teures Geld abermals auf dem Tisch, aber immerhin haben sie dann mal Mexico etc. gesehen....
Der Frosch
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