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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wird der Sex überbewertet



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Schrabschrab
24.10.2004, 21:08
Halt, halt... Ganz so schlimm isses ja nun nicht... Es war ein allgemeines und somit auch überspitztes Statement. Und es ging ja auch um Beziehungen und dort um Sex... Nicht um den Sex im Allgemeinen, der da auch was Schönes ist. Und es in einer Beziehung ja auch sein kann, nur gibt es eben leider Menschen, bei denen das komischerweise einfach nicht passt und es nur blöder wird, je mehr man sich bemüht. Das ist nunmal so... leider... Und, ja, vielleicht ist das dann nur eine sehr gute Freundschaft und nicht mehr... Das muss man rausfinden... Ob man es eine Beziehung nennt und somit damit klarkommt, dass es irgendwie nicjht klappt, oder eine freundschaft und sich dann eben anderweitig orientiert... Aber..., mein Statement dazu war eben, dass ich es mir prinzipiell vorstellen kann, auch ohne befriedigendes Sexleben zu leben, wenn die Alternative wäre, den Menschen, den ich liebe aufzugeben "nur" deswegen... (Wie sollten sich sonst z.B. körperbehinderte Menschen lieben können, wenn das hier durch die körperliche Liebe und dabei nur durch den Part: Sex definiert sein soll?)
Ist meine Meinung, ob das nun befriedigend und auf Dauer Glück verheißend ist, weiß ich nicht und wage es auch zu bezweifeln. Aber meine Meinung ist es, dass es einen Versuch wert ist...Das muss ja nicht jeder so sehen. Und: Klar wäre eine Beziehung besser, in der alles passt. Aber die dann eben nicht mit diesem Mann... Und das muss man eben überlegen, oder frau...
Bis denne...

Die Niere
24.10.2004, 22:48
Hallo allerseits,

@schrabschrab: Man kommt auf so eine Frage, wenn man mit offenen Ohren und offenen Augen durch die Welt läuft - ganz einfach - ich denke dies ist eine Frage, die verdammt viele Menschen betrifft und mit der sich verdammt viele Menschen auseinandersetzen. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne stundenlang mit anderen redet und mir fallen auf der Stelle noch 20 solcher Fragen ein...es kommt bestimmt irgendwann die nächste.

Ich denke Du beschreibst mit Deiner Situation einen Umstand unter dem viele Frauen zu leiden haben.

Das liegt zu einem Teil mit Sicherheit an Männern, die es wirklich nicht besonders gut können, auf die Frau einzugehen und nicht nur den "Nippel durch die Lasche" zu ziehen. Ich denke aber das an eben dieser Stelle in offenenes Gespräch wahre Wunder wirken kann - man kann einem Mann so eine Thema auch so gehutsam beibringen, dass er sich in seiner Männlichkeit nicht beschnitten fühlt. Statt zu sagen, wie unglaublich unbegabt er ist, kann man sich ja bestimmte Dinge von ihm Wünschen, die er mal mit Dir ausprobieren kann ;-)

Zum anderen Teil liegt das aber auch an den von Airmaria angesprochenen Frauen, die ihre eigene Sexualität nicht in der Form geniessen können, wie es für sie selbst gut wäre. Einige brauchen Jahre um sich auf den Partner, den Sex, das einzulassen, was sie am meisten stimuliert. Es ist für diese Frauen oft schwierig die Kontrolle aufzugeben - es gibt viele Gründe und gerade wenn beides zusammen kommt (Mann schlecht, Frau nicht offen) wird es sehr schwierig.

Bzgl EInwand mit den Behinderten: Wir wollen und können hier keine Patentaussage finden - die gibt es nicht. Die Umfrage kann 99.999% zu 0,0001% ausgehen und doch muss jeder Mensch diuese Frage ganz individuell für sich beantworten. Für mich ist eine Beziehung von einer Vielzahl von DIngen geprägt - das geht von Humor, über Verständnis, Offenheit, Ehrlichkeit, Konfliktbereitschaft (und vieles weitere) bis zum Sex. All das ist für eine gute Beziehung nötig.

@Schneewitche: Beziehung ohne Sex = innige Freundschaft??? Ich denke nicht dass ich soweit gehen würde - Liebe bleibt Liebe, aber bleibt der Sex vollkommen auf der Strecke, kann es zu Frust, Enttäuschung und schlussendlich Wut kommen - fehlt dann sogar noch ein offenes Gespräch oder ist die Situation wirklich aussichtslos, hört meine Liebe zu dieser Frau nicht auf, aber die Beziehung hat es ein wenig schwieriger und ich mache mich schwer damit ein Leben bis ans Ende meiner/unserer Tage vorzustellen.

gruesse, die niere

Schrabschrab
25.10.2004, 03:35
So, da ich eh zu tun habe und vorm Compu hänge, will ich doch hier mal was klarstellen: Nein, der Sex in meiner Beziehung ist nicht nur Schlafverschwendung oder sowas. Das war, wie gesagt, überspitzt und somit ein Extremfall und, denke ich, dennoch eine Aussage, die die meisten Frauen zumindest von Zeit zu Zeit nachempfinden können. Aber eben eine eher theoretische Überlegung. (Würd mich ja mal interessieren, was die anderen Frauen so zur Erklärung schreiben würden, die "Nicht so wichtig" angekreuzt haben, sind ja immerhin bisher noch weitere 6.)
Aber wenn es eben auch nicht immer so einfach und selbstverständlich ist, wie es möglich wäre, mag das an vielen Dingen liegen und sicher sind beide daran beteiligt. Und natürlich ist es wichtig, darüber zu reden, klar. Denn es ist ja wichtig, was beide wollen und vermissen. Und eine Beziehung lebt vom Ausstausch und vom Miteinanderreden. Was ich aussagen wollt, ist, dass man aber nicht alles zerreden oder gar wegreden kann und sich einfach irgendwann entscheiden muss.
Ich bräuchte halt auch so einen Zwischschrittbutton zum Umfragebeantworten, wie Gaja in fordert, aber da es den nunmal nicht gibt, stehe ich ziemlich klar auf der Seite, dass es Liebe auch ohne dauerhaft tollen Sex geben kann. Denn das ist sicher in vielen Beziehungen so, meine ich. (Guckt Euch doch mal die Ehepaare an, die seit 40 Jahren zusammen sind. Die sind sicher auch keine ungeschlechtlichen Wesen und dennoch ist es einfach nicht mehr so das Thema... Oder einfach auch jüngere, wenn man schon lange zusammen ist und es einfach langweilig wird und man sich mehr bemühen muss als am Beginn der Beziehung...)
Es gibt viele Aspekte, die eine gute Beziehung ausmachen, wie Vertrauen, Verständnis, Ehrlichkeit, Wertschätzung oder eben auch Den-anderen-in-Jogginghose-und-mit-fettigen-Haaren-auch-noch-attraktiv-finden etc. Und ich finde einfach, dass, wenn schon eines davon nicht wirklich gut läuft, es am ehesten funktioniert, wenn das der Sex ist, als wenn eben die Haltung dem anderen gegenüber nicht stimmt... Aber das ist meine private Meinung und, nochmal zum Mitschreiben: Nein, es ist NICHT nur Schlafverschwendung. (Wenn das zugegebenermaßen auch vorkommt, aber das überwiegt nicht!) Das war ALLGEMEIN gesprochen. Wenn man sich liebt, ist es doch schön, dem anderen nahe zu sein. Auch körperlich sehr nahe. Aber, wie gesagt, ich finde, das ist -schwierige Sache, ja- eben eher ausklammerbar oder verzichtbar als andere Dinge.
Ich glaube, mit dieser Aussage bin ich nun zufrieden :-)
Guta Nacht noch an alle anderen Nachtschwärmer.

nduester
25.10.2004, 13:53
Also, ich hab abgestimmt und sage: Es geht auch ohne... Wahrscheinlich ist das meine Sicht als Frau..., denn, eben, es ist doch sowieso oft so, dass frau von der ganzen Geschichte nichts hat außer Zeit und Schlaf verloren und Frust, oder? Aber sollte man das seinem Freund auf die Nase binden, wenn man ihn doch liebt? Nein, meine ich, denn der wäre dann nur frustriert, und dann ginge schon gleich gar nichts mehr... Ein schwieriges Thema, denn natürlich ist das auf Dauer unbefriedigend und das blödeste: Derjenige weiß noch nicht mal, dass es so ist. Weil es eben nichts ändern würde... ->
Sind wir Frauen nicht manchmal zu selbstlos/ rücksichtsvoll? :-??? Ich denke schon..., aber wenn die Beziehung eben anders nicht funktionieren würde...? Man muss sich entscheiden. Das Ego des Mannes und die Beziehung retten oder eben: Alleine sein mit vielleicht mal diesem und mal jenem... ohne den, den man doch eigentlich liebt...?
[...]
Was sagt Ihr?
Ganz klare Ansage: So eine Frau gehört vor die Tür gesetzt. Eine Lüge für mein Ego soll wichtiger sein als ihre permanente Unzufriedenheit (und sei es "nur" in Sachen Sex)? Und sich dann hinterher auch noch als ach so rücksichtvoll und selbstlos hinzustellen ist die größte Schweinerei daran. IHM die Möglichkeit zu rauben sich zu verbessern (die kann er ja nur anstreben, wenn sein Können halt NICHT als das Nonplusultra eingestuft wird) scheint mir auch nicht sonderlich liebevoll zu sein, sondern eher eine Frage der Bequemlichkeit. So kann man sicherlich kurzfristigen Spannungen aus dem Weg gehen, langfristig ist dies aber das Ende eines sexuellen Zusammenlebens. Denn SIE wird in spätesten 10 Jahren ihre Rücksicht aufgeben und sich zurückziehen. Wenn er dies nicht akzeptiert und die Beziehung beendet, kann sie ihn ruhigen Gewissens noch als Schwein bezeichnen, der immer nur an das Eine denkt - tolle Taktik. Aber lesen wir mal weiter:


Es gibt viele Aspekte, die eine gute Beziehung ausmachen, wie Vertrauen, Verständnis, Ehrlichkeit, Wertschätzung oder eben auch Den-anderen-in-Jogginghose-und-mit-fettigen-Haaren-auch-noch-attraktiv-finden etc. Und ich finde einfach, dass, wenn schon eines davon nicht wirklich gut läuft, es am ehesten funktioniert, wenn das der Sex ist, als wenn eben die Haltung dem anderen gegenüber nicht stimmt... Aber das ist meine private Meinung und, nochmal zum Mitschreiben: Nein, es ist NICHT nur Schlafverschwendung. (Wenn das zugegebenermaßen auch vorkommt, aber das überwiegt nicht!) Das war ALLGEMEIN gesprochen. Wenn man sich liebt, ist es doch schön, dem anderen nahe zu sein. Auch körperlich sehr nahe. Aber, wie gesagt, ich finde, das ist -schwierige Sache, ja- eben eher ausklammerbar oder verzichtbar als andere Dinge.
Ich glaube, mit dieser Aussage bin ich nun zufrieden

Na dann kannst Du ja zufrieden sein, meine Partnerin dürftest Du damit trotzdem nicht werden. Zustimmen tu ich Dir in den VIELEN Punkten, die eine Beziehung ausmachen. "Den-anderen-in-Jogginghose-und-mit-fettigen-Haaren-auch-noch-attraktiv-finden" würde ich da aber schon weniger unterstreichen, da würd es von mir eine freundliche Aufforderung geben doch endlich mal die Dusche zu benutzen (ich würde das Duschen auch duraus angenehm zu gestalten wissen wenn das hilft :-) ) und Jogginghosen sind sowieso ein Kündigungsgrund... Was mir aber viel mehr aufstößt als unser unterschiedlicher Kleidungsgeschmack ist die Aussage: "Wenn man sich liebt, ist es doch schön, dem anderen nahe zu sein. Auch körperlich sehr nahe." Von meiner Freundin will ich nur eins hören: "Es ist geil, wie Du mich anfasst, aus der Fassung bringst, um den Verstand bringst" und bevor ich diesen Status nicht erreicht habe, bin ich auch nicht zufrieden! och, öhm, ja, ja doch, es kann mal ganz schön sein, manchmal nevt es, aber ja, es ist schön sich nah zu sein - DAS ist doch kein Sex! Das sind vielleicht Erstversuche, aber ein erfülltes, aktives sexuelles Leben sollte sich schon etwas anders anhören. Und der erste Schritt in die richtige Richtung beginnt mit dem Formulieren der eigenen Forderungen, Ansprüche, Wünsche, Fantasien. Oder es bleibt bei dem schönen Gefühl wenn man sich nah ist. Wenn das reicht, überlies meinen Beitrag. Wenn nicht, werde aktiv. Oder teste erstmal selber aus, was Dein Körper brauch/will/kann. Bei Fragen oder für Anregungen: http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/ oder http://www.med1.de/Forum/Psychologie/Beziehungen nutzen.

Nils

1234556
25.10.2004, 13:55
1)
Du musst Dir also nur die Frage stellen, ob Du den Sex (auf welche Art auch immer: Nur streicheln, kein Poppen oder von mir aus auch oral, anal, scheissegal) magst.
2)
Dabei muss jeder für sich selbst entscheiden, ob auch der Spass der Partnerin (des Partners) dort eine Rolle spielt oder nicht. Für mich ist er unabdingbar, aber es gibt mit Sicherheit eine grosse Anzahl von Menschen, die glücklich mit ihrem Sex sind auch wenn die Frau keine Befriedigung im Akt erfährt
3)
Es stellt sich also nur eine Frage: Würdest Du den Sex (auf welche Art auch immer) mit dieser Frau mögen, ihn geniessen und sich durch ihn befriedigt fühlen, dann klappt es im Bett. Schwebt auf ewig der Schleier des unbefriedigt Seins, des Frustes, der aufgestauten Wut (alles logische Folgen) über Dir, klappt es nicht im Bett.
4)
Ganz einfach!




5)
...ist die Beantwortung der Frage auch in deiner Situation möglich, aber dazu hast Du dich noch nicht geäussert.
6)
Würdest Du denn auf ewig mit dieser Frau eine Beziehung führen können?



zuerst zu 4)
so einfach ist dies nicht...

dann zu 2)
für mich ist es ebenfalls unabdigbar

nun zu 1+3)
"auf welche Art auch immer"
Wenn man einen menschen so sehr mag dass man auch grosse Opfer für ihn bringt wie z.B. Lebendorganspende, dann findet man auch im Bett !!!immer!!! bei unmöglichkeit des "normalen" Sex, findet man also "auf welche Art auch immer" sexulle "Ersatzhandlungen", die dann aber beide Parter befriediegen, weil ich mich mit meinen sexullen Bedürfnissen zurückhalte, meine Partnerin mir aber als Kompromiss entsprechende "Ersatzhandlungen" anbietet. Nun kommt das was Du nicht ganz nachvollziehen konntest: Ich bin durch diese Erastzhandlungen dermassen glücklich und finde sie "süss", daraus folgt für mich zwangsläufig "geniessen und sich durch ihn befriedigt fühlen" während "ewig der Schleier des unbefriedigt Seins, des Frustes, der aufgestauten Wut" mir völlig unvorstelbar erscheint...

zu 6)
selbstverstädlich, aber ich würde nie auf die Idee kommen zu sagen: "Bei uns klappt es nicht im Bett"

zu 5)
und nun kommt warum ich Deine Frage frage für grundsätzlich unbeantwortbar halte:
meine These: Wenn man in einer guten Beziehung lebt, dann funktioniert es immer im Bett weil man sich bei genug kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme auf eine der wirklich zahlreichen Spielarten der körperlichen Liebe einigen kann, fehlt diese kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme, dann fehlt sie meist nicht nur im Bett, so dass ich nicht mehr von einer guten Beziehung reden kann, probleme im Bett sind Ergebnisse oder Symptome der Probleme in der Beziehung und nie umgekehrt denn obs im Bett klappt oder nicht ist ja letztendlich nur eine "Vereibarungsache" zw. den Partner wie halt vieles andere in einer Beziehung auch.

Vieleicht liest sich das wie wirres Zeug...ganz plakativ: in einer guten beziehung klappt es im Bett immer, isolierte schwierigkeiten im Bett wie rein somatische erektile Dysfunktion verderben die Beziehung nicht, sie förden nur ihre Qualität zu Tage, wenn eine Beziehung an "im bett" scheitert, so wäre sie genausogut an der unausgedrückten Zahnpastatube oder "stehen im pinkeln" gescheitert...also nochmal:
(gute) Beziehung->es klappt im bett immer!
cave: nicht unbedingt: es klapt im Bett->Beziehung! siehe One-Night-Stand
aber wenn eine beziehung angeblich an sex scheitert, weil man sich auf die Positionen aus dem Kamasutra einigen kann, dann wars eigentlich keine richtige Beziehung sondern eher ein 365-Night-Stand bei dem man gemeinsam halt "nur" Spass im Bett oder beim Einkafen etc. gehabt hat...
Vieleicht muss ich diese Erfahrung noch machen, aber ich kann mir halt nicht eine sonst intakte Beziehung vorstellen, wo es nur isoliert im bett nicht klappt, denn in einer Beziehung klappt es im Bett immer...

Ich hoffe du hast nun mein Problem mit Deiner Fragestellung verstanden...

Die Niere
25.10.2004, 15:08
@1234556: Du hast doch meine Frage eindeutig beantworten können. Du sagst, dass was Du dort als "Sex" erfährst, reicht Dir aus auf ewig mit dieser Frau zusammen sein zu können - damit sagst Du doch auch automatisch, dass der Sex im klassischen Sinne eindeutig überbewertet wird, denn es geht auch mit Ersatzhandlungen/körperlicher Nähe. Meine Frage zielt auf die recht verbreitete Definition von Sex ab und Du kannst offensichtlich Befriedigung auch durch andere Aktivitäten, die der klassischen Definition nicht unbedingt entsprechen eine glückliche ewige Beziehung führen - also ganz einfach.

Deiner These jedoch bei einer guten Beziehung stimmt der Sex immer muss ich Dir vehement widersprechen: Ich kann eine tolle Beziehung mit einer Frau führen, die für mich in jeglicher Hinsicht glücklich macht (poerfektes Verständnis usw.), aber mich trotzdem der Sex (oder der Kompromiss, den man Deiner Meinung nach immer finden kann) nicht befriedigt (vielleicht auch, weil der Sex sie nicht befriedigt). Der Kompromiss den man finden kann und der Dich glücklich macht und Dir ausreicht, reicht vielleicht bei mir eben s nicht aus, ohne die Qualität der Beziehung in Frage zu stellen. Entscheidend ist mein Verhältnis zur Sexualität!

gruesse, die niere

airmaria
25.10.2004, 17:19
@1234556: Du hast doch meine Frage eindeutig beantworten können. Du sagst, dass was Du dort als "Sex" erfährst, reicht Dir aus auf ewig mit dieser Frau zusammen sein zu können - damit sagst Du doch auch automatisch, dass der Sex im klassischen Sinne eindeutig überbewertet wird, denn es geht auch mit Ersatzhandlungen/körperlicher Nähe.
Nein, sagt er nicht, denn er sagt auch:



meine These: Wenn man in einer guten Beziehung lebt, dann funktioniert es immer im Bett...
Hieraus kann man genauso gut den Umkehrschluss ziehen: Sex ist unabdingbar wichtig und wenn er (nach seiner individuellen Definition) nicht klappt (auch wenn er sich das nicht vorstellen kann), ist es keine gute Beziehung, die somit scheitert.

Ich denke sogar, Sex ist wichtiger als allgemein angenommen wird:
früher haben die Leute mehr in einer Lüge gelebt und sich nicht getraut, auszubrechen. Heute nehmen die Scheidungszahlen immer weiter zu...
und mit Sicherheit ist die unterschiedliche Auffassung und das divergierende sexuelle Bedürfnis zu einem beträchtlichen Prozentsatz an dieser Entwicklung mit beteiligt.

"Mary" airmaria

Leelaacoo
26.10.2004, 08:19
Hi!
Muß zugeben, habe jetzt nicht vollständig alles durchgelesen, möchte aber auch etwas anmerken.

Airmaria sagt ja zusammenfassend, daß die unterschiedliche Einstellung zum Sex die Trennung vieler Paare herbeiführt. Und früher hätte man halt eben den Mund gehalten und wäre den Kindern oder der Konvention zuliebe zusammengeblieben. Ich sehe das, ehrlich gesagt, ein wenig anders.
Ich denke, der Sex wird heute dermaßen überbewertet, daß sich der gedanke, man hätte schlechten Sex (oder zu wenig, oder zu altmodisch, oder oder oder), immer mehr ins Privatleben schleicht, angefeuert von diversen Sendungen, Artikeln, Untersuchungen etc. Und DAS macht unglücklich.
Ich gebe zu, ich habe angekreuzt, daß ich eine Beziehung ohne Sex leben könnte (wenn der Rest mich glücklich macht, die Liebe alleine, der Zusammenhalt, schwere Zeiten miteinander durchstehen, Reden können und vieles andere). Und ich will mir auch nicht einreden lassen, ich habe unglücklich zu sein, weil ich z.B. NICHT 3mal die Woche Sex habe und NICHT jedesmal einen Orgasmus, und vielleicht auch oft keine Lust habe, weil z.B. andere Dinge in dem Moment meinen Geist beschäftigen.
Ich bin nun schon sehr lange in einer Beziehung (fast 9 Jahre) und kein Sex zu haben, wäre der geringste aller Gründe, sie zu beenden (nicht, das das jetzt zutrifft, aber natürlich ist es anders als am Anfang)...ich schätze einfach, daß wir uns so gut kennen, uns vertrauen und uns wohlfühlen, wenn wir zusammen sind. Und uns vermissen, wenn es mal nicht so ist....wem das ohne supertollen, megabefriedigenden, täglichen Sex zu wenig ist...nun, ich bin glücklich damit. Und beneide niemanden.

PS: Und auch 1mal im Monat stinknormaler Blümchensex kann Menschen, die sich lieben, durchaus glücklicher machen, als tolle One-Night-Strands oder immer neue Kamasutra-Turnübungen mit jemandem, der einem im Inneren fremd ist...als Frau sowieso (sorry, Jungs, aber Sex IST für Frauen definitiv nicht IMMER der Lebensmittelpunkt).

So sehe ich das. :-dafür

LG Lee

airmaria
26.10.2004, 10:18
...als Frau sowieso (sorry, Jungs, aber Sex IST für Frauen definitiv nicht IMMER der Lebensmittelpunkt).


Ist es auch nicht für (alle) Männer auf Ewigkeit...
nur wenn der Mann (die Frau) nach 20 Jahren oder wann auch immer sich anderweitig mal beschäftigt, wird es für die Beziehung zumindest ein Problem.
Diese scheitern daran eben dann doch zum Teil.
Es gehören immer zwei zu einer Beziehung.

"Mary" airmaria

luckyblue
26.10.2004, 17:44
Instruktiv zum Thema: http://www.n24.de/boulevard/nus/?a2002120911321188871



[...] meine Sicht als Frau [...], dass frau von der ganzen Geschichte nichts hat außer Zeit und Schlaf verloren und Frust, oder? [...]
Sind wir Frauen nicht manchmal zu selbstlos/ rücksichtsvoll? :-??? Ich denke schon...,
Ich denke nicht. Und eigentlich kann ich gar keine zivilisierte Formulierung finden, die meinem Ressentiment gegenüber so einer Haltung einigermaßen plausibel Ausdruck verleiht. Deshalb lasse ich es auch lieber bleiben.

Es ist statistisch valide, dass der physiologisch normale Mann an sich (auch Voll-Horst genannt) nach 11 Minuten und die physiologische normale Frau (doch, so was gibt es;-)) nach 27 Minuten die Ziellinie passiert. Aus Sicht der Evolutionsbiologen ist dieser Fehler im System teleologisch durchaus sinnvoll. Eine genauere Eröterung des Kausalzusammenhangs ist aber im zwischenmenschlichen Miteinander nicht zielführend, da gegenseitige Schuldzuweisungen evozierend;-) Zweckrational auf das Ausagieren einer erfüllenden Sexualität bezogen *blabla*, lässt sich nur konstatieren, dass der Fehler in der Mitte liegt ...

Kackbratze
26.10.2004, 20:51
Ich denke, schlechter Sex ruiniert alles, was davor war.
Schließlich ist ja Sex das intimste, was man mit jemandem Teilen kann.
Ob gut oder schlecht, liegt im Auge des Betrachters, aber wenn man schlechten Sex hat, liegt es daran, dass irgendetwas nicht stimmt.

Nichts anderes wird so subjektiv wahrgenommen wie der Geschlechtsakt und wenn die subjektivität einem sagt, dass das nicht gut ist, kann man nichts machen....ausser abwarten oder einen Schlussstrich ziehen.

Früher waren viel mehr Abhängigkeiten in einer Beziehung vorhanden.
Heutzutage, wo sich jeder selber ohne Probleme ernähren kann und überlebt, ist eine Trennung/Scheidung nichts mehr, was einen im Leben aufhält.

airmaria
26.10.2004, 21:35
Es ist statistisch valide, dass der physiologisch normale Mann an sich (auch Voll-Horst genannt) nach 11 Minuten und die physiologische normale Frau (doch, so was gibt es;-)) nach 27 Minuten die Ziellinie passiert.
Und ist die physiologische Refraktärzeit beim Horst dann zufällig 5 min?
Dann wäre ja von Mutter Natur ein doppelter Spaß für den Mann geplant (so was gemeines aber auch):

2*11+5=27 (Anleitung für Dummis 11+5+11, man weiss ja nie)

... selbst die Industrie hat sich danach gerichtet... die 5-Minuten-Terrine ;-)

:-)) :-)) :-))

"Mary" airmaria

Froschkönig
26.10.2004, 21:56
Und ist die physiologische Refraktärzeit beim Horst dann zufällig 5 min?
Dann wäre ja von Mutter Natur ein doppelter Spaß für den Mann geplant (so was gemeines aber auch):

2*11+5=27 (Anleitung für Dummis 11+5+11, man weiss ja nie)

... selbst die Industrie hat sich danach gerichtet... die 5-Minuten-Terrine ;-)

*ROFL* :-D

nduester
27.10.2004, 11:35
Ich denke nicht. Und eigentlich kann ich gar keine zivilisierte Formulierung finden, die meinem Ressentiment gegenüber so einer Haltung einigermaßen plausibel Ausdruck verleiht. Deshalb lasse ich es auch lieber bleiben.



:-dafür
:-party

luckyblue
27.10.2004, 15:45
By the way: Ich vermisse in diesem Thread den Sexperten aller Sexperten: Netguru
:-))

ehemalige Userin 24092013
28.10.2004, 12:00
By the way: Ich vermisse in diesem Thread den Sexperten aller Sexperten: Netguru
:-))


Wieso nur muss ich grad an einen Hometrainer denken?:-))

nduester
28.10.2004, 18:56
By the way: Ich vermisse in diesem Thread den Sexperten aller Sexperten: Netguru
:-))

Hehe, habe den sympatischen Netguru gestern im Threat "Sexleben" bewundert... Schade dass der Threat geschlossen wurde, so ein zwei Kommentare fielen mir ganz spontan noch ein...

Aber wir kommen hier vom Thema ab... Zurück zur Diskussion und zur Umfrage?

Nils

ehemalige Userin 24092013
30.10.2004, 15:47
Halten wir also fest: Sex ist wichtig.

Aber wie siehts mit Küssen aus?
Nicht die normalen Küsse, sondern schon die richtigen, schlabbrigen...wieso verlieren diese in einer richtig langen Beziehung an Bedeutung?
Erwiesen wurde es ja irgendwo mal, dass Paare ehr aufhören, sich so zu küssen, als miteinander zu schlafen und man kann das wohl auch prima an Eltern und Großeltern und so weiter beobachten.

Die Niere
30.10.2004, 16:57
Diese Küsse gibt es auch später noch...jedoch erfüllen sie dann meist nur noch einen bestimmten Zweck :-) - ist es aber nicht so, dass das, was man sich am Anfang einer Beziehung mit diesen Küssen gezeigt hat, auf eine viel persönlichere Art durch vollständig andere Verhaltensweisen gezeigt wird?

Viel interessanter fände ich die Frage, wie man dazu steht, diese "Schlabbereien" immer und überall praktizieren zu wollen - ob mitten auf der Strasse beim Einkaufen oder in einer kleinen dunklen Ecke bei einer Party...

gruesse, die niere

ehemalige Userin 24092013
30.10.2004, 17:08
Mit irgendwie 18 oder 17 war ich in meiner damaligen Stammdisse und da hatte n Pärchen fast Sex, während ich daneben stand - ich war schockiert.
Vor nen Paar Monaten war ich hier auf ner Party und da gabs ne Kombination von zwei Mädels mit einem Mann, die zu dritt irgendwie schwer beschäftigt waren, während ich daneben stand - ich hab denen mein Eis vom ausgetrunkenen Caipi angeboten.
Als ich vor Jahren mal Besuch von meiner Fernbeziehung hatte und mit mehreren Leuten weg war, da hab ich auch rumgeküsst und so weiter, meine Freundin hat mich dann beiseite genommen und mich zur Sau gemacht, weil ich das Gekuschel auch vor ner anderen Freundin tat, die von ihrem Freund verlassen worden ist und noch recht akut im Kumnmer steckte - sie hatte Recht.

Mit anderen Worten...so Aktionen in der Öffentlichkeit kommen immer irgendwie auf die Umstände drum rum an.