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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe! Erstes Gespräch mit pot. Doktorvater



McBeal
28.10.2004, 19:00
Hallo,

Am Dienstag nachmittag habe ich das erste Gespräch mit meinem potentiellen Doktorvater. Ich habe ihn bisher nur kurz im KH gesehen, habe ihn sonst eben nur per Mail gefragt, ob ich wohl bei ihm eine Doktorarbeit schreiben kann und er hat geantwortet, es werde sich wohl was für mich finden und ich solle telefonisch melden und einen Gesprächstermin vereinbaren.
Ja, und das habe ich bisher gemacht. Und nun? Was will er wohl von mir wissen? Wie soll ich mich vorbereiten? Was sollte ich fragen? :-nix
Bitte gebt mir Tipps!!
Es geht übrigens um eine pädiatrische Arbeit sein Gebiet ist Allergologie (was mich sehr interessiert) und Immunologie.

Wäre schön, wenn ihr mir von Euren Erfahrungen berichten würdet!

Viele Grüße,
Ally

Sebastian1
28.10.2004, 19:10
Keine Sorge!

Irgendwelches fachspezifisches Vorwissen wird äusserst selten verlangt, da die Themen meist eh so speziell sind, dass man sich da eh erst einarbeiten muss. Und das wissen auch die Doktorpapis.
Andererseits gibts aber ein paar gute Fragen, die du ihm stellen solltest:

- Wurden schon andere Doktoranden betreut und haben die ihre Arbeiten erfolgreich und im anvisierten Zeitraum abschliessen können?
- Um was für eine Doktorarbeit handelt es sich? Experimentell? Klinisch-experimentell? Statistisch?
- Wenn experimentell: Sind die verwandten Methoden etabliert oder müssen erst eigene entwickelt werden?
- Ist eine Zustimmung der Ethikkommision erforderlich und wenn ja, wurde bereits ein Antrag gestellt?
- Existieren Arbeiten zu dem Zielthema bzw lässt sich ein verwertbares Ergebnis erwarten?
- Wieviel Zeit ist für deine Arbeit vorgesehen und wer wird dein Betreuer sein und wie gut ist der erreichbar?

Mach auch klar, das du wissen möchtest, welche Ansprüche an dich gestellt werden und sag auch, was du zu tun bereit bist. (Beispiel: Ich habe von vornherein klargestellt, dass ich mir kein Freisemester nehmen möchte und auch drauf angewiesen bin, meinen Nebenjob in normalem Umfang weiterzumachen - das war kein Problem und läuft bisher auch gut. Ist aber besser wenn man halt klare verhältnisse beiderseits schafft).

Diverse weitere Fragen zu8m Thema oder zu Abläufen werden natürlich im Laufe der Zeit zusammenkommen, aber die Fragen oben empfinde ich erstmal im Vorgespräch als wichtig. Viel Glück :-top

Sidewinder
28.10.2004, 20:40
Das ist ja gleich der richtige Thread...da ich auch nächste Woche ein ähnliches Gespräch habe, werde ich mir die obigen Fragen gleich mal zu Herzen nehmen!
Besten Dank!
:-)

luckyblue
28.10.2004, 21:21
Am wichtigsten ist natürlich, dass du beim Vorstellungsgespräch einen "knitterarmen/-freien" Kittel trägst ...:-))

Lava
28.10.2004, 21:28
Frag, was das genau für ein Projekt sein soll (ich geh jetzt mal davon aus, das es was experimentelles ist), was deine Rolle dabei sein soll, ob noch andere an dem Thema arbeiten, was es bisher für Ergebnisse gibt... OK, das sind vielleicht eher Fragen für ein zweites Gespräch. :-) Hm.... ich würde auch mal nach dem Team fragen. Gibt es MTA's oder irgendwelche Assistenten, die einen betreuen, wieviel Zeit hat dein Betreuer, gibt's noch andere Doktoranden in dem Labor (mit denen kannst du auch mal reden)...

Ich weiß nicht, ob das überall so ist, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Leute mehr zu tun haben, jemanden für ihre Doktorarbeit zu finden als dass die Studenten Schwierigkeiten haben, an eine Arbeit ranzukommen. ;-)

Zoidberg
28.10.2004, 21:32
Am wichtigsten ist natürlich, dass du beim Vorstellungsgespräch einen "knitterarmen/-freien" Kittel trägst ...:-))

*gggggggggggggggggg* lieg hier lachend am Boden

Die Niere
28.10.2004, 21:43
Seb hat eigentlich schon alle wichitgen Fragen geschrieben, möchte aber noch eine hinzufügen:

- Gibt es jemanden, der dir die Methoden zeigt und jederzeit ansprechbar ist (MTA)?

gruesse, die niere

McBeal
29.10.2004, 07:05
Danke schonmal, ich werde mir die Fragen merken!
Leider gibt es noch kein Thema, weil ich einfach nachgefragt habe und er nur meinte, es werde sich wohl etwas finden lassen. Wird er mir wohl eins vorschlagen? Denn so komplett selbst suchen, muss man ja bei Medizinern eher nicht..., oder?? Über "seine" Gebiete weiß ich Bescheid und kann auch sagen, welches der Themen mich am meisten interessiert.

Naja, bin einfach sehr gespannt! Für weitere Vorschläge und Tipps bin ich natürlich sehr offen. :-)

Viele Grüße,
Ally

Evil
29.10.2004, 12:29
Ganz wichtig ist auch Dein persoenlicher Einduck nach dem Gespraech:
Hat er klare Vorstellungen, wie Deine Taetigkeit aussieht?
kannst Du Dich an ihn wenden, falls Probleme oder Verzoegerungen auftreten?

Denk dran: mit Deiner Arbeit tust Du IHM auch einen Gefallen, da kannst Du auch was von ihm erwarten!
:-stud :-stud

Nila
07.05.2005, 19:02
Hallo.

Ich habe nächsten Donnerstag mein Erstgespräch und wollte wissen ob man die Frage:


- Wurden schon andere Doktoranden betreut und haben die ihre Arbeiten erfolgreich und im anvisierten Zeitraum abschliessen können?


wirklich so stellen sollte?
Das klingt doch sehr nach Misstrauen, oder? Seid ihr sicher, dass er solche Fragen auch beantwortet ohne sich angegriffen zu fühlen?

Ist es sinnvoll dem Thema sofort zu zustimmen, wenn man kein weiteres Material dazu bekommt?

Viele Grüße, Nila

Chrima
07.05.2005, 19:53
Ich habe nächsten Donnerstag mein Erstgespräch und wollte wissen ob man die Frage (...) wirklich so stellen sollte?
Das klingt doch sehr nach Misstrauen, oder? Seid ihr sicher, dass er solche Fragen auch beantwortet ohne sich angegriffen zu fühlen?


Hallo Nila,

ich kenne wirklich viele Leute (mich eingeschlossen), die die von ihnen initial begonnene Doktorarbeit nicht zu Ende gebracht haben aus verschiedenen Gründen. Einer ist ganz sicher, dass man sich zu Beginn, gerade wenn man wenig Leute aus höheren Semestern kennt, die einem Tipps geben könnten, zu wenig informiert, v.a. auch über den entsprechenden Doktorvater.

Seh es doch so: Wenn es ein guter Doktorvater ist, wird er zum Einen wissen, wie schlecht es mit anderen Doktorvätern/-müttern läuft und zum Anderen wird er sicher nichts dagegen haben, Kontakt zu anderen Doktoranden herzustellen.

Handelt es sich jedoch um einen Doktorvater, der Dich nur ausbeuten will und bei dem auch die Betreuung schlecht ist, dann reagiert er vielleicht gereizt auf die Frage. Aber was solls ? Spätestens, wenn Du an den Punkt gelangst, an dem die Arbeit nicht weiter zu gehen scheint, wirst Du Dir wünschen, Du hättest Dich besser informiert.

Ich würde das also schon fragen und mir genau erklären lassen, wie er sich das vorstellt etc.

Gruß
Chrima

Lava
07.05.2005, 20:10
Über diese Frage solltest du schon Gewissheit haben! Und soooo falsch kommt es sicher auch nicht an, wenn du fragst, ob es zur Zeit noch andere Doktoranden gibt und wieviele es bisher gegeben hat. Mein Dr.vater hat es sogar sehr begrüßt, dass ich schon mal bei einer anderen Doktorandin nachgefragt hatte. Auch die Frage, ob schon mal jemand die Arbeit abbrechen musste, ist wichtig. Wenn dein Doktorvater kein Interesse daran hat, ob du mit der Arbeit fertig wirst oder nicht, ist das Risiko viel zu hoch! Wenn er aber gut ist, dann wird er dir auch versichern, dass bei ihm bisher immer alles geklappt hat. :-)

Also das mit der definitiven Zusage hat bei mir sehr lange gedauert. Ich hatte schon zu Jahresbeginn 2004 Interesse bekundet, im Sommer mal ein paarTage im Labor gearbeitet, mir ein paar Informationen zum geplanten Projekt geben lassen und erst, als mir ein konkreter Plan vorgelegt wurde, wie alles ablaufen soll, war die Sache in trockenen Tüchern. Zwar hatte ich schon laaaaange vorher beschlossen, das Projekt zu machen (hatte mich gar nicht mehr nach etwas anderem umgesehen), aber von der Betreuerseite her wurde mir sehr lange offen gehalten, ob ich mitmachen will oder nicht.

Übrigens bin ich erst die zweite Doktorandin von meinem Betreuer und ich fühle mich sehr gut betreut. Man kann also nicht pauschal sagen, dass ein unerfahrener Betreuer schlecht ist. ;-)

Ich kenne auch zwei Leute, die ihre Arbeit abbrechen mussten. In einem Fall lag es daran, dass der Betreuer gewechselt hat (danach unbedingt fragen!!) und im anderen daran, dass einfach nicht genug Patienten aufgetrieben werden konnten, sich der Betreuer aber auch nicht wirklich gut darum gekümmert hat. Irgendwie steht und fällt alles mit der Betreuung. Am besten andere Doktoranden fragen!!! :-)

T-Helferzelle
12.09.2007, 14:29
Und was würdet ihr am ehesten zum Thema Kleidung raten?
Kann man in Jeans kommen und hauptsache man schaut gepflegt und ordentlich aus (was ja eh immer der Fall ist ;-) ) oder sollte man sich einen Anzug anziehen? (was dann vielleicht auch als übertrieben angesehen werden kann, da es ja letzlich "nur" ein Gespräch ist..)

Der Praktikant
12.09.2007, 16:04
Und was würdet ihr am ehesten zum Thema Kleidung raten?
Kann man in Jeans kommen und hauptsache man schaut gepflegt und ordentlich aus (was ja eh immer der Fall ist ;-) ) oder sollte man sich einen Anzug anziehen? (was dann vielleicht auch als übertrieben angesehen werden kann, da es ja letzlich "nur" ein Gespräch ist..)


Geh halt mit den gleichen Klamotten hin, die Du auch beim Stationsunterricht anziehen würdest. :-meinung

McBeal
12.09.2007, 18:24
Und was würdet ihr am ehesten zum Thema Kleidung raten?
Kann man in Jeans kommen und hauptsache man schaut gepflegt und ordentlich aus (was ja eh immer der Fall ist ;-) ) oder sollte man sich einen Anzug anziehen? (was dann vielleicht auch als übertrieben angesehen werden kann, da es ja letzlich "nur" ein Gespräch ist..)

Auf keinen Fall im Anzug!! Das ist ja kein Bewerbungsgepräch. Zieh Dich halt gepflegt an, kämm Dich vorher nochmal ordentlich ;-) und gut ist es. Es würde dem Doktorvater wahrscheinlich sehr befremdlich vorkommen, wenn Du in dem Gespräch in schick aufläufst.

Alles Gute für das Gespräch und die Arbeit!!

LG,
Ally